Marco Schöning, Star Finanz, über Online-Zahlungsverkehr

Banking-Software für mittelständische Unternehmen

Mittelständische Unternehmen haben beim Online-Zahlungsverkehr weiterreichende Anforderungen, die Marco Schöning, Leiter Unternehmenskommunikation und Vertrieb bei Star Finanz, im Gespräch erläutert.

Marco Schöning, Leiter Unternehmenskommunikation  und Vertrieb bei Star Finanz

Marco Schöning, Leiter Unternehmenskommunikation und Vertrieb bei Star Finanz: „Verstärkt durch immer kürzer werdende Innovationszyklen und eine schnelle Implementierung von Entwicklungen birgt die Digitali-sierung großes Potential, die Bankgeschäfte von Unternehmen nachhaltig und dauerhaft umzukrempeln.“

ITM: Herr Schöning, worauf kommt es bei einer Banking-Software speziell für mittelständische Betriebe an?
Marco Schöning:
Jede Zielgruppe hat verschiedene Anforderungen an eine Banking-Software. Für mittelständische Betriebe liegt das Augenmerk in erster Linie auf einem reibungslosen und sicheren Zahlungsverkehr, um stets die finanzielle Situation des Betriebs im Blick zu behalten. Dies betrifft nicht nur Bankkonten, sondern umfasst auch Firmenkonten bei E-Commerce-Anbietern oder Kreditkartenzahlungen.

ITM: Wie unterscheiden sich Ihre Lösungen für Privat- und Business-Kunden?
Schöning:
Im Unterschied zu unseren Versionen für Privatkunden haben Business-Anwender mit StarMoney Business 8 beispielsweise die Möglichkeit, individuelle Rechte zu vergeben. Um jedem Nutzer nur das anzuzeigen, was er oder sie benötigt, wurden in der neuen Version weitere Benutzerrollen definiert. Neu sind die Rollen „Leser“ und „Eingeschränkter Erfasser“. So kann auch Mitarbeitern Zugriff auf die Software gewährt werden, die ausschließlich lesen sollen oder nur solche Zahlungen bearbeiten können, die sie selbst angelegt haben.

Bis zu 25 Mitarbeiter im Unternehmen können im Rahmen einer Lizenz individuell arbeiten. Dank Schnittstellen zu Datev und anderen Systemen lassen sich alle Zahlungsdaten direkt in die Buchhaltung überspielen. Zudem lassen sich wiederkehrende Aufgaben durch Vorlagen effizient erledigen. Regelmäßige Zahlungen und Abbuchungen können automatisch in den neu gestalteten Zahlungskalender übernommen werden. Grafisch aufbereitet erleichtert die Darstellung zukünftiger Kontostände somit die vorausschauende Finanz- und Liquiditätsplanung.

ITM: Welche Vorteile bietet Ihre Lösung gegenüber herkömmlichem Online-Banking?
Schöning:
Eine besondere Funktionalität ist die Multibankenfähigkeit. Das bedeutet, der Nutzer kann mit dieser Software all seine Konten bei verschiedensten Banken und Sparkassen gleichzeitig verwalten. Die weiteren Vorteile liegen insbesondere in der Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs sämtlicher Konten in nur einem Programm. Gegenüber dem Online-Banking für jedes Bankkonto separat wird dadurch viel Zeit gespart. Zudem speichert unsere Software unbegrenzt die gesamte Zahlungshistorie des Kunden. Bei Banken ist die Speicherung dieser Daten lediglich für 180 Tage üblich. Neben diesen Komfortfunktionen zeichnet sich StarMoney Business 8 auch durch höchste Sicherheitsstandards aus.

ITM: Worauf wurde bei der Weiterentwicklung der Lösung im Vergleich zur Vorgängerversion und zu anderen Produkten am Markt Wert gelegt?
Schöning:
Für die Weiterentwicklung unserer Software setzen wir auf einen intensiven Austausch mit unseren Kunden und befragen sie regelmäßig zu Themen wie Usability, Workflow und Arbeitsschritte. Unser primäres Ziel ist dabei, Bestandskunden effektiver arbeiten zu lassen und Neukunden vom ersten Schritt an mit den Anwendungsfällen vertraut zu machen. Es gibt kein anderes Produkt, das von mehr Banken und Instituten empfohlen wird. Dadurch können wir sicherstellen, dass die Software mit diesen Banken reibungslos arbeiten kann.

ITM: Welchen Einfluss hat Ihrer Meinung nach die Digitalisierung auf die Bankgeschäfte von Unternehmen?
Schöning:
Verstärkt durch immer kürzer werdende Innovationszyklen und eine schnelle Implementierung von Entwicklungen birgt die Digitalisierung großes Potential, die Bankgeschäfte von Unternehmen nachhaltig und dauerhaft umzukrempeln. Der Autor und Bankenexperte Brett King sagte diesbezüglich: „Banking wird sich in den nächsten zehn Jahren stärker verändern, als es sich in den letzten 100 Jahren geändert hat.“ Davon sind auch wir überzeugt. Trends werden sich schneller ausbreiten und in der Art, Bankgeschäfte abzuwickeln, werden weitere Prozessveränderungen auf uns zukommen.

ITM: Mit Blick auf das Online- und Mobile-Banking, ist die Sicherheit von (Zahlungs-)Daten ein wichtiger Aspekt. Wie gewährleistet Star Finanz diese?
Schöning:
Wir legen höchsten Wert auf Sicherheit. Dazu gehört, dass wir bei Bankgeschäften auf FinTS, eine der momentan sichersten Methoden zum Übertragen von Kundendaten, setzen. Auch der Übertragungsstandard EBICS ist möglich. Darüber hinaus lassen wir unsere Finanzverwaltungs-Software jährlich vom TÜV zertifizieren und überprüfen. Unser Sicherheitssystem nutzt Promon-Sicherheitstechnologie und gewährt so Schutz vor Phishing, Keylogger-Angriffen und Datenmissbrauch – selbst auf infizierten Rechnern.

ITM: Welche Maßnahmen innerhalb Ihrer Services sorgen dafür, dass Rechnungsdaten, Kontonummern und Überweisungen, die immer häufiger auch über mobile Geräte abgewickelt werden, den notwendigen Schutz genießen?
Schöning:
Ergänzend zu den bereits genannten Maßnahmen setzen wir bei unseren Services etwa auf verschlüsselte Datenbanken. Die Rechnungsverarbeitung erfolgt separat über einen auf Sicherheit geprüften Dienstleister und bei der Übertragung von Rechnungsdaten, Kontonummern und Überweisungen integrieren wir etablierte und geprüfte Standards, wie HBCI, FinTS sowie EBICS, dem in Deutschland multibankfähigen Standard für die Übertragung von Zahlungsverkehrsdaten über das Internet.

ITM: Welche weiteren Tipps geben Sie Mittelständlern in Bezug auf ein zeitgemäßes und sicheres Finanzmanagement?
Schöning:
Grundsätzlich empfehlen wir, bei der Wahl einer Finanzmanagement-Software darauf zu achten, dass in ihr etablierte und aktuelle Standards verwendet werden und die Möglichkeit besteht, alle bankrelevanten Daten aus Effizienzgründen an einem Ort zusammenzuführen. Darüber hinaus ist auch die Möglichkeit des automatisierten Datenexports, beispielsweise der Umsätze für die Weiterverarbeitung, ein wesentlicher Vorteil. TÜV-Zertifizierung, regelmäßige Updates und Empfehlungen der Kreditinstitute sind ebenfalls bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Letztlich sollte sich aber auch jeder Business-Anwender seiner eigenen Verantwortung bewusst werden, Passwörter regelmäßig zu ändern und die technische Ausstattung auf einem aktuellen Stand zu halten.

Bildquelle: Star Finanz

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