Neue Business-Suchmaschine am Start

„Wir kennen Ihre nächsten 1.000 Kunden“

Die neue Business-Suchmaschine Bearch will eine neue Dimension der Unternehmenssuche schaffen und anderen Anbietern wie Gelbe Seiten oder Hoppenstedt mächtig Konkurrenz machen. Im Interview erläutert Andreas Kulpa, Vorstand der Datalovers AG, mit welchen Algorithmen dies gelingen soll.

  • Unternehmenssuche Bearch

    Die neue Unternehmenssuche Bearch will das Neukundengeschäft pushen.

  • Andreas Kulpa, Datalovers AG

    Will das Firmenuniversum digital vermessen: Andreas Kulpa, Vorstand der Datalovers AG und Mitbegründer der neuen Unternehmenssuchmaschine Bearch

IT-DIRECTOR: Herr Kulpa, mit „Bearch“ starteten Sie kürzlich eine neue „Business Search Engine" mit klarem Fokus auf Unternehmenssuche und damit den B2B-Bereich. In diesem Bereich tummeln sich bereits mehrere Anbieter. Wie unterscheidet sich Ihre Suchmaschine von vorhandenen Angeboten wie Creditreform oder Gelbe Seiten?
A. Kulpa:
Unsere Suchmaschine unterscheidet sich von den genannten Angeboten in ihrem Detailreichtum und der Aktualität der gelieferten Ergebnisse. Die Anwender können damit einfach und gezielt zum Beispiel nach Mitgliedern einer bestimmten Berufsgruppe oder einer Abteilung suchen.

Die Ergebnisdaten, die sie erhalten, sind nicht nur passgenau auf ihre Suche abgestimmt, sondern auch deutlich detaillierter als bei anderen Suchanbietern. Darüber hinaus ist die Suchmaschine – im Gegensatz zu anderen Plattformen – nicht an einen Branchenschlüssel gebunden. Die Suche kann somit deutlich feiner ausgeführt werden. Die Informationen sammelt die Software durch Crawling sämtlicher Internetauftritte von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Trägern sowie Verbänden in Deutschland. Sofern diese mit Social-Media-Diensten verbunden sind, werden auch diese Inhalte erhoben. Zudem wird der Crawling-Prozess regelmäßig wiederholt, um die Aktualität der Daten zu gewährleisten. So sind die Informationen bei Abruf maximal vier Wochen alt.

IT-DIRECTOR: Welche speziellen Zielgruppen gehen Sie mit der neuen Suche an? Inwieweit wenden Sie sich vorrangig an Marketing- oder Vertriebsabteilungen?
A. Kulpa:
Die Zielgruppe beginnt bei kleinen und mittelständischen Unternehmen und ist nach oben offen. Der Vorteil der Suchmaschine liegt darin, dass sie einfach zu nutzen ist und man keines IT-Spezialisten bedarf. Wir wenden uns natürlich an Marketing- und Vertriebsabteilun-gen, aber nicht ausschließlich. Mithilfe der ermittelten Daten können Unternehmen neue Kunden und Geschäftspartner entdecken, Marktforschung und Wettbewerbsanalyse betreiben, Content für PR und Kommunikation generieren oder Prozesse im eigenen Unternehmen optimieren.

IT-DIRECTOR: Welche internationalen Unternehmen, Verbände, öffentliche Träger etc. lassen sich in den Suchergebnissen finden? Inwieweit kann man die Suche auf lokale oder regionale Ergebnisse herunterbrechen?
A. Kulpa:
In den Suchergebnissen finden sich Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Träger und Verbände in Deutschland. Da sich die Suche mit Bearch individuell ausrichten lässt, ist auch eine Suche innerhalb der Region genauso möglich wie die nach anderen speziellen Gesichtspunkten eines Unternehmens, beispielsweise, ob dieses auch international agiert.

IT-DIRECTOR: In die Suchergebnisse fließen auch Informationen aus sozialen Netzen mit ein. Was verstehen Sie in diesem Zusammenhang unter dem „Digital Index“?
A. Kulpa:
Der „Digital Index“ ist derzeit der einzige Ansatz, der automatisiert das komplette Unternehmensuniversum digital vermessen kann. Er zeigt auf, wie aktiv die Firmen in unterschiedlichen digitalen Kanälen sind. Dies erlaubt auch Rückschlüsse auf deren Innovationskraft. Hinsichtlich der Informationen aus sozialen Netzwerken erkennen wir beispielsweise, welche dieser Netzwerke von Unternehmen und dessen Mitarbeitern genutzt werden und wie erfolgreich sie genutzt werden. Auch zeigt der Digital Index auf, wie gut Unternehmen in der digitalen Welt vernetzt sind.

IT-DIRECTOR: Sie nutzen bestimmte Suchalgorithmen und Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) – inwieweit unterscheidet sich Ihre Vorgehensweise dabei von den Methoden anderer Anbieter wie Google oder Facebook? Was können Sie besser?
A. Kulpa:
Primär geht es bei diesen führenden Ansätzen nicht darum besser zu sein, sondern vielmehr auf Augenhöhe, d.h. mit den gleichen Mechanismen und Algorithmen, zu agieren. Wir greifen hierbei auf die Forschungserfolge der Großen zurück und machen uns diese zu Eigen.

Zum einen handelt es sich um eine freie Suchmaschine: Die Ergebnisse und ihre Position in der Ergebnisleiste hängen nicht von Werbegebühren ab, sondern wie genau sie dem Suchprofil des Anwenders entsprechen. Desweiteren generieren die Nutzer von Bearch+ eigene Datensätze und sichern sich so ihre eigene – kleine – Datenhoheit. Denn der Einsatz der Methoden der künstlichen Intelligenz ermöglichen es der Suchmaschine, auf Basis des bestehenden Kundenstammes neue Kunden zu finden und neue Leads zu generieren. Das Prinzip ist angelehnt an die „Look-Alike-Audiences“, bei denen Datenzwillinge ermittelt werden. So erkennt die Software neue Zielmärkte und Kunden durch automatisch errechnete Ähnlichkeiten zwischen Ausgangs- und neuem Potentialprofil. Vorteil ist, dass so auch Märkte und Leads identifiziert werden, die der Anwender möglicherweise gar nicht „auf dem Schirm“ hatte, die aber potentielle Käufer darstellen.

IT-DIRECTOR: Welche Informationen können Nutzer kostenfrei einsehen?
A. Kulpa:
Die Unternehmenssuchmaschine ist seit dem 1. Juni über unsere Homepage frei zugänglich, natürlich mit gewissen Einschränkungen bei den Detailansichten der Ergebnisse. Die öffentliche Firmensuche mit Vollbegriffen zeigt bis zu zehn Detailergebnisse direkt an, damit die Nutzer sich einen Überblick der Funktionalität und produzierten Daten machen können. Zu diesen Daten zählen beispielsweise neben dem Standort auch der Digital Index oder die Betriebsgröße. Ebenso erlaubt „Bearch public“ ein Filtern nach Regionen oder Betriebsgröße.

Der komplette Ergebnisdatensatz kann anschließend bei Datalovers käuflich erworben werden, wobei sämtliche Daten nach Standorten, Themen und Branchen gefiltert werden können. Für Anfragen in Bearch+ kontaktieren Interessierte unser Mainzer Büro, wo ihnen weitergeholfen wird. Weitere Daten können Nutzer käuflich erwerben.

IT-DIRECTOR: Welches Preismodell liegt den kostenpflichtigen Angeboten zugrunde (z.B. Kosten per Lead, Monats-Abo etc.)?
A. Kulpa:
Neben einer unlimitierten Nutzungsmöglichkeit für 79 Euro im Monat, können verschiedene Pakete erworben werden, die dann ein Kontingent an Adressen beinhaltet. So ist der Gesamtprozess schlank und schnell, wie sich das auch unsere Kunden vorstellen.

Bei Bearch+ sind wir dank Algorithmen in der Lage, Anfragen zu optimieren und so eine Lösung im Sinne einer Lead-Vorhersage anzubieten. Die Algorithmen finden neue Märkte und Kunden, weil sie von den bestehenden lernen, und sind dem Anwender so im positiven Sinn immer einen Schritt voraus – sie liefern also neue Leads, bevor der Nutzer überhaupt sucht.

Bildquellen: Thinkstock/Moodboard, Datalovers

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