Flexibler Standard

CDO legt Wert auf gute Usability

Immer häufiger ist er in den Führungsetagen großer Unternehmen zu finden: Der Chief Digital Officer (CDO). Auch bei der Rile Group treibt er inzwischen alle digitalen Themen voran – etwa, wenn es um das ERP-System geht. Neben einer hohen Prozessabdeckung haben für ihn vor allem auch Themen wie die flexible Anpassbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und ein partnerschaftliches Verhältnis zu Lieferanten einen hohen Stellwert.

  • CDO legt Wert auf gute Usability

    Die Rile Group wurde 1946 gegründet und beschäftigt 450 Mitarbeiter.

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    Wir verfolgen das Ziel, überall da, wo es sinnvoll und machbar ist, einheitliche Prozesse über alle Werke hinweg zu etablieren“, betont Siegfried Weber.

Siegfried Weber ist seit einem Jahr CDO der Rile Group. Ein Job, der Datenverständnis, Mut und Überzeugungskraft erfordert. Er trägt nicht nur die Hauptverantwortung für die gesamte Unternehmens-IT, sondern auch für ihre zukünftige strategische Ausrichtung. Bei einem facettenreichen Unternehmen wie Rile ist das eine echte Herausforderung. Denn als internationaler Zulieferer der Investitionsgüterindustrie, des verarbeitenden Gewerbes sowie des Maschinenbaus und der Luftfahrtindustrie bietet die Unternehmensgruppe eine bunt gefächerte Produkt- und Servicepallette: mechanisch bearbeitete Werkstücke und Baugruppen (CNC-Zerspanung und Präzisionsfertigung), Carbonverarbeitung, additive Fertigung, Sondermaschinen- und Anlagenbau, Automatisierungstechnik und Robotik, Logistikberatung sowie Arbeitnehmerüberlassung im Bereich mechanische und elektrische Montage. 

Etablierte, gewachsene Unternehmensbereiche wie z.B. die Zerspanung stehen jungen Abteilungen wie dem 3D-Druck oder der Carbonfertigung (Verarbeitung) gegen-
über – mit entsprechend anderen Strukturen. So hat es Rile in der Zerspanung in aller Regel mit sehr kleinen Losgrößen und langen Laufzeiten zu tun. Zudem kommen viele verschiedene Maschinen zum Einsatz. Für die Fertigung von Composite-Komponenten sind hingegen viel Handarbeit, Agilität, eine streng geregelte Dokumentation und nicht zuletzt Schnelligkeit gefragt. Nicht umsonst landet manch ein Teil am Ende in einem Rennsportwagen. „Genau hier liegt eine wesentliche Herausforderung an unser ERP-System. Denn diese Unterschiede schlagen sich auch in den Fertigungsabläufen nieder und müssen abbildbar sein. Gleichzeitig verfolgen wir aber auch das Ziel, überall da, wo es sinnvoll und machbar ist, einheitliche Prozesse über alle Werke hinweg zu etablieren“, führt Siegfried Weber aus. 

Rile setzt hierfür schon seit über 20 Jahren auf die ERP-Suite PSIpenta des Berliner Software-Herstellers PSI Automotive & 
Industry. Zuletzt ist das Unternehmen auf die neueste Version der ERP-Suite und damit auf die neue Software-Plattform des Anbieters gewechselt. Sie löst die eher monolithischen Strukturen in der klassischen Software-Welt ab und bietet ein leistungsfähiges, skalierbares Framework. „Die Bedeutung agiler, flexibler Strukturen nimmt immer weiter zu. Das heißt, dass wir in der Lage sein müssen, sehr schnell auf veränderte Marktbedingungen, vor allem aber auf Kundenwünsche reagieren zu können. Prozesse ändern sich also mitunter deutlich schneller als noch vor zehn Jahren“, so der CDO. „Umso mehr profitieren wir heute davon, dass sich unser ERP-System flexibel konfigurieren lässt und Anpassungen dennoch zu 90 Prozent Teil des Standards sind.“ 

Individuell anpassbare Oberflächen erleichtern die Arbeit 

Für Siegfried Weber gehen damit auch gut durchdachte Bedienkonzepte einher. Die bietet das sogenannte Click-Design der bei Rile eingesetzten Lösung.  Mithilfe eines grafischen Editors konfigurieren die User z.B. Menüs, Detailansichten, Listen- und komplexe Tabellendialoge und speichern diese in Profilen – entweder in Abhängigkeit ihrer Rollen, Aufgaben oder des Datenbereichs oder angepasst an individuelle Bedürfnisse und Arbeitsweisen. Felder, die für eine Aufgabe nicht relevant sind, lassen sich einfach ausblenden, andere in eine optimale Reihenfolge und auf die passende Größe bringen oder entsprechend ihrer Wichtigkeit einfärben. „Am besten lässt sich der Effekt vielleicht an den kombinierten bzw. konfigurierbaren Dialogen erklären, die sich jeder User individuell zusammenklicken kann“, erklärt Weber. „Ein Beispiel: Ich definiere einen ‚Artikel-Dialog‘ und nutze als führendes Objekt das Business Object ‚Artikel‘. Diese Tabelle kann ich nun mit weiteren Objekten, z.B. Stückliste, Arbeitsplan und Lagerbestand, verknüpfen. Der User sieht folglich alle relevanten Informationen zu dem Artikel sowie deren Abhängigkeiten auf einen Blick und kann diese voll funktionsfähig bearbeiten. Wechselt er zu einem anderen Artikel, sieht er auch diesen in der definierten Dialoge-Struktur bzw. -Kombination“, erläutert Weber. In vielen anderen Systemen muss der Artikel-Dialog verlassen werden, um etwa die Stückliste anzuschauen, oder aber es lässt sich über eine endlose Reiterleiste immer nur eine weitere Abhängigkeit in Kombination darstellen. Die Arbeit mit konfigurierten Dialogen ist folglich erheblich effizienter und im wahrsten Sinne des Wortes anwenderfreundlich. Die Begeisterung und Lust alle angebotenen Optionen auch wirklich auszuschöpfen, gibt Siegfried Weber gerne seinen Mitarbeitern mit – nicht zuletzt, weil er weiß, welche Rolle die Zufriedenheit und Motivation der User letztlich für jedes digitale Projekt spielt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Als Siegfried Weber zu Rile kam, war das ERP-System schon seit über 20 Jahren im Einsatz. Und er sieht es auch zukünftig als Datenrückgrat seines Unternehmens. Denn nicht nur funktional entspricht es den Anforderungen des CDO. Gerade auch Themen wie die flexible Anpassbarkeit und Usability sind für ihn Faktoren, die erheblich in eine erfolgreiche Zukunft einzahlen. Genau für die ist Rile mit seinem CDO und ERP-System bestens gerüstet. 

Bildquelle: Rile Group

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