St. Georg nutzt Managed Services

Cloud für mehr Gemeinschaft

Hohe Kosten, aufwendige Pflege und Wartung und die schwierige Anforderung, stets auf dem neuesten Stand der Technik zu sein: Dieser Probleme hat sich das Sozialwerk St. Georg durch die Zusammenarbeit mit einem Managed Service Provider (MSP) entledigt. Eigene Hardware oder gar ein eigenes Rechenzentrum sucht man bei dem Sozialwerk heute vergebens. Weil klassische Anwendungen, etwa von Microsoft, ausgelagert wurden, bleibt nun mehr Zeit für das Wesentliche – das stimmt Klienten und Mitarbeiter zufrieden.

  • Fassade des Sozialwerk St. Georg e.V.

    Der Sozialwerk St. Georg e.V. beschäftigt rund 2.700 Angestellte. ((Bildquelle: Sozialwerk St. Georg e.V.))

  • Thomas Grigo vom Sozialwerk St. Georg

    Für Thomas Grigo, der beim Sozialwerk St. Georg die IT verantwortet, ist klar, dass auf lange Sicht kein Weg an der Cloud vorbeiführt.

„Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man sich auf die Aufgaben konzentriert, auf die man spezialisiert ist. Aufgaben, die andere besser ausführen können, sollte man hingegen auslagern“, sagt Thomas Grigo. Für den Ressortleiter IT und Telekommunikation beim Sozialwerk St. Georg in Gelsenkirchen bedeutet das: Der Systembetrieb und klassische Anwendungen wie Microsoft Outlook oder Navision werden extern gemanagt. Und zwar in der nach ISO 27001 zertifizierten Cloud des Dortmunder Anbieters ahd. Andere Anwendungen wie z.B. branchenspezifische Software werden von Grigo und seinem Team gepflegt. Durch diese Arbeitsteilung können sich die Mitarbeiter des Sozialwerks auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren und sich stärker auf ihre Klienten fokussieren. So steigt beim Personal die Arbeits- und bei den Klienten die Lebensqualität.

Mit Managed Services zu mehr Teilhabe und Datenschutz

Diesem Ansatz kommt gerade vor dem Hintergrund der baldigen Einführung des Bundesteilhabegesetzes eine wachsende Bedeutung zu. Das Gesetz soll Menschen mit Assistenzbedarf mehr Teilhabe und mehr Selbstbestimmung ermöglichen und sieht u.a. die Wahlfreiheit des Wohnortes vor. Die Folge: Auch soziale Einrichtungen wie St. Georg sehen sich einem steigenden Konkurrenzdruck ausgesetzt. „Eine Möglichkeit, um attraktiv zu bleiben, ist es, neue digitale Mehrwerte für die Bewohner zu schaffen“, erklärt Grigo. „Der Umzug unserer IT-Landschaft in die Cloud hat die dafür nötigen Freiräume geschaffen.“ Diese neu gewonnenen Freiräume können etwa zur Prozessoptimierung oder zur Implementierung digitaler Systeme für die Klientenbetreuung genutzt werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Eine weitere Herausforderung stellt die DatenschutzGrundverordnung (DSGVO) dar. Diese gilt auch für Unternehmen, die im sozialen Umfeld tätig sind. Denn hier werden besonders viele sensible Daten verarbeitet, um beispielsweise in einem gesundheitlichen Notfall alle nötigen Informationen vorzuhalten. Doch unterliegen diese Daten nach DSGVO einem besonderen Schutz. So gilt es u.a., sie vor Manipulation, Fälschung oder dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Die Einhaltung der Vorschriften muss zudem jederzeit nachweisbar sein und Datensätze müssen, wenn vom Betroffenen gewünscht, vollständig gelöscht werden können. Weil die Daten des Sozialwerks in der Cloud liegen, sind sie bestmöglich geschützt und die umfangreichen Anforderungen der DSGVO werden erfüllt. Statt also selbst den aufwendigen Aufbau von DSGVO-konformen Strukturen zu realisieren, setzt Grigo auf die Managed Services der ahd und bewegt sich so auf „juristisch festem Boden“. Dabei betont der IT-Experte auch, dass gerade bei solchen Diensten ein gewisses Vertrauen zum Anbieter herrschen muss.

Cloud war der richtige Weg

Belegt wird dieses Vertrauen auch durch die Vertragsverlängerung zwischen dem Sozialwerk und dem MSP, die Ende 2018 stattgefunden hat. „Die Basis für unsere Partnerschaft ist eine offene und ehrliche Kommunikation“, betont Grigo. Diese habe schon vor rund fünf Jahren bestanden, als er die Auslagerung des klassischen IT-Betriebs in die Cloud vorantrieb. Damals war St. Georg – vor allem im sozialwirtschaftlichen Umfeld – mit diesem Schritt ein Vorreiter. Blickt Grigo heute zurück auf das bisher Erreichte, fühlt er sich bestätigt. „Damals haben wir die Zeichen der Zeit recht früh erkannt und davon profitiert: Die Migration in die Cloud hat zu reduzierten Kosten, mehr Gestaltungsraum sowie zu erhöhter Sicherheit und Transparenz geführt.“ Dementsprechend ist sich der IT-Experte sicher: „Wer sich dem Thema Cloud heute immer noch verschließt, wird in Zukunft abgehängt.“

Sozialwerk St. Georg e.V.

  • Standort: Gelsenkirchen
  • Gründungsjahr: 1952
  • Geschäftsfeld: soziale Dienstleistungen
  • Mitarbeiter: rund 2.700

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