Einzelhandel: Warum 24Helments Saferpay nutzt

Bargeldloses Bezahlen als Erfolgsfaktor?

Bargeld gerät aus der Mode: Immer mehr Konsumenten zahlen häufiger per Karte oder Handy. Einzelhändler müssen daraus Konsequenzen ziehen – und alternative Bezahlmethoden anbieten. Doch mit welchem Aufwand ist dies verbunden?

Kartenzahlung

Die Art und Weise, wie Menschen für Güter und Dienstleistungen zahlen, verändert sich gerade fundamental. Das bargeldlose Bezahlen rückt in den Vordergrund.

In der Antike und im Mittelalter gab es weder Banknoten noch Buchgeld – Reichtümer bestanden aus schweren Silber- oder Goldmünzen. Große Zahlungen mussten in schweren Truhen durch die Landschaft geschleppt und vor Räubern geschützt werden. Im 17. Jahrhundert kam das Papiergeld in Europa auf. Es löste das Transportproblem, denn es war federleicht. Außerdem konnte es auch in größeren Mengen unter der Kleidung oder in einer Tasche versteckt getragen werden. Die Gefahr, überfallen und ausgeraubt zu werden, sank somit. In heutige Sprache übersetzt stieg damit die Usability: Geldscheine machten das Bezahlen nutzerfreundlicher. Trotz verschiedener Bedenken war etwa hundert Jahre später die Marktdurchdringung komplett und ein Händler konnte es sich nicht leisten, Papiergeld als Zahlungsmittel nicht anzunehmen.

Eine ähnliche – ungleich rasantere –  Erfolgsgeschichte schreiben heute bargeldlose Bezahlmethoden. Händler hegen zuweilen Bedenken gegen sie – etwa, weil sie irrtümlich glauben, dass der Kauf entsprechender technischer Systeme teuer sei und sich wirtschaftlich für sie nicht lohne. Kunden aber schätzen die nutzerfreundlichen Technologien und entwickeln eine neue Erwartungshaltung: Wenn ich auf Amazon, bei Rewe oder bei H&M mit Kreditkarte und E-Wallet zahlen kann, wieso dann nicht auch im Fachgeschäft um die Ecke?

Die großen Handelsketten haben längst begriffen, dass bargeldloses Bezahlen für ihre Kunden vor allem eins bedeutet: Komfort. Einmal an diese Annehmlichkeit gewöhnt, entwickeln sie einen Widerwillen, zum Bargeld zurückzukehren: „Kann ich hier auch mit Karte zahlen?“. Wenn Händler diese Frage mit „nein“ beantworten, ernten sie immer öfter verständnislose Blicke. Denn Kunden sind schlicht nicht mehr bereit, den Umweg zum Geldautomaten in Kauf zu nehmen. Beim nächsten Mal werden sie woanders einkaufen.

Ängstliche Start-ups, zögerlicher Mittelstand


Wenn wir an Unternehmen denken, die technischen Neuerungen verschlossen gegenüberstehen, dann denken wir unweigerlich an das Klischee des Seniorchefs, der verkrustete Traditionen pflegt, über die neue Technik schimpft, die angeblich alles zum Schlechten verändere. Dabei sind es oft auch Gründer tendenziell dynamischer Start-ups und Führungskräfte des Mittelstandes, die äußerst konservativ sein können, wenn es um neue Bezahlmethoden geht. Woher kommt diese Aversion?

Oft handelt es sich um eine psychologische Hürde: Unternehmen wollen agil bleiben und fürchten sich vor dem zusätzlichen technischen und bürokratischen Aufwand, der vermeintlich mit der Einführung des bargeldlosen Zahlens verbunden ist. Auch angeblich hohe Anschaffungskosten schrecken sie ab. Diese erstaunlichen Bedenken rühren oft auch daher, dass Jungunternehmer sich der vielfältigen Möglichkeiten und Modelle in diesem Bereich nicht bewusst sind. Die Gründer eines Unternehmens, das beispielsweise Textilien verkauft, sind eben halt doch meistens Fachleute für Fashionthemen, nicht für Bezahlmodelle. Anhand von konkreten Beispielen lässt sich aber zeigen, dass es durchaus Technologien auf dem Markt gibt, die sich unkompliziert und mit geringem Aufwand implementieren lassen.

Ein Praxisbeispiel: 24Helmets


Wie einfach es sein kann, zeigt 24Helmets.de, ein deutscher Anbieter von Motorradhelmen, -bekleidung und -accessoires mit Sitz in Hamburg. Seit 2009 verkauft und versendet das Unternehmen seine Produkte an Motorradfahrer in der ganzen Welt. Um seinen Kunden bargeldloses Zahlen anbieten zu können, setzt es neben dem Bezahlterminal im Geschäft auf die E-Commerce-Lösung Saferpay von Six Payment Services. Durch die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Dienstleister erhält 24Helmets.de eine Komplettlösung, die vom Kartenlesegerät im Shop bis zur Administration im Backoffice alles abdeckt.

Aber lohnt sich das überhaupt? Wie hoch sind die Anschaffungskosten und was kostet der laufende Betrieb? In der Regel sind Händler überrascht, wie viel sie mit dem richtigen Anbieter sparen können. Auch unterschätzen sie das Umsatzpotential, das sich durch neue Bezahlmethoden erschließen lässt. Beispiel Spontankäufe: Oft hat ein Käufer schlicht nicht genügend Geld dabei, um die tolle Jacke bar zu bezahlen, die er gerade im Schaufenster entdeckt hat. Anstatt zur Bank zu laufen und mit Bargeld wiederzukommen, nimmt er zunehmend sein Smartphone und bestellt das Modell in einem beliebigen Onlineshop. Der Händler hat somit zwar den initialen Kaufimpuls ausgelöst, aber der Umsatz geht ihm durch die Lappen.

Genau besehen handelt es sich bei der Einführung von elektronischen Bezahlmethoden also nicht um einen Kosten-, sondern um einen Erfolgsfaktor, der direkt zum Geschäftserfolg beiträgt. Auch Zweifel, dass der bürokratische Aufwand im Unternehmen explodieren könnte, erweisen sich als unbegründet, wenn Händler den richtigen Partner wählen. Die mühsam und kostspielige „Payment Card Industry Data Security Standard“-Zertifizierung (PCI-DSS), die der Gesetzgeber von jedem Marktteilnehmer verlangt, der mit Kreditkartendaten in Berührung kommt, entfällt etwa, wenn der Payment-Service-Provider über ein entsprechendes Zertifikat verfügt und die Abwicklung der Transaktion vollumfänglich übernimmt.

Die Art und Weise, wie Menschen für Güter und Dienstleistungen zahlen, verändert sich gerade fundamental. Anders als damals, bei der Ablösung der Dukaten, vollzieht sich der Wandel heute aber nicht im Verlauf von Jahrzehnten, sondern binnen weniger Jahre. Wer diese Entwicklung ignoriert, der riskiert Umsatzeinbußen und verpasst Chancen zur Kundenbindung. Händler sollten sich deshalb jetzt nach Partnern umsehen, die sie bei der Einführung bargeldloser Bezahlmethoden unterstützen können.

Bildquelle: Fotolia/Daniel Jedzura

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