Ranking: Es gibt Nachhollbedarf

Wie digital sind deutsche Uni-Städte?

Charlyeducation untersuchte nun die Verfügbarkeit von öffentlichem Wlan, Glasfaserkabeln und online buchbaren Amtsterminen in den 25 größten Uni-Städten Deutschlands

Stadtplan mit Stecknadel

Im Ranking schneiden Köln und Hamburg gut ab, Würzburg und Stuttgart haben eindeutig noch Potenzial nach oben.

Köln und Hamburg zählen nicht nur zu den größten und beliebtesten Universitätsstädten in Deutschland, sondern nehmen auch bei der Digitalisierung eine Vorreiterrolle ein. Das ist das Ergebnis einer Analyse der digitalen Lernplattform für Studierende.

Die Plattform hat die Glasfaserkabel-Abdeckung, die Verfügbarkeit von Wlan in öffentlichen Bibliotheken und Verkehrsmitteln sowie die Möglichkeit, Amtstermine online zu buchen, in den 25 größten Universitätsstädten analysiert. Pro Kategorie wurden je nach Platzierung ein bis 25 Punkte vergeben, insgesamt waren 100 Punkte möglich.

Das sind die digitalsten Städte Deutschlands

Hamburg (99 Punkte) und Köln (96 Punkte) führen das Ranking an. Die Hansestadt erreicht in beinahe jeder Kategorie die volle Punktzahl. Lediglich der Ausbau von Glasfaserkabeln ist in Köln weiter fortgeschritten als in Hamburg. Die Stadt am Rhein büßt dafür Punkte für das Wlan im ÖPNV ein, denn nur die Haltestellen und U-Bahnen bieten mobiles Internet an. In den S-Bahnen und Bussen ist hingegen kein Wi-Fi verfügbar. Flächendeckendes Wlan im ÖPNV gibt es neben Hamburg auch in Bochum (Platz drei) und Darmstadt (Platz 15).

Darmstadt ist allerdings auch eine der 13 Städte des Rankings, in denen es keine Möglichkeit gibt, Highspeed-Internet über Glasfaserkabel zu beziehen. In elf dieser 13 Städte ist zudem kein Wlan in allen öffentlichen Bibliotheken verfügbar. Einzig die Bibliotheken in Frankfurt am Main (Platz 14) und Freiburg (Platz elf) bilden hier eine Ausnahme und bieten Wi-Fi an.

Würzburg ist der Verlierer des Rankings

Die wenigsten Punkte sammelt Würzburg: Zwar gibt es die volle Punktzahl für die Möglichkeit, Amtstermine digital zu vereinbaren, aber nur wenige Bibliotheken bieten freies Wlan an. In dieser Kategorie schneiden lediglich Darmstadt (Platz 15) und Kiel (Platz 19) noch schlechter ab.

Ebenso schlecht aufgestellt sind viele deutsche Metropolen: Die größte Stadt Deutschlands, Berlin, landet mit 82 Punkten erst auf dem achten Platz. Auch Frankfurt am Main (Platz 14) und Stuttgart (Platz 17) gehören zu den Verlierern des Rankings. In den drei Städten ist kaum bzw. kein schnelles Internet über Glasfaserkabel verfügbar, die baden-württembergische Landeshauptstadt und Berlin hinken zusätzlich beim öffentlichen Wlan hinterher.

Besser schneiden die untersuchten Städte in den neuen Bundesländern ab: Dresden (Platz sechs) und Leipzig (Platz sieben) punkten vor allem beim Glasfaserausbau, mit freiem Wlan in öffentlichen Bibliotheken und im Nahverkehr sowie online buchbaren Amtsterminen. Letzteres ist in allen 25 untersuchten Städten möglich.

Cecil von Croÿ, CEO von Charlyeducation kommentiert die Analyse:
„Unsere Analyse zeigt, wie unterschiedlich deutsche Städte in puncto digitale Möglichkeiten aufgestellt sind. Eine Vorreiterrolle nehmen hier die Metropolen Hamburg und Köln ein, aber auch kleinere Städte wie Bochum und Bonn sind lobenswert. Von frei zugänglichem Wlan und schnellem Internet profitieren die Städte aber nicht nur als Wirtschaftsstandort, sondern auch in Bezug auf die Lebensqualität. Trotzdem hinken zum Beispiel fast die Hälfte aller untersuchten Städte beim Ausbau von Glasfaserkabeln hinterher.

Gerade für Studierende werden digitale Tools aber immer wichtiger, denn sie nutzen das Internet nahezu in jeder Lebenslage. Deswegen haben wir eine Online-Plattform entwickelt, auf der Studierende gemeinsam online an Skripten arbeiten und so auch im digitalen Zeitalter voneinander lernen können.”

Bildquelle: Gettyimages/iStock

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