Zum Tod von Mario Ohoven

Abschied von „Mr. Mittelstand“

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, ist am Samstag, den 31. Oktober bei einem Autounfall in der Nähe von Düsseldorf tödlich verunglückt.

Mario Ohoven

Der BVMW-Präsident Mario Ohoven ist am Sonntag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Ohoven (†74), der aus einer rheinischen Unternehmerfamilie stammt, war seit 1998 Präsident des BVMW und vertrat dessen Interessen mit streitbarer Leidenschaft: Mit Themen von TTIP über die Kalte Progression bishin zur Förderung von Weiterbildungsinitiativen oder der Altersvorsorge Selbstständiger war Mario Ohoven viele Jahre lang ein gefragter Interviewpartner und Referent. Zu seinen umstrittensten Positionen zählen wohl die Befürwortung der Grenzkontrollen während der Flüchtlingskrise sowie seine Kritik am jüngst beschlossenen „Lockdown Light“. Noch am vergangenen Donnerstag äußerte Ohoven Bedenken hinsichtlich der Verfassungs- und Verhältnismäßigkeit der von der Bundesregierung anberaumten Corona-Maßnahmen.

In einer offiziellen Mitteilung des BVMW würdigt der Verband seinen verstorbenen Präsidenten als Stimme des Mittelstands und erklärt: „Wir verneigen uns in respektvoller Dankbarkeit vor seinem unvergleichlichen Lebenswerk. Mario Ohoven hat in zwei Jahrzehnten den BVMW zur führenden Vertretung des unternehmerischen Mittelstands geformt. Er war die wichtigste Stimme unseres Verbandes, sein Wort hatte großes Gewicht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unermüdlich hat er sich an der Spitze des deutschen und europäischen Mittelstands für Millionen Mittelständler und Selbstständige eingesetzt.“

Auch zahlreiche prominente Weggefährten aus Politik und Wirtschaft zeigten sich vom überraschenden Tode Ohovens erschüttert und nahmen Abschied. So betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier via Twitter noch einmal dessen Verdienste für die mittelständische Wirtschaft. Auch Linken-Politiker Gregor Gysi zeigte sich betroffen: „Mario Ohoven galt zurecht als Mr. Mittelstand – einfallsreich und in hohem Maße verantwortungsvoll“, twitterte er noch am gestrigen Abend, während FDP-Fraktionsvorsitzender Christian Lindner ihn auf seinem Account einen „leidenschaftlichen und streitbaren Kämpfer für die Interessen des Mittelstandes“ nannte.

Der Neusser Mario Ohoven hinterlässt seine Frau Ute-Henriette und zwei erwachsene Kinder.

Bildquelle: Thomas Imo, photothek.net Fotoagentur GbR; via Wikipedia

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