Logistikdrehscheibe

Cargo-Bay: Online-Frachtenbörse aus Bielefeld

Cargo-Bay ist eine Online-Frachtenbörse, die gleichzeitig Handelsplattform und Netzwerk für Auftraggeber und Transportdienstleister ist. Im Interview erklärt der Gründer und Spediteur Max Dering sein Bielefelder Start-up.

Max Dering  Cargo Bay

„Besonders profitieren Unternehmen, die bislang keine Speditions-Software einsetzen.“ Max Dering startete 2015 mit einer Online-Börse für den Frachtenversand.

IT-Start-ups müssen nicht immer aus dem Silicon Valley kommen, es kann auch einmal der Fuß des Teutoburger Waldes sein. In Bielefeld gründete der Spediteur Max Dering Ende 2015 das Unternehmen Cargo-Bay – eine Online-Frachtenbörse, die gleichzeitig Handelsplattform und Netzwerk für Auftraggeber und Transportdienstleister ist.

ITM: Herr Dering, warum sollten Verlader eine Frachtenbörse nutzen?
Max Dering:
Vor allem erleichtern Frachtenbörsen das Einholen von Angeboten. Unternehmen können ihre geplanten Frachten im System einstellen und Transportunternehmen geben ihre Angebote ab. Das alles funktioniert mit wenigen Klicks und ohne zusätzliche Gebühren, die sonst durch Frachtvermittler anfallen können. Außerdem erstellt unsere Frachtenbörse über die Auftragsabwicklung automatisiert die Frachtpapiere und speichert sie revisionssicher. Während andere Frachtenbörsen sich z. B. auf den Straßentransport konzentrieren, decken die Speditionen bei Cargo-Bay übrigens alle Frachtarten ab, auch den Seeweg und die Schiene.

ITM: Welche technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Börse erfolgversprechend nutzen zu können?
Dering:
Als browser-basierte Cloud-Lösung ist der Zugriff von überall aus möglich, natürlich auch über mobile Endgeräte. Das ist besonders wichtig für selbstständige Fahrer, die jederzeit Zugriff auf das System haben möchten.

ITM: Für wen ist die Software geeignet und wie kann man das System an bestehende IT-Strukturen anbinden?
Dering:
Grundsätzlich ist das System für alle Unternehmen sinnvoll, die Frachten versenden wollen. Besonders profitieren können aber Firmen, die bislang keine eigene Frachtverwaltung oder Speditions-Software einsetzen. Denn sämtliche Kommunikationsprozesse im Zusammenhang mit der Fracht können über die Plattform abgewickelt werden. Aktuell arbeiten wir außerdem an Exportschnittstellen (XML und CSV) und einer API-Universalschnittstelle, um die Anbindung an Enterprise-Software-Systeme zu vereinfachen. Bei Großprojekten ist auch die Schaffung individueller Schnittstellen möglich.

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