Bündelung aller Ressourcen

Brillanter Umzug in die Cloud

Bei Ehinger Schwarz, einem Traditionshaus für edlen Schmuck, wurde die komplette Unternehmensstruktur „cloudifiziert“. Während die gesamte Lösung auf Azure basiert, bildet Windows Virtual Desktop das Herzstück des neuen Nutzererlebnisses.

  • Schmuckmanufaktur Ehinger Schwarz

    Den Schmuck von Ehinger Schwarz findet man in Stores in Ulm, München, Sindelfingen, Stuttgart, Frankfurt am Main, Köln, Essen, Düsseldorf, Hamburg und Leipzig sowie bei ausgewählten Partnerjuwelieren.

  • Ring von Ehinger Schwarz

    Die Schmuckmanufaktur aus Ulm entwirft und fertigt seit 1876 ungewöhnliche Schmuckideen von höchster Qualität.

  • Thorsten Botzenhardt

    Thorsten Botzenhardt ist kaufmännischer Leiter bei der Schmuckmanufaktur Ehinger Schwarz.

Ursprünglich lief die IT von Ehinger Schwarz in einem lokalen Rechenzentrum (RZ) in Ulm. Trotz des Support-Vertrags mit IT Sure bedeutete der Betrieb des RZ nach wie vor eine Menge Arbeit für die interne IT-Abteilung des Traditionshauses. Das Arrangement habe funktioniert, wenn auch etwas behäbig. Gleichzeitig blieben damit aktuelle, attraktive Möglichkeiten der Technologie ungenutzt, erinnern sich die Beteiligten. Musste ein Endgerät bei Ehinger Schwarz damals auf die Ressourcen des Rechenzentrums wie etwa eine dort liegende Datenbank zugreifen, machte der Datentransfer stets einen Umweg. Gerade nach der Einführung einer neuen performanten Enterprise-Resource-Planning-Lösung (ERP), nämlich Microsoft Navision, war es dem Anwender ein großes Anliegen, den Performancegewinn voll auszuschöpfen.

Der Schmuckexperte beschäftigt an seinen Standorten knapp 100 Mitarbeiter, von denen 60 einen IT-Arbeitsplatz benötigen. Dabei sind die Anforderungen unterschiedlich. Denn je nach Rolle im Unternehmen benötigen Mitarbeiter ihre spezifischen Apps und Benutzeroberflächen. Mitarbeiter in den Stores sind für die erfolgreiche Abwicklung des Tagesgeschäfts auf ein stabiles Warenwirtschaftssystem angewiesen, das jederzeit verfügbar ist. Aber auch die Inhouse-Abteilungen in der Ulmer Zentrale – wie die Finanzbuchhaltung oder die Design-Teams – sind besonders auf die schnelle Verfügbarkeit der IT sowie die Aktualität der Daten, die sie bei Bedarf schnell und problemlos austauschen können müssen, angewiesen.

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Tradition küsst Moderne

Das Schlüsselelement, das alle Vorteile für den Anwender, also die Mitarbeiter selbst, zusammenbringt, ist Windows Virtual Desktop (WVD). Das Gute daran ist, dass jedem Mitarbeiter eine persönliche virtuelle Oberfläche mit einem stets aktuellen Windows-10-Betriebssystem zur Verfügung steht, von der er – egal von welchem Ort aus – zugreifen kann. „Uns war es besonders wichtig, unseren Mitarbeitern die größtmögliche Flexibilität zu bieten. Ob in der Filiale, im Büro oder im Home Office − unsere Mitarbeiter können nun ihre Tools und Daten sicher und ohne weitere Software von jedem Gerät aus nutzen“, so Thorsten Botzenhardt, CFO bei Ehinger Schwarz.

Die Probleme eines herkömmlichen Büros gehören damit der Vergangenheit an. Großer Pluspunkt: Die Mitarbeiter benötigen für die moderne, schnelle Arbeitsweise so gut wie keine Schulung, da sie mit der Windows-10-Oberfläche beruflich und privat lange vertraut sind. Dies ist auch der Schlüsselfaktor für die große Akzeptanz des Systems ab Stunde eins.

Geschliffen klare Performance

Der Vorteil der Cloud-Lösung liegt in der Bündelung aller Ressourcen an einem Ort. Zunächst einmal migrierte IT Sure die Geschäftsdatenbank auf SQL-Basis von Ehinger Schwarz in eine gemanagte Instanz. Dieser Schritt machte den Weg frei, alle Rechenlasten und Anwendungen in der Cloud laufen zu lassen. Die ERP-Lösung kann direkt auf die Datenbank zugreifen und selbst größte Datenmengen in kurzer Zeit bereitstellen. Im Hinblick auf ein zukünftig geplantes Projekt zur Auswertung und Visualisierung von Daten mit Power BI schlummert hier viel Potenzial. Die virtuellen Maschinen und Server auf Azure werden vom Dienstleister mit ausreichend Leistung bestückt, sodass alle Anwendungen flüssig laufen. Die Finanzbuchhaltung erledigt Buchungen in kurzer Zeit, die Design-Teams kollaborieren und tauschen Entwürfe in Echtzeit aus.

Für das Traditionshaus läuft der Hauptteil des Geschäfts am Wochenende. Gerade im Saisongeschäft ist die Abhängigkeit von einer zuverlässig funktionierenden Lösung besonders hoch. Früher konnte es passieren, dass Speicher, die im Zusammenhang mit den Kassensystemen standen, über die Wochenenden an ihre Kapazitätsgrenzen stießen und den Betrieb lahmlegten. Thorsten Botzenhardt und Henry Wegner, Leiter IT bei Ehinger Schwarz, erläutern: „Der Großteil an Schmuck wird samstags verkauft. Da wird eine sicher verfügbare, kontinuierlich hoch performante IT zum geschäftskritischen Faktor, denn ohne Kassensystem läuft im Einzelhandel nichts.“

Mit der zu 99,9 Prozent garantiert verfügbaren Azure-Plattform sind Ausfälle Schnee von gestern. Die Ressourcen sind flexibel skalierbar und lassen sich bei Bedarf schnell aufstocken. „Die einfache, immer einheitliche und stets aktuelle Oberfläche unserer IT kommt den flexiblen Anforderungen unseres bundesweiten Ladenverkaufsnetzes entgegen“, fasst Thorsten Botzenhardt zusammen.

War die interne IT zuvor zu großen Teilen an den Betrieb eigener Server-Landschaften gebunden, werden nun neue Potenziale für einen echten Beitrag zur Wertschöpfung frei. Die IT-Verantwortlichen können die Lösung heute so unkompliziert managen, dass sie Performancedaten in Echtzeit abrufen oder sogar ganze Server über einige Klicks auf ihrem Smartphone neu starten können.

Kurz und knapp

Im Interview mit Thorsten Botzenhardt
Alter:
42 Jahre
Werdegang:
bis 2015 kaufmännischer Leiter und Prokurist bei Mocopinus
Derzeitige Position:
seit 2015 kaufmännischer Leiter bei Ehinger Schwarz

In unserem Betrieb spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) im folgenden Bereich die wichtigste Rolle ...
... in den Bereichen der Filialen, da diese nur über die ITK an das Unternehmen angebunden sind, und des Online-Shops.

In unserer Branche muss IT-seitig in der Regel am meisten investiert werden in ...
... Anpassungen des ERP-Systems und des Online-Shops, da hier immer wieder neue Prozesse und Änderungen anstehen.

Die notwendigen Mittel vorausgesetzt würde ich sofort folgendes ITK-Projekt anstoßen ...
... ein Archivierungssystem sowie die Erneuerung der Endnutzer-Hardware.

Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich, dass ...
... diesen die Problematiken im Mittelstand bewusst sind und generell nicht zu „groß“ gedacht wird.

Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass ...
... dieser jederzeit verfügbar ist und eine einfache bzw. schnelle Lösung zur Verfügung hat.

Bildquelle: Ehinger Schwarz

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