KI-gestützte Business Intelligence

Wegbereiter für die Datenstrategie

Im Interview erläutert Taha Malik, Geschäftsführer bei der Cubeware GmbH, wie Künstliche Intelligenz die Analyse und Auswertung von Geschäftsdaten neu definiert.

  • Taha Malik, Cubeware

    „Unternehmen, die nicht in der Lage sind, einen effektiven Einblick in ihre Daten zu gewinnen, stehen vor sehr großen Herausforderungen“, betont Taha Malik von Cubeware.

  • Taha Malik, Cubeware

    Taha Malik, Cubeware: „Es wurden große Anstrengungen unternommen, um ein internationales Kernteam von Datenwissenschaftlern für die Umsetzung von KI-Projekten zusammenzubringen.“

  • Taha Malik, Cubeware

    „Unternehmen müssen damit beginnen, einen ganzheitlicheren Ansatz im Umgang mit ihren Daten zu etablieren“, betont Taha Malik von Cubeware.

  • Taha Malik, Cubeware

    Taha Malik von Cubeware: „Eine der größten Herausforderungen wird weiterhin die zunehmende Anzahl von unterschiedlichen Datenquellen sein.“

  • Taha Malik, Cubeware

    „Mit fortschreitender Digitalisierung verlagert sich auch die Voraussetzung für Wettbewerbsvorteile vom Kapital zur Information“, so Taha Malik, Cubeware.

ITD: Herr Malik, Daten haben inzwischen eine immense Bedeutung für die strategische Ausrichtung von Unternehmen. Wieso wird dieses Potenzial nicht konsequent ausgeschöpft?
Taha Malik:
Management-Teams aus allen Fachbereichen haben zunehmende Schwierigkeiten damit, sinnvolle Aussagen aus ihren Datenbeständen abzuleiten. Mangelnde Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen, ein unklares Verständnis von Data Warehousing und unzureichende Ressourcen für die Datenanalyse können dazu führen, dass Unternehmen das enorme Potenzial ihrer Daten kaum nutzen. Ein klarer und zeitnaher Blick auf die Daten kann nicht nur wichtige Einblicke verschaffen, sondern bietet auch die Möglichkeit, auf die Herausforderungen des Marktes mit der erforderlichen Geschwindigkeit und dem notwendigen Verständnis zu reagieren.

ITD: Welche Rolle spielt dabei das rasante Wachstum der Datenbestände?
Malik:
Wenn von Big Data die Rede ist, dann spricht man von einem Datenaufkommen, das zu komplex, schnelllebig oder unstrukturiert ist, um es mit traditionellen Analysemethoden auszuwerten. Das hat u.a. damit zu tun, dass das Volumen in den Unternehmen exponentiell steigt. Laut einer IDC-Studie wird ein Anstieg des globalen Datenverkehrs auf 175 Zettabyte – also eine 175 mit 21 Nullen – bis zum Jahr 2025 erwartet. Zur Einordnung: Würde man diese Datenmenge auf konventionellen DVDs speichern, dann würde der Stapel die Entfernung zwischen Erde und Mond um das 23-fache übersteigen. Im Jahr 2017 betrug das gesamte Aufkommen gerade mal 23 Zettabyte. Das heißt, dass sich die Menge an Daten bis zum Jahr 2025 nahezu verachtfachen soll.

ITD: Halten Sie den Umgang mit Daten für Wettbewerbsentscheidend?
Malik:
Der Markt für Business Intelligence (BI) und Big-Data-Software boomt, getrieben von der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft. Nur durch die konstante Verfügbarkeit von Geschäftsdaten sind Unternehmen in der Lage, potenzielle Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und Prozesse entsprechend anzupassen. Das betrifft nicht nur ausgewählte Nutzergruppen, sondern nahezu alle Angestellten eines Unternehmens – denn jeder braucht die richtigen Informationen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Unternehmen, die nicht in der Lage sind, einen effektiven Einblick in ihre Daten zu gewinnen, stehen vor sehr großen Herausforderungen, wenn es darum geht, auf Markt- und Betriebsanforderungen zu reagieren.

ITD: Welche Hürden begegnen Ihren Kunden im Alltag, wenn es um die Erschließung und Verarbeitung von Daten geht?
Malik:
Eine der größten Herausforderungen für unsere Kunden ist die Notwendigkeit, große Datenmengen auch in einem Format zu erschließen, das sich für die Analyse eignet. Der Umgang mit untereinander inkompatiblen Datenquellen stellt dabei ebenfalls ein Problem dar. Das funktioniert nur mit einem leistungsfähigen Datenmanagement-Werkzeug gut – eine Spezialität von uns. Dazu gehört auch die Fähigkeit, eine Vielzahl von Datenquellen verbinden zu können und – ganz entscheidend – Daten in Datenquellen zurückzuschreiben. Entscheidend ist natürlich, dass die zugrunde liegenden Daten auch korrekt sind. Andernfalls trifft die bekannte Aussage „Garbage in – Garbage out“ zu. Unternehmen müssen sich daher mehr auf Data Governance und Datenqualität konzentrieren.

ITD: Wie setzt sich das Kundenportfolio von Cubeware zusammen? Welche Branchen sind besonders wichtig?
Malik:
Die Cubeware Solutions Platfom (CSP) ist nicht auf vereinzelte Branchen zugeschnitten, bietet aber immer eine anpassungsfähige Performance-Management- (PM) und BI-Lösung. Die Software wird gerne mit einem Schweizer Taschenmesser verglichen: Wir bieten die komplette Bandbreite an Darstellungsoptionen (PC, Web und Mobile), Auswertung sowie Planung sind gleichermaßen möglich und technische Prozesse können ebenfalls von der Benutzeroberfläche aus gesteuert werden. Darüber hinaus stellen wir eine nutzerfreundliche Plattform statt unterschiedlicher Einzellösungen für Analytics, Reporting, Adhox, ETL, Data Science, Single Point of Truth, Planung und nicht zuletzt auch Verteilung zur Verfügung. Die CSP bietet zudem dem Fachanwendern die Möglichkeit, benutzerfreundliche Applikationen selbst zu erstellen. Aus diesem Grund kann man die Lösungen bei international agierenden Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Gesundheitswesen, der Pharmaindustrie, aber auch bei mittelständischen Unternehmen mit individuellen Anforderungen finden.

ITD: Wie ausgeprägt ist der Wettbewerb auf dem Markt für BI- und PM-Lösungen?
Malik:
Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und dem konstant wachsenden Datenaufkommen ist der BI-Sektor in den vergangenen fünf Jahren rasant gewachsen. Es gab auf dem Markt eine Reihe erfolgreicher Neueinsteiger sowie einige bestehende Anbieter, die ihr Angebot durch Übernahmen erweitert haben. Da viele Unternehmen die Notwendigkeit von BI-Services zunehmend verstehen, ist aber auch das Marktpotenzial ist in dieser Zeit gewachsen. Ich denke, dass es im Zuge der steigenden Datenmengen sowie der erhöhten Nachfrage nach Echtzeitinformationen ein gesundes Wachstum geben wird – sowohl auf Anbieterseite als auch auf dem Markt.

ITD: Wie setzt sich Cubeware von seinen Mitwettbewerbern ab?
Malik:
Wie bereits erwähnt bieten wir eine PM-Lösung an, die mit einem Schweizer Taschenmesser vergleichbar ist, die also individuell angepasst werden kann, die Erstellung eigener Anwendungen ermöglicht und sowohl in der Cloud als auch auf der eigenen IT-Infrastruktur, im Web oder mobil nahezu die gleichen Möglichkeiten bietet. Das bedeutet auch, dass wir unsere Kunden über den gesamten BI-Prozesszyklus hinweg unterstützen, angefangen beim Sammeln der Daten und der Konstruktion der Daten-Pipeline mithilfe unserer Importlösung bis hin zu der analytischen Auswertung und Planung über das Frontend „Cockpit“. Unsere mobilen Angebote erlauben es unseren Kunden zudem, ihre Berichte von jedem erdenklichen Ort aus einzusehen oder sogar eigene Pläne zu erstellen und auf die Datenbank zuzugreifen.

ITD: Cubeware ist inzwischen seit 23 Jahren am Markt. Was sind Ihrer Meinung nach die Erfolgsfaktoren für diese Langlebigkeit?
Malik:
Das Unternehmen hatte schon immer ein unglaublich talentiertes und professionelles Team, das die Vision des Unternehmens und der Produkte getragen hat. Ein Team mit einem tiefgreifenden Verständnis für die Technologie und Herausforderungen der Kunden. Wir hatten über die Jahre das Privileg, mit einigen der bekanntesten und angesehensten Konzernen der Welt zu arbeiten und ihnen dabei zu helfen, wichtige Einblicke in ihre Daten zu bekommen. Darüber hinaus bringt uns die ständige Herausforderung mit immer größer werdenden Datenmengen auf vielfältigste Weise umzugehen dazu, weiter besser zu werden, aber das ist eine Herausforderung, die uns immer Freude bereitet hat und weiterhin bereitet.

ITD: Das Unternehmen wurde 2016 von der India Builders Corporation übernommen. Was war die Motivation hinter der Akquisition?
Malik:
Die IBC Group ist ein internationales Konglomerat mit einem Vermögen von mehr als zwei Milliarden Dollar. Dazu gehören auch zahlreiche Unternehmen innerhalb des Software- und Beratungssektors. Man hat dort erkannt, dass Cubeware einen Markt mit einem immensen, unausgeschöpften Potenzial bedient, und möchte das Unternehmen daher als einen weltweit führenden BI- und Advanced-Analytics-Spezialisten positionieren. Darüber hinaus haben wir mit der Gruppe auch große White-Label-Partner, die weltweit agieren und unsere Software-Lösungen einsetzen. Wir entwickeln derzeit eine Strategie zur Expansion der Märkte in Amerika, Asien und natürlich Europa.

ITD: Wie hat sich das Unternehmen seit der Akquisition entwickelt?
Malik:
Der ursprüngliche Fokus lag auf der Weiterentwicklung und Verbesserung der vorhandenen Plattform. Darüber hinaus wurde umfangreich in die Forschung und Entwicklung investiert, um die Langlebigkeit der Software zu sichern und Innovationen aus den Bereichen „Künstliche Intelligenz“ (KI) und „Machine Learning“ (ML) einzusetzen. Zudem wurde ein Team aus internationalen Data Scientists, das C-Lab, für die Entwicklung zukünftiger Anwendungen eingerichtet. Nicht zuletzt sind wir dazu übergegangen, Partnerschaften mit Organisationen einzugehen, die dem Unternehmen eine globalere Reichweite ermöglichen.

ITD: In welchen Bereichen ist das C-Lab tätig?
Malik:
Das C-Lab wurde eingerichtet, um die Bemühungen in den Bereichen „Künstliche Intelligenz“ und „Machine Learning“ auszuweiten und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Es wurden große Anstrengungen unternommen, um ein internationales Kernteam von Datenwissenschaftlern für die Umsetzung von KI-Projekten zusammenzubringen. Wir kennen das zukünftige Potenzial der Technologien für die Datenaufbereitung und Data Governance und sind uns daher sicher, dass diese Bereiche den Umgang mit Daten in Unternehmen grundlegend verändern werden. Aktuell wird im C-Lab an einer Reihe verschiedener Initiativen gearbeitet, die einen entscheidenden Einfluss auf unsere zukünftige Produkt-Roadmap haben werden. Das trifft auf Zukunftstechnologien wie Internet of Things (IoT), Big Data und Industrie 4.0 genauso zu wie auf Echtzeitanalysen und damit einhergehende Prognosemodelle.

ITD: Wie fließen die Ergebnisse der Einrichtung in die Produkte ein?
Malik:
Eine treibende Kraft der Einrichtung ist die Unterstützung der Digitalisierungsprozesse bei den Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten. Unser Produktentwicklungsteam arbeitet eng zusammen, um die zukünftige Ausrichtung der CSP zu entwickeln. Aus diesem Grund werden wir uns mehr auf unsere Kernkompetenzen in den Bereichen „Enterprise Perfomance Management” und „Business Intelligence” fokussieren, um zukunftssichere Lösungen anzubieten.

ITD: Wie profitieren die Kunden von KI-gestützter Business Intelligence?
Malik:
Unternehmen müssen damit beginnen, einen ganzheitlicheren Ansatz im Umgang mit ihren Daten zu etablieren. Prozessautomatisierung und datengetriebener Erkenntnisgewinn sind untrennbar mit Business Intelligence verbunden. BI hat in Verbindung mit KI das Potenzial, Aspekte wie Vertrieb, Produktion oder Marketing erheblich zu optimieren. Wir helfen dabei, grundlegende Fragen zu beantworten: Auf welche Art kann mein Unternehmen von Business Intelligence den größten Nutzen ziehen. In welcher Form macht die Technologie für mich Sinn? Wie sind meine Angestellten davon betroffen? Wir unterstützen die Kunden zudem auch dabei, neue BI-Lösungen sinnvoll in vorhandene Systemlandschaften zu integrieren und die Mitwirkung und Kenntnisse der Mitarbeiter langfristig zu sichern.

ITD: Wie sehen praktische Anwendungsfälle von KI im BI-Bereich aus?
Malik:
Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von KI-getriebener Business Intelligence sind sehr branchenspezifisch, aber im Kern liegt der Nutzen immer in der Identifizierung von Trends oder der Intervention im Falle von Unregelmäßigkeiten. In der Produktion kann Machine Learning z.B. dafür genutzt werden, um Produktbestellungen in speziellen Lagern zu überwachen und diese im Falle von ungewöhnlichen Abweichungen zu warnen. Produktionsleiter können die Fließbandtechnik überwachen und frühzeitig alarmiert werden, wenn Anomalien in der Produktion auftreten, damit z.B. etwaige Probleme bei der Inspektion schnell erkannt werden. Diese automatisierte und von Echtzeitdaten getriebene Entscheidungsfindung kann auf eine Vielzahl von Szenarios und Branchen übertragen werden. Hinzu kommen Stichworte wie „vorausschauende Wartung“, z.B. für Druckereien oder auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Bei der Zementherstellung spielt das Thema z.B. eine wichtige Rolle, da Feuchtigkeit und Temperatur einen großen Einfluss auf die Qualität des Endproduktes haben. Maschinenhersteller können schnell herausfinden, wo im Produktionsprozess nachgearbeitet werden muss. Hier kommt auch das IoT mit seinen zahlreichen Sensordaten wieder ins Spiel, die alle harmonisiert werden müssen, um schließlich zu klaren Handlungsempfehlungen führen zu können.

ITD: Können Sie Kundenprojekte nennen, in deren Zuge solche Technologien bereits erfolgreich implementiert wurden?
Malik:
Wir arbeiten aktuell an der Evaluation eines Projekts im Bereich „Produktionsoptimierung” für einen der weltweit größten Zement- und Ziegelsteinhersteller. Darüber hinaus stehen wir gerade vor einem Projekt bei einem internationalen Pharma- und Chemiekonzern, der automatische Texterkennung und -analyse einsetzen möchte. Einen der größten deutschen Lebensmitteleinzelhändler unterstützen wir wiederum bei der präventiven Schadensvermeidung im Flottenmanagement und der Optimierung der Logistik. Ein großes europäisches Messezentrum bezieht derweil Vorhersagen zu Besucherzahlen – basierend auf Faktoren wie Wetter und der jeweiligen Saison. Dies sind nur einige wenige Beispiele, an denen man den großen Bedarf in allen Bereichen der Industrie und des Dienstleistungssektors erkennen kann.

ITD: Wie sieht es im Finanzwesen aus? Buchhalter und Controller gelten ebenfalls als wichtige BI-Anwendergruppe.
Malik:
Gerade in dieser Anwendergruppe haben wir die meisten Befürworter. Zum einen operativ aufgrund unserer umfassenden Excel-Integration, zum anderen, weil wir unsere Datenbank, die für komplexe Planungs- und Prognoseszenarien optimiert ist, die CW1 (entspricht dem PA2.0 von IBM) direkt für treiberbasierte Planung, Risikomanagement und rollierende Prognosen und die Darstellung einer Vielzahl von Szenarien nutzen können. Informationen können so allen Stakeholdern im Unternehmen sowohl als aktiver Bericht als auch durch automatische Verteilung bequem zur Verfügung gestellt werden, wodurch sich auch die bekannten Risiken bei der Verbreitung von Excel-Tabellen vermeiden lassen.

ITD: Aktuellen Studien zufolge ist die Beschleunigung von Informationsvorgängen ein essenzielles Ziel vieler Finanzabteilungen. Wie lässt sich das in der Praxis umsetzen?
Malik:
Optimierungspotenziale liegen hier primär im Grad der Automatisierung und Standardisierung des Berichtswesens. Bei einer aktuellen Studie gaben 27 Prozent der befragten Manager an, für die Erstellung von Reports noch manuell in den Vorgang eingreifen zu müssen. Weitere 34 Prozent gaben ebenfalls an, im Zuge des weiteren Reporting-Prozesses noch selbst Hand anlegen zu müssen. Die damit befassten Abteilungen wenden immer noch zu viel Zeit und zu viele Ressourcen für einfache und standardisierbare Tätigkeiten auf. Folglich fehlt ihnen die Zeit für wertschöpfende Aktivitäten wie der Kommentierung von Berichten sowie der Ableitung entsprechender Maßnahmen. Ein Beispiel: Etwa 65 Prozent der Ressourcen werden alleine für die Verteilung von Berichten benötigt. Das umfasst u.a. auch Teilprozesse wie Plausibilitätsprüfung, Konsolidierung oder Datenerfassung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Darüber hinaus besteht ein hohes Optimierungspotenzial bei der Analyse von Zukunftsszenarien. In der Studie stimmten nur 57 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Berichterstattung zukunftsgerichtete Methoden umfasse. Wir decken genau diese Bereiche ab, selbst ein prädiktives Modell mit SPSS und die Integration von R- oder Python-Modellen direkt in die Reporting- und Analyseumgebung ist jederzeit möglich.

ITD: Erfolgreiches Datenmanagement erfordert idealerweise eine möglichst homogene Systemlandschaft. Die ist in der Praxis allerdings selten – wie lässt sich dieser Problematik begegnen?
Malik:
Eine der größten Herausforderungen wird weiterhin die zunehmende Anzahl von unterschiedlichen Datenquellen sein, aus denen die richtigen Informationen gewonnen werden müssen, um einen ganzheitlichen Blick auf die Analyse zu erlangen. Aus diesem Grund müssen Datenmanagement-Lösungen wie unserer Importer eine stetig wachsende Anzahl von verschiedenen Datenverbindungstypen und externen Quellen unterstützen. Ein branchenweiter Ansatz ist erforderlich, um mehr Datenanbieter dazu zu bewegen, ihre Konnektivität durch gemeinsame REST-APIs oder andere vereinfachte Konnektivitätsoptionen zu standardisieren. Ohne eine enge Zusammenarbeit wird dieses Problem immer eine Hürde für Neueinsteiger bleiben.

ITD: Was ist der Schlüssel für eine wertschöpfende und zukunftssichere Datenstrategie?
Malik:
Unternehmen aller Größen und Branchen verfolgen aufmerksam den digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. Mit fortschreitender Digitalisierung verlagert sich auch die Voraussetzung für Wettbewerbsvorteile vom Kapital zur Information. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Wandel ist zum einen die Fähigkeit, Daten mit unterschiedlichen Strukturen und unterschiedlicher Halbwertszeit konsequent zu erfassen und in analytische Datenmodelle umzusetzen. Zum anderen darauf aufbauend, Daten in konkrete, geschäftsrelevante Zusammenhänge zu stellen, bestehende Geschäftsprozesse zu analysieren und neue Erkenntnisse abzuleiten und letztlich die Daten selbst als Produktions- und Wertschöpfungsfaktor zu etablieren. Auf diese Weise werden Daten zu tatsächlich handlungsrelevanten Informationen. Diese Transferleistung ist die Schlüsselfähigkeit im digitalen Transformationsprozess sowie die Grundlage einer agilen und modernen Unternehmensführung.

Taha Malik

Alter: 23
Familienstand: ledig
Position: Geschäftsführer
Ausbildung: Bsc Mathematical Economics with Statistics, University of Birmingham
Hobbys: Powerlifting, Fußball, Reisen


Bildquelle: Claus Uhlendorf

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