LibreOffice 4

Angriff auf Microsoft Office

Schicker, schneller, ordentlicher - die runderneuerte Open-Source-Software LibreOffice 4 bietet Enterprise-Funktionen.

LibreOffice 4: Der Writer im Einsatz

"LibreOffice 4.0 ist ein Meilenstein in Sachen Interoperabilität und somit eine ideale Grundlage für unsere Arbeit an der Benutzeroberfläche", meint Florian Effenberger, Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Stiftung "Opens external link in new windowThe Document Foundation", dem Herausgeber der Open-Source-Anwendung.

Die neue deutschsprachige Version 4.0 von LibreOffice ist zum Opens external link in new windowDownload bereit und bringt eine lange Liste an Opens external link in new windowNeuerungen. Das neue Office-Paket ist das erste Major-Release der Open-Source-Anwendung, die von der Document Foundation herausgeben wird.

Damit hat sich LibreOffice als OpenOffice.org-Abspaltung ("Fork") endgültig etabliert. Etwa 500 Entwickler haben bei dem Projekt mitgewirkt, ein Großteil davon erfahrene OpenOffice-Entwickler. Die weitere Entwicklung bleibt allerdings spannend: OpenOffice wird inzwischen von der Apache Foundation betreut.

Auch die Version 4 des freien Büropakets benutzt die altbekannte Oberfläche mit Menüs und Symbolleisten. Da Microsoft durch die Ribbon-Technik und die Anpassung an Touchinterfaces die Entwicklung seines Officepaketes in eine andere Richtung vorangetrieben hat, ist diese Benutzeroberfläche inzwischen ein Alleinstellungsmerkmal des freien Office.

Auch Cloud-Schnittstellen sucht man hier (bislang?) vergebens. LibreOffice 4 ist also eine klassische Office-Suite für die vollständige lokale Installation. Das heißt natürlich nicht, dass die Cloud vollkommen ungenutzt bleibt. So ist zumindest unter Windows mit den lokalen Clients für Dropbox, Google Drive und Microsoft SkyDrive der Cloud-Zugriff via Ordner möglich.

Eine sehr wichtige Neuerung ist die Schnittstelle zu gängigen Content-Management-Systemen wie OpenText, Microsoft Sharepoint, SAP NetWeaver sowie weitere Systeme, die den CMIS-Standard unterstützen. Außerdem gibt es bessere Konverter für DOCX- und RTF-Dokumente, Microsoft Publisher 2013 und Viso 2013.

Diese Möglichkeiten erlauben eine parallele Nutzung zum Office von Microsoft. Es ist aber auch möglich, das kommerzielle Büropaket in den typischen Einzelplatz-Umgebungen komplett zu ersetzen. Diese Option ist für kleine und mittlere Unternehmen sehr interessant, da der grundsätzliche Funktionsumfang in beiden Anwendungen ungefähr gleich ist, die Lizenzkosten von LibreOffice jedoch bei Null liegen.

Bildquelle: Screenshot

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