Entscheidungsfindung in Unternehmen

Zwischen Big Data und Bauchgefühl

Deutsche Führungskräfte sind einer neuen Studie von Splunk und Censuswide zufolge im Vergleich zu ihren Pendants in Frankreich und Großbritannien deutlich schneller darin, geschäftskritische Entscheidungen zu treffen.

Symbolbild Entscheidungsfindung

Laut einer neuen Studie verlassen sich 53 Prozent der Befragten in erster Linie auf ihr Bauchgefühl.

Während die Entscheidungsfindung im internationalen Vergleich durchschnittlich zehn Stunden, in Großbritannien sogar 12 dauert, braucht eine Führungskraft hierzulande mit durchschnittlich acht Stunden relativ wenig Zeit, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Deutsche sind nicht nur schneller, sondern auch entscheidungsfreudiger und liegen mit 13 Entscheidungen pro Woche vorn. Deutsche Führungskräfte auf C-Level treffen sogar 22 kritische Entscheidungen pro Woche. Dieses Ergebnis scheint das Bild vom entscheidungsunwilligen deutschen Unternehmer zu widerlegen

Eine Frage der Daten

Spannend ist auch die Art und Weise, nach der die deutschen Befragten ihre Entscheidungen treffen: 53 Prozent verlassen sich dabei in erster Linie auf ihr Bauchgefühl. Das ist mehr als der internationale Durchschnitt von 47 Prozent. Viele würden dabei gerne auf Daten als Entscheidungsbasis zurückgreifen – diese sind aber für 52 Prozent der Befragten schlicht zu langsam verfügbar. Weitere 33 Prozent der Befragten haben nicht genügend Dateneinblick und glauben, dass nicht mehr Daten zur Verfügung stünden. Im internationalen Vergleich sind 29 Prozent der Befragten dieser Meinung.

Deutsche Manager und Top-Manager sind zudem wesentlich offener, wenn es darum geht, die benötigten Daten auch anzufordern: Während 23 Prozent der befragten Führungskräfte aus Großbritannien und 30 Prozent der Führungskräfte aus Frankreich zögern, nach mehr Daten zu fragen, gilt dies nur für 17 Prozent der befragten Deutschen. Obwohl erst 40 Prozent der geschäftsrelevanten Entscheidungen datenbasiert getroffen werden, zeigt Deutschlands Führungsriege jedoch grundsätzlich ein hohes Vertrauen in das Potential ihrer eigenen Daten: 80 Prozent stufen IT-Daten als die vertrauenswürdigsten Datenquellen in Unternehmen ein.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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