Keine Angst vor All-IP

5 Tipps für den Wechsel von ISDN zu VoIP

All-IP wird kommen. Spätestens dann, wenn im Jahr 2018 die bisherigen ISDN-Leitungen gekappt werden. Dabei lässt sich die Umstellung auf Voice-over-IP (VoIP) dank praktischer Tipps recht einfach umsetzen.

5 Tipps für den Wechsel von ISDN zu VoIP

5 Tipps für den Wechsel von ISDN zu VoIP

Obwohl ISDN viele Jahre lang gut funktioniert hat, werden zahlreiche Unternehmen von ihren Telefonanbietern mit der Nachricht konfrontiert, dass sie ihre Telefonanlagen von der bisher verwendeten ISDN- auf die Voice-over-IP-Technologie (VoIP) umstellen müssen.

Die Deutsche Telekom hat die Abschaltung ihrer ISDN-Leitungen für das Jahr 2018 angekündigt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen alle Kommunikationssysteme auf „All-IP“ umgestellt sein. Grund: ISDN hinkt im Vergleich zur neuen Technologie hinterher. Es ist nicht flexibel genug, kann keine hohe Sprach-, Video- und Datenqualität gewährleisten und –vielleicht der entschiedenste Punkt – es bietet keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr. VoIP hingegen ist all den neuen Herausforderungen seitens der Unternehmen gewachsen und kann darüber hinaus innovative Kommunikationsanwendungen einführen. Die Umstellung auf VoIP ist dabei leichter als viele denken. Diese fünf Tipps helfen bei der erfolgreichen Umstellung des Telekommunikationssystems von ISDN zu VoIP:

1. Planung neuer Anwendungen und Verbesserungen

VoIP kann zahlreiche Vorteile mit sich bringen. Daher ist es für Unternehmen wichtig, schon vor der Migration zu entscheiden, welche Funktionen für sie von höchster Bedeutung sind. Zum Beispiel haben Mitarbeiter dank der verbesserten VoIP-Mobilität Zugriff auf eine viel breitere Auswahl an Kommunikations-Tools, die nicht auf das Tischtelefon beschränkt sind. Dazu zählen Smartphones, DECT-Telefone, Desktop-Computer und Laptops. Um die Kommunikationsprozesse innerhalb des Unternehmens zu optimieren, sollte bei der Umstellung auf VoIP die Einführung von Unified-Communications-Technologie in Betracht gezogen werden. So führen beispielsweise Konferenz- und Videoanrufe zu erheblichen Einsparungen von Zeit und Reisekosten.

2. Die Kompatibilität alter Anwendungen in der neuen Anlage überprüfen

Auch wenn durch den Wechsel auf die neue VoIP-Technologie viele neue Kommunikationsmöglichkeiten hinzukommen, ist es gleichzeitig wichtig darauf zu achten, dass alle bisherig genutzten Funktionen auch in der neuen Telefonanlage zur Verfügung stehen. So ist beispielsweise das Fax, das in einigen Berufszweigen kaum mehr zum Einsatz kommt, aus manchen Industrien nach wie vor nicht wegzudenken. Einige IT-Services bieten zwar weiterhin Fax-Dienste an, doch der Großteil hat auf ein Fax-zu-E-Mail-System umgestellt. Vor dem Wechsel sollte daher mit dem Anbieter abgeklärt werden, ob alle benötigten Dienste bereitgestellt werden können, so dass ein reibungsloser Arbeitsablauf gewährleistet bleibt.

3. Sicherstellen, dass der Sprachverkehr nicht unterbrochen wird

Die Verantwortlichen sollten jeden Schritt ihrer Migration äußerst sorgfältig planen, um jegliche Unterbrechung des Alltagsbetriebs zu vermeiden. Beachten sollte man, dass auf die Netzwerke ein erhöhter IP-Verkehr zukommt, also mehr Daten als üblich übertragen werden müssen. Idealerweise sollte das neue System vor dem definitiven Start mehreren strengen Tests unterzogen werden, um unangenehmen Überraschungen vorzubeugen. Daher ist es wichtig, für die Testphase genug Zeit einzuplanen.

4. Wahl eines leistungsstarken Partners

IT-Service-Anbieter bieten ganzheitliche Lösungen für den Wechsel zu VoIP an, sie beraten bei der Auswahl der Anlagen und Telefone und konstruieren eine speziell auf vorliegenden Gegebenheiten angepasste Kommunikationslösung.

5. Wahl eines sicheren Partners

Bei der Auswahl des Partners sollte darauf geachtet werden, wo dieser seine Server-Standorte betreibt. Die gleiche Sorgfalt sollte man bei der Wahl der Endgeräte walten lassen. Mit Server-Standorten in Deutschland sind hochsensible Daten dank der deutschen Datenschutzrichtlinien gut aufgehoben. Organisationen wie der deutsche Bundesverband „TeleTrusT IT-Sicherheit“ garantieren dabei den Ausschluss von Spionage-Software (Spyware).

* Der Autor Nadahl Shocair ist CEO der Snom Technology AG

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2018Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok