IT-Umzug in ein Colocation-Rechenzentrum

Wie kommt IT von A nach B?

Ist die Entscheidung zugunsten Colocation gefallen, lässt sich der Umzug der eigenen IT ins neue Rechenzentrum nicht immer auf die Schnelle realisieren. Eine entsprechende Planung und professionelle Logistikservices können helfen.

IT-Umzug ins Colocation-Rechenzentrum

Worauf man beim IT-Umzug ins Colocation-Rechenzentrum besonders achten sollte

Je nachdem, wie viel Hardware und Software-Systeme beim Umstieg auf Colocation „umgezogen“ werden müssen, kann „ein solcher Prozess schon einmal drei bis sechs Monate dauern“, berichtet Stefan Keller, Vertriebsleiter der Noris Network AG. Unter Umständen auch länger, wenn zum Beispiel eine WAN-Anbindung realisiert werden muss. Ähnliches berichtet Matthias Blatz. Der Geschäftsführer von Heidelberg IT Management geht davon aus, dass der Umzug von einem ins andere Rechenzentrum mit entsprechender Vorbereitung zwar auch kurzfristig durchgeführt werden kann – eventuell sogar innerhalb weniger Tage. „Bei einem Komplett-Outsourcing kann dies jedoch bis zu einem Jahr dauern, bis alle Bereiche der IT-Landschaft konsolidiert und umgezogen sind“, so Blatz.

„Generell ist beim Umzug selbst vor allem eine exakte Planung in Bezug auf die Server-Verteilung erforderlich. Dabei sollte lokal abgeklärt werden, wie die Server in das Data Center transportiert werden können“, rät Claudia Gharavi, Business Manager Colocation bei der Plusserver GmbH. Überdies hätte sich als sinnvoll erwiesen, auch Verkabelungen innerhalb der Server-Schränke im Vorfeld zu planen und gegebenenfalls unterschiedliche Merkmale (Farbe) für den jeweils unterschiedlichen Zweck festzulegen. Eine gute Dokumentation sollte abschließend nicht vergessen werden, damit auch Arbeiten nach dem Einzug sauber erledigt werden können.

Neben einer detaillierten Planung des Umzugs ins Coloction-Data-Center, spielt die Absicherung der Gerätschaften eine große Rolle. Hier ist laut Claudia Gharavi durchaus sinnvoll, eine Elektronik- und Haftpflichtversicherung abzuschließen. Desweiteren muss die Verpackung der zu transportierenden Hardware sehr sorgfältig erfolgen. Am besten zieht man für den Versand einen Kurier- oder spezialisierten Umzugsdienst heran, da dieser im Schadensfall haftet.

Wer den Umzug seiner Unternehmens-IT von einem klassischen Umzugslogistiker durchführen lässt, muss seine IT-Systeme allerdings so verpacken als ob er diese per Paketdienst verschicken würde. „In der Praxis schauen sich Speditionen oder Unternehmen, die sich auf den Transport von Hardware spezialisiert haben, zuerst die Vor-Ort-Begebenheiten an und geben dann entsprechende Empfehlungen. Unter Umständen kann beispielsweise ein ganzer Schrank 1:1 umgezogen werden, ohne auch nur ein Gerät herausschrauben zu müssen. Dies muss jedoch im Einzelfall geprüft werden und im Besondern muss auf das Gewicht pro Umzugseinheit geachtet werden“, erläutert Blatz.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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