So finden Mittelständler passende ERP-Software

6 Tipps zur Auswahl eines ERP-Systems

Wenn Excel nicht mehr ausreicht, ist die Zeit reif für ein ERP-System. Bei der Auswahl der richtigen ERP-Software ist jedoch Sorgfalt geboten. Denn meist ist die Entscheidung für einen ERP-Anbieter eine langfristige und die Integration des Systems sehr aufwendig. Als Orientierungshilfe stellt der Software-Anbieter Epages sechs Fragen vor, die Mittelständler vor der Auswahl beantworten sollten.

6 Tipps zur ERP-Auswahl

6 Fragen sollten Mittelständler bereits vor der Auswahl eines neuen ERP-Systems beherzigen.

Wie groß ist das Unternehmen?

Nicht jede ERP-Lösung ist für jedes Unternehmen geeignet. Einige Systeme eignen sich besonders für große Unternehmen, während andere auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert sind. Eine erste Orientierungshilfe bieten die Referenzen des ERP-Anbieters, falls einsehbar. Finden sich dort mehrheitlich Unternehmen der gleichen Größe wie das eigene? Dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das ERP-Angebot auch zum eigenen Unternehmen passt.

ERP-Suite oder modularer Aufbau?

Viele ERP-Anbieter bieten neben einer Komplettlösung (ERP-Suite) die Möglichkeit, nur diejenigen Elemente der Software zu erwerben, die ein Unternehmen auch tatsächlich benötigt. Durch einen solchen modularen Aufbau können Anwenderunternehmen deutlich Kosten sparen. Dabei sollte man vorher eruieren, welche Bestandteile der ERP-Software für das eigene Unternehmen essentiell sind. Im nächsten Schritt sollten allein diese gekauft oder gemietet werden. Benötigt man beispielsweise CRM-Funktionalitäten, Lagermanagement, Buchhaltung oder Fulfillment oder kann man darauf verzichten?

On Premise oder Software-as-a-Service?

Bei den meisten Lösungen handelt es sich entweder um ein lokal installiertes ERP-System (On Premise) oder eine Cloud-Lösung (Software as a Service). Grundsätzlich sind lokal installierte Systeme flexibler in der individuellen Anpassung. Solche Anpassungen erfordern allerdings technisches Know-how, das im Unternehmen vorhanden sein sollte. Die Stärke cloud-basierter Lösungen liegt in den günstigen Anschaffungskosten sowie automatischen Updates, die vom Anbieter durchgeführt werden. Auch ist die Performance einer Cloud-Lösung meist stabiler.

Ist die ERP-Lösung skalierbar?

Jedes Unternehmen fängt einmal klein an. Stellt sich jedoch Erfolg ein, muss auch die ERP-Lösung in der Lage sein, mitzuwachsen. Von daher sollten bei der Auswahl nicht nur aktuelle Bedürfnisse in Betracht gezogen werden. Vielmehr sollte man auch daran denken, wie sich das Unternehmen in der Zukunft entwickeln wird. Denn fiel einmal die Entscheidung für ein ERP-System, ist ein Wechsel zu einem anderen Anbieter nicht so einfach. Die Skalierbarkeit nach unten muss ebenfalls gegeben sein. Wenn man Kosten einsparen muss, sollte das ERP-System auch die Möglichkeit bieten, auf Funktionen zu verzichten. Vor allem cloud-basierte Lösungen können sich hier durch eine hohe Skalierbarkeit auszeichnen.

Wie umfangreich ist der Support?

Die meisten ERP-Systeme beinhalten Support-Leistungen. Entscheidend ist jedoch, wie umfangreich diese sind. In welchen Bereichen hat sich der ERP-Anbieter spezialisiert? Ist er eher ein Generalist oder ein Experte für genau das ERP-Paket, das man benötigt? Welche Art von Online-Support wird angeboten? Besteht die Möglichkeit, dass ein Support-Mitarbeiter ins Unternehmen kommt und sich dort um die Systemwartung kümmert? Die wichtigste Frage ist jedoch: Kennt sich der ERP-Anbieter in der jeweiligen Branche aus und weiß somit um die wichtigsten Herausforderungen, denen sich der Kunde stellen muss?

Wie viele Nutzer werden auf das ERP-System zugreifen?

Je mehr Nutzer innerhalb des Unternehmens die ERP-Plattform nutzen, desto mehr Mitarbeiter müssen geschult werden. Umso wichtiger ist es dann, über eine nutzerfreundliche Software zu verfügen, so dass der Einarbeitungsprozess nicht zu lange dauert. Eine größere Zahl an Nutzern resultiert jedoch auch in größeren Anpassungen, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Daher sollten die Kunden bereits stets im Vorfeld festlegen, wer letztlich die ERP-Lösung nutzen soll.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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