Defekte Touchscreen-Bildschirme

Was tun mit kaputten Displays und Monitoren?

Display-Fehlfunktionen oder deren Ausfall haben nicht zwangsläufig elektronische Probleme oder mechanisches Einwirken zur Ursache. In nicht wenigen Fällen sind die Bildschirme schlichtweg undicht und kontaminiert. Folglich kann Schmutz in den Monitor gelangen und die Funktionalität beeinträchtigen.

Display-Fehlfunktionen

Display-Fehlfunktionen oder der Komplettausfall von Bildschirmen haben nicht immer mechanische Ursachen.

Kaum ein elektronisches Gerät kommt heute ohne Display aus. Anzeige ist jedoch nicht gleich Anzeige. Das gilt nicht nur für Consumer-Geräte. Der Touchscreen beispielsweise eines Fahrtkartenautomaten einer windigen Haltestelle einer süddeutschen Regionalbahn muss sich unter anderen Umständen bewähren, als das Navigationsgerät im Geländewagen. Ob verklebt oder verschraubt, beide sind selten hundertprozentig dicht. Während das eine Display also Feuchtigkeit zieht und anfängt zu schimmeln, dringt beim anderen Sand ins Gehäuse, der das Display dauerhaft zerkratzt und das Bild milchig macht. Alle Anzeigen haben jedoch eines gemeinsam: Im Gegenteil zu einem eindeutigen Stoßschaden, kann oft nur eine systematische Fehleranalyse die Undichte ermitteln und zeigen, wie das Display dekontaminiert werden kann.

Gelangt Feuchtigkeit in ein Display oder ein Touchscreen, kann sie sich durch den Kapillareffekt ausbreiten – auch bei unbeweglichen, fest installierten Anzeigen wie der des Fahrkartenautomaten. Typischerweise bilden sich dann am Rand der Display-Komponenten und -Bauteile kleine Tröpfchen. „Sterbenden“ Touchscreens, die u.a. an einem Golden-Layer-Effekt erkennbar sind, gibt der Kapillareffekt bei kondensierender Feuchte den Rest. In jedem Fall aber kann unbemerkte Nässe Kurzschlüsse verursachen oder alkalisch bzw. sauer werden, wodurch es zu Korrosionen und Veränderungen der Leitfähigkeit kommen kann. Entstehen Korrosionen an Halbleitern oder der Platinen, kann das Display meist nicht mehr gerettet bzw. dekontaminiert werden.

Feuchtigkeit ist jedoch auch der ideale Nährboden für Pilze. Schimmel entsteht dann, wenn Sporen aus der Umgebungsluft in undichte Displays eindringen und auf Mini-Feuchtbiotope aus Feuchtigkeit oder temperaturbedingter Kondensation treffen. Das entstandene Problem ist zeitkritisch: Je länger der Schimmel unentdeckt bleibt, desto mehr kann er sich ausbreiten und desto größer ist die Kontamination der Anzeige durch die ätzenden Ausscheidungen der Pilze.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der Lebendbefall von Displays. Er ist nicht nur dauerhaft ungesund für den Menschen, sondern kann auch irreparable Schäden am Gerät verursachen. Berührt ein Tierchen beispielsweise zwei Leiterbahnen kann es zu einem Kurzschluss kommen und somit dem Ende sowohl für das Tier als auch für die Anzeige. Zudem können mechanische Probleme entstehen. So zum Beispiel bei einem Lüftungsschlitz, wenn Spinnen mit dem Flugfang in ihrem Netz die Lüftung verstopfen. Schließlich gilt auch für Lebendbefall, dass dessen Ausscheidungen ätzend sind. Im einfachsten Fall verursachen sie kosmetische Fehler. Im schlimmsten Fall sind es elektronische.

Fehleranalyse bei defekten Displays

Schmutz wird in drei Kategorien unterteilt. Die erste ist lästig, verändert aber weder sich noch das Display und ist entsprechend leicht zu beheben. Typisch für diese Kategorie ist Staub. Die zweite Gruppe verändert sich selbst im Laufe der Zeit, verursacht nachgeschaltete Störungen und verändert damit wiederum die Anzeige. Ein Beispiel in Meeresnähe sind Aerosole wie Salzwasser. Sie sind gut leitfähige Ionenträger, die beispielsweise durch Elektrolyse auch chemische Änderungen des Gerätes verursachen können. Die dritte Kategorie schließlich verändert nicht sich, sondern nur das Display oder das betroffene Gerät. Bekanntester Vertreter ist der Sand. Er verkratzt die Komponenten der Anzeige oder reibt sie sprichwörtlich auf.

In der Regel ist eine Kontamination nicht Sortenrein: Feuchtigkeit kommt oft mit Schimmel, Schädlinge oft mit Dreck. Gleichzeitig muss die Art der Verunreinigung gründlich untersucht werden. Nur so kann ermittelt werden, ob und wie das Display oder das gesamte Gerät dekontaminiert werden kann. Die Maßnahmen reichen dabei vom einfachen Staub wegwischen über Austrocknung der Feuchtigkeit bis zum Ersatz des Displays bzw. einzelner Komponenten.

Diese Beispiele zeigen, dass der Bedarf an unabhängigen Beratungsleistungen und Fehleranalyse mitunter groß sein kann. Bei der Wammes & Partner GmbH ist diese Dienstleistung daher weit oben aufgehängt. Als Experte für Display- und Lichttechnologie forscht und arbeitet das Unternehmen im Bereich der Optoelektronik. Alle physikalischen Möglichkeiten und Erkenntnisse werden zudem unter dem Motto „Coaching & Solving“ als Dienstleistungen angeboten: Von Problemanalysen und Gutachten über Troubleshooting und Bug Fixing bis zu Machbarkeitsstudien sowie Patenten oder Intellectual Property Rights.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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