Mit KI starten

Wer jetzt anfängt, ist noch vorne mit dabei

Die technologischen Möglichkeiten, um Künstliche Intelligenz (KI) in Unternehmen ­einzusetzen, werden immer besser – und dennoch fällt es Unternehmen schwer, die Vorteile von KI in der Praxis auszuschöpfen. Sie haben zwar Anwendungsfelder ­erkannt, aber der reale Start mit KI ist doch schwerer, als der Hype einen glauben lässt.

Marathon-Läufer

Unternehmen sollten nicht länger zögern, KI strategisch einzubinden, um vorn mit dabei zu sein.

Um KI möglichst wirksam einzusetzen, empfiehlt sich eine Kombination aus lernenden und regelbasierten Verfahren. In den meisten Firmen bestehen keine riesigen Daten-Pools Marke „Facebook“ oder „Google“. Deep-Learning-Systeme sind daher nicht automatisch erste Wahl, sondern es kommen auch Algorithmen zum Zuge, die auch aus überschaubaren Datensätzen aussagekräftige Erkenntnisse ziehen.

Es gibt unzählige KI-Einsatzszenarien – branchenunabhängig oder branchenspezifisch. Personalabteilungen vereinfachen mit KI ihr Recruiting, die Produktion setzt Künstliche Intelligenz für intelligente Wartung, Planung oder Qualitätskontrolle ein. Der Kundendienst baut auf KI beim Kunden- und Mitarbeiter-Support und Rechtsabteilungen identifizieren mit KI kritische Vertragspassagen und decken Risiken auf.

Cognitive-Services und die sogenannten Content Analytics eröffnen viele Anwendungsfelder, die Unternehmen helfen, ihre Daten gezielt zu nutzen und Erkenntnisse aus unstrukturierten Inhalten zu gewinnen:

– Klassifikation: Sie ordnen Dokumente, Bilder, Audio­dateien und Videos automatisch in Taxonomien ein oder vergeben passende Metadaten.
– Klassifizieren von Dokumentenarten: das automatische Erkennen und Zuordnen von Dokumentarten bei der Posteingangsverarbeitung
– Sentiment-Analyse: Um den Kundenservice zu optimieren, hilft die Sentiment-Analyse, Emotionen in E-Mails, digitalisierten Schreiben oder Social-Media-Beiträgen zu erkennen und Erfolgsaussichten (Kaufverhalten und Kundenpräferenzen) zu prognostizieren.
– Named Entity Recognition (NER): Sie erkennt und extrahiert Namen von Personen, Orten, Firmen, Institutionen beispielsweise zum Erfüllen der EU-DSGVO-Anforderungen.
– Risk/Fraud Identification: Sie findet Muster und Anomalien in Dokumenten, um Risiken aufzudecken wie ungültige Vertragsklauseln/Betrugsversuche.
– Expert Identification: Sie identifiziert schnell Experten zu bestimmten Themen im Unternehmen und steigert die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit durch schnellere Auskunftsfähigkeit. Relevante Informationen, Bedeutungskontexte, Absichten und Stimmungen, werden so erkannt und durch Prozessautomatisierung an die entsprechenden Bereiche weitergeleitet.

Viele der derzeit angewandten Methoden funktionieren schon gut mit strukturierten Daten oder Bildern, aber nicht so gut mit Text als unstrukturiertem Content. Jedoch sind rund 80 Prozent aller Unternehmensdaten wie Briefe, Verträge oder E-Mails unstrukturiert – Daten, in denen wertvolle Informationen stecken.

Sie müssen analysiert, aufbereitet und mit strukturierten Daten zusammengeführt werden, um in einer hohen Datenqualität für KI überhaupt erst nutzbar oder relevant zu werden. Sie liegen oft in isolierten Ablagesystemen (Informationssilos); dies erschwert natürlich die ganzheitliche Nutzung. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, Künstliche Intelligenz unmittelbar mit Informations- und Prozess-Management zu kombinieren.

Die Enterprise-Content-Management-Lösung (ECM) der SER Group vereint etwa als Content-Services-Plattform alle Informationen und führt sie aus unterschiedlichen Quellen wie Datenbanken, Server, Enter­prise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Microsoft Sharepoint und File-Verzeichnisse zusammen. Sie verhindert redundante Datenhaltung und schafft Ordnung in Dokumenten durch Versionierung und Metadaten. Durch die in die Plattform integrierten Cognitive-Services stehen die KI-Dienste für alle Anwendungen automatisch zur Verfügung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 03/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

So stehen dank KI und ECM eine höhere Datenqualität, bessere und schnellere Geschäftsprozesse und nicht zuletzt geringere Kosten auf der Habenseite. Unternehmen sollten daher nicht länger damit zögern, KI strategisch einzubinden, um die zahlreichen Vorteile dieser Technologie für sich zu erschließen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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