Homeoffice-Studie

Berufliches und Privates werden vermischt

Homeoffice, Homeschooling, Kleinkinderbetreuung zuhause und dazu abendliche Unterhaltung am Rechner: Eine klare Abgrenzung zwischen beruflicher und privater Gerätenutzung bleibt zunehmend auf der Strecke. So nutzen 38 Prozent der Deutschen ihren privaten Computer daheim für die Arbeit, wie eine aktuelle Studie belegt.

Homeoffice von der Couch aus

Zu Hause fällt die Trennung zwischen Beruflichem und Privatem jedoch oft schwer, zumindest was die Hard- und Software angeht.

Zur viel zitierten „neuen Normalität“ in Corona-Zeiten gehört das Arbeiten von Zuhause. Eine Veränderung, die Arbeitnehmer in Deutschland unterschiedlich wahrnehmen. So haben 27 Prozent der Befragten in Deutschland der Kaspersky-Studie das Gefühl, dass ihnen das Homeoffice mehr Zeit für berufliche Tätigkeiten abverlange, 36 Prozent sind dagegen der Meinung, nun mehr Zeit für Privates zu haben. Hintergrund sind wohl der Wegfall von Fahrten zum Arbeitsplatz und von Dienstreisen.

Zu Hause fällt die Trennung zwischen Beruflichem und Privatem jedoch oft schwer, zumindest was die Hard- und Software angeht. So nutzen 28 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland nicht nur ihre privaten Geräte, sondern auch die private E-Mail-Adresse für dienstliche Zwecke – etwa jeder Dritte nun sogar öfter als zuvor. Auch beliebte Messenger-Dienste wie Whatsapp oder der Facebook-Messenger würden zu Hause von 24 Prozent der Deutschen dienstlich verwendet, ohne dass eine Genehmigung des Arbeitgebers vorliegt.

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Desweiteren hat Corona das Bedürfnis nach Informationen massiv erhöht. Etwa die Hälfte der befragten Arbeitnehmer rufen vermehrt Nachrichtenseiten auf. 18 Prozent verwenden dafür vom Arbeitgeber gestellte, jedoch 43 Prozent eigene Geräte, mit denen auch gearbeitet wird. Dadurch steigt die Gefahr von Malware-Infektionen im Unternehmensnetzwerk. Selbst vor der Nutzung für heikle und private Themen sind Leihgeräte des Arbeitgebers offenbar nicht gefeit: 17 Prozent surfen damit auf Seiten, deren Inhalt eindeutig nur für Erwachsene bestimmt ist.

Um Sicherheitsrisiken zu verringern, rät der IT-Security-Anbieter dazu, ...
› ... regelmäßig Online-Schulungen für Mitarbeiter zu wesentlichen Bereichen wie Umgang mit Passwörtern und Account-Daten, E-Mail-Sicherheit oder Endpoint-Security durchführen.
› ... alle Geräte, Software, Anwendungen und Dienste regelmäßig mit den neuesten Updates zu versehen.
› ... eine bewährte Sicherheitslösung auf allen Endpoints inklusive mobiler Endgeräte zu verwenden und eine Firewall einzurichten.
Quelle: Kaspersky

Bildquelle: Gettyimages/iStock

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