Neue Technologien

Wo Deutschland noch aufholen muss

Eine neue CIO-Studie beleuchtet den Einsatz von Business Intelligence, Analytics, Internet of Things und Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen, mit dem Ergebnis, dass Deutschland an manchen Stellen noch deutlich aufholen muss.

Bahnradfahrer beim Wettkampf

In Sachen KI besteht in vielen deutschen Unternehmen noch Nachholbedarf.

Aktuelle Technologien wie Business Intelligence (BI) und Analytics werden von Unternehmen bereits gewinnbringend genutzt, mitunter gibt es jedoch noch viel Luft nach oben. So lautet ein Ergebnis der jüngsten CIO-Studie des IT-Dienstleisters Logicalis.

Gemäß der Erhebung bewerteten erst rund ein Drittel aller Befragten ihr Unternehmen in Bezug auf die wirtschaftliche Nutzung von BI und Analytics in verschiedenen Firmenbereichen sehr positiv. Als Vorreiter erweisen sich die IT-Abteilungen selbst: Denn mehr als ein Drittel (36 Prozent) der CIOs beziffert den Einsatz in den IT-Abteilungen als sehr erfolgreich. Unter deutschen CIOs beläuft sich der Anteil allerdings nur auf 23 Prozent. 17 Prozent von ihnen urteilten im Gegenteil mit „überhaupt nicht erfolgreich“. Die Ergebnisse der Befragung von 841 internationalen CIOs im Jahr 2018 belegen damit einen deutlichen Nachholbedarf bei deutschen Unternehmen.

Auch hinsichtlich des Internets of Things (IoT) und der Künstlichen Intelligenz (KI) zeigen die Resultate eine deutliche Diskrepanz zwischen globaler und deutscher Einschätzung. Insgesamt gibt fast die Hälfte der CIOs an, dass ihr Unternehmen IoT-Technologien bereits nutzt (Vorjahr: 24 Prozent). In Deutschland sind es nur 27 Prozent. Insbesondere in den Gebieten „verbesserter Kundenservice“, „Verbesserung bestehender Produkte und Dienstleistungen“ sowie „Kreierung effizienter Prozesse“ setzen deutsche IT-Verantwortliche entsprechende Lösungen deutlich weniger ein (Abweichung von mehr als zehn Prozent). Nicht anders sieht es hinsichtlich der Nutzung bei KI und Machine Learning aus: Global verwenden 44 Prozent der Unternehmen bereits KI bzw. Machine Learning. In Deutschland seien es hingegen nur 28 Prozent.

Warten deutsche CIOs auf den richtigen Moment?

Eine CIO-Befragung aus dem Jahr 2016 offenbarte eine Rückständigkeit im Bereich der Digitalisierung. Laut der Studie von 2017 stellte sich die Situation schon anders dar: „Damals haben die deutschen CIOs nicht nur eine Aufholjagd gestartet, sondern sind in Teilen auf die Überholspur gewechselt“, erläutert Christian Werner, CEO der Logicalis GmbH. „Dies könnte sich nun bei neuen Technologien wiederholen. Wir beobachten hier oftmals eine zunächst abwartende Haltung deutscher CIOs, bis die Lösungen ausgereifter, die Anwendungsszenarien klarer und der Nutzen offensichtlicher sind. Erst dann werden Technologien adaptiert, dies jedoch meist zielgerichteter und im Ergebnis erfolgreicher.“ In diesem Umfeld will sich Logicalis als digitaler Wegbereiter positionieren, der Unternehmen bei der Einführung und Nutzung neuer Technologien unterstützt – von Data Center, über Sicherheit, Collaboration und Networking bis hin zu Application and Information Management.

Bildquelle: Thinkstock/DigitalVision

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