Mehr Datenräume in der Cloud

Angepasstes Datenmanagement während der Krise

Wenn ein Virus Reisen lahmlegt, verändert sich der Alltag eines Reiseveranstalters. Buchungen bleiben aus, Homepages liegen brach, Rückführungs- oder Stornierungswünsche bestimmen den Tag. Die Ferien Touristik GmbH reagiert darauf mit zusätzlichen Datenräumen, deren Kosten gering sind und die Möglichkeit bieten, flexibel auf Normalbetrieb hochzufahren, sobald das Tagesgeschäft wieder anläuft.

  • Die Touristikbranche sehnt sich danach, ihren Kunden wieder uneingeschränkt Sommer, Sonne und Strand bieten zu können.

    Die Touristikbranche sehnt sich danach, ihren Kunden wieder uneingeschränkt Sommer, Sonne und Strand bieten zu können.

  • Henrik Behrens, Ferien Touristik

    „Wir sind mit der flexiblen Lösung gut gerüstet und können bedarfsgerecht Leistung und Kosten wieder in den Normalbetrieb hochfahren.“ (Henrik Behrens, Ferien Touristik)

Reiseveranstalter machen eine harte Zeit durch. Das Thema Rückführung verlangt ihnen einiges ab. En masse stornieren Kunden gebuchte Urlaube. Unklarheit und allgemeine Unsicherheit dämpfen Reiselust und Buchungsoffenheit. Die vorrangig per Telefon oder Mail einprasselnden Wünsche und Nöte schlagen sich in Form dichten Datenverkehrs auf Mid-Office-Systeme nieder; VPN-Netze arbeiten am Anschlag, weil Mitarbeiter vom Home Office agieren. Wenig geschieht dafür auf Homepages und in Reisebuchungssystemen – die jedoch unverändert Geld kosten. Die Ferien Touristik GmbH aus Düsseldorf reagierte auf die reisegehemmte Zeit und managt ihre Daten in zwei zusätzlichen, kompakten und günstigen Datenräumen in der Cloud. Mietfrei läuft das sonst genutzte Hochleistungsrechenzentrum weiter.

Daten- und Reiseverkehr in vier virtuellen Rechenzentren

Das Touristikunternehmen bietet über rund 6.000 Reisebüros und diverse Portale Pauschalreisen an. Vor dem Shutdown verkaufte das gut 60 Mitarbeiter beschäftigende, zur OTI-Gruppe gehörende Unternehmen je nach Saison zwischen 500 und mehreren Tausend Reisen pro Tag. Das Hosten der Daten und den reibungslosen Datenverkehr verantwortet das IT-Team unter Leitung von Henrik Behrens. Vier virtuelle Rechenzentren bewahren die Daten auf: Eine Distributionsplattform empfängt Buchungen. Diese Buchungen wandern zur Bearbeitung ins touristikspezifische Mid-Office-System Midoco, das auch Teilstorno und Storno, Umbuchungen, Rückführung, Dokumentendruck und Rechnungswesen ermöglicht. Das FiBu-Programm – eine Eigenentwicklung – steckt im FiBu-Center. Zentrales Tool stellt eine weitere Entwicklung des IT-Experten dar, nämlich eine Datenbank, die alle Daten aus dem Mid-Office speichert und um auswertungsrelevante Strukturen und Funktionen anreichert. Sie weist eine sehr hohe Kapazität auf. Die Homepage wird in einem besonders ausfallsicheren Bereich im virtuellen Rechenzentrum betrieben.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

 

Nicht abbauen, sondern anbauen

FiBu, Intranet und Internetpräsenz laufen über den Cloud-Anbieter Dunkel IT und bewegen sich in der höchsten Leistungsklasse. Eine bestimmte Leistungskapazität und Abnahme an Rechnerleistung sind festgeschrieben. Diese Kapazität braucht Ferien Touristik zurzeit bei Weitem nicht – keine Visits, keine Buchung, keine Daten. Um dem Reiseanbieter Geld für ungenutzte Leistung zu ersparen, eröffnete der Cloud-Dienstleister ohne Störung des Workflows neben den beiden existierenden Hochleistungsdatenräumen zwei kleine virtuelle Anbauten. Sie spiegeln den Inhalt der Stammhäuser, verzeichnen aber wesentlich weniger Informationsbewegung und erbringen nur ein Viertel der Prozessorleistung und Festplattengeschwindigkeit. Nachts ruhen sie. Weniger Leistung und weniger Raum bedeuten weniger Miete: So zahlt Ferien Touristik 60 Prozent weniger als üblich.

Dirigat per Klick

Die Stärke der Cloud liegt in bedarfsgerechter, wendiger Skalierbarkeit per Klick. Das erleichtert krisenspezifisches Handeln. IT-Leiter Behrens: „Kommt die leistungsreduzierte FiBu oder das Datawarehouse kurzzeitig mit dem Arbeitsaufkommen nicht klar, schiebe ich die Leistung mit einem Klick über VPN ins große Stammzentrum zurück und arbeite flüssig weiter.“ Das Arbeiten im Home Office meistert das VPN auch im niedrigeren Leistungssegment. Ebenso beweglich ist das Traffic-Management, das den Datendurchsatz vom Ferien-Touristik-Rechenzentrum ins Internet regelt. Bei steigendem Webseitenbesuch, drohender Überlastung oder wenn ein Server ausfällt, springt umgehend der zweite Server ein. So bleiben die Daten vollständig und der Internetauftritt jederzeit für Besucher erreichbar. Und wenn es endlich wieder Abheben heißt? „Für den hoffentlich bald wieder eintretenden Anstieg des Buchungsaufkommens“, so Behrens, „sind wir mit der flexiblen Lösung gut gerüstet und können bedarfsgerecht Leistung und Kosten wieder in den Normalbetrieb hochfahren.“

Ferien Touristik GmbH
Branche: Touristik
Standort: Düsseldorf
Gründungsjahr: 2000
Mitarbeiter: rund 60
www.ferien-touristik.de

 

Bildquelle: iStockphoto/ Ferien Touristik

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