SAP-Einsatz bei Beate Uhse

Cloud sorgt für prickelnde Stimmung

Um für den Wettbewerb im wachsenden Online-Markt für Erotikprodukte gut gerüstet zu sein, nutzt das Traditionsunternehmen Beate Uhse CRM-Lösungen von SAP. Damit verschmelzen die Hamburger ihren Webshop und die Filialen miteinander und möchten das Einkaufserlebnis für die Kunden personalisieren.

Cloud sorgt für prickelnde Stimmung

Der Erotikwarenspezialist Beate Uhse möchte mit SAP-Produkten das Kundenerlebnis auf seiner Homepage verbessern.

Von Liebesperlen bis Leder-BHs: Erotikartikel sind gefragt. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Research and Markets wird das Geschäft bis 2023 auf rund 35 Milliarden US-Dollar Umsatz steigen – ein Wachstum von gut 50 Prozent seit 2017. Ein Trend, von dem vor allem das Online-Geschäft profitieren soll. Vorausgesetzt, Händler bieten ihren Kunden auch hier personalisierte Angebote, professionelle Beratung und zeitgemäße Technologie: Statische, rein textbasierte Webseiten mit langen Ladezeiten verlieren. Vielmehr gewinnt derjenige Anbieter, der den Nutzern ein aktives Online-Erlebnis bieten kann – etwa mit 3D-Abbildungen, intelligenten Chatbots oder Expertenbeiträgen.

Craig Wheeler hat diesen Trend erkannt. Der CEO von Beate Uhse treibt nach der Insolvenz von 2017 und der Umstrukturierung des Unternehmens den Marken-Relaunch unter dem Motto „be you“ voran. Das Ziel: den Internetauftritt modernisieren, um die gestiegenen Ansprüche der Online-Kunden erfüllen zu können. „Wir arbeiten derzeit am Launch eines neuen Internetauftritts ab September 2019“, sagt Wheeler. „Über die neue Website wollen wir den Kontakt mit unseren Kunden intensivieren, ihnen unsere Produkte besser erklären und sie zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit anderen ermuntern.“

Wasserdichter Datenschutz

Das Ziel der neuen Plattform ist ein Online-Kundenerlebnis, bei dem die Käufer mit einem personalisierten Produktfinder schnell eine Auswahl aus den rund 10.000 Artikeln treffen und sich in redaktionellen Beiträgen und Leitfäden Rat für ihr Liebesleben holen können. Voraussetzung für ein solches Einkaufserlebnis: eine flexibel skalierbare IT-Infrastruktur – etwa durch Cloud-Lösungen und Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM).

Die neue Lösung soll künftig ein digitales Frontoffice beinhalten, sich nahtlos in betriebswirtschaftliche Abläufe im Backend einfügen und in puncto Datenschutz und Datensicherheit absolut wasserdicht sein. Die Wahl fiel auf die Commerce Cloud und die Customer Data Cloud aus dem Hause SAP, die vor allem wegen der DSGVO-Compliance überzeugt habe. Damit erhalte Beate Uhse eine E-Commerce-Lösung, mit der das Unternehmen dank Kundenidentitätsmanagement nicht nur einen 360-Grad-Blick auf die Kunden hat, sondern auch alle bereits bestehenden ERP-, CRM- oder Supply-Chain-Systeme anbinden kann.

Mehr Umsatz durch flexible Plattform

Die neue, erweiterbare Infrastruktur passt auch zu den Expansionsplänen des Unternehmens. In mehr als 30 Ländern sollen die Lösungen in den kommenden zwölf Monaten zum Einsatz kommen. Aktuell ist der Erotikartikelspezialist in Frankreich, Deutschland, Belgien, Österreich, den Niederlanden, der Tschechischen Republik und im Vereinigten Königreich tätig. „Die Flexibilität der Plattform und unsere Vision werden uns ermöglichen, das Shopping-Erlebnis im Online-Erotikshop auf genau das Niveau zu bringen, das in der Modebranche schon erreicht ist.“

Dass dieser Plan bereits funktioniert, zeigen auch die Zahlen. Aufgrund der Umstrukturierung und der aktuellen Online-Präsenzen habe das Unternehmen den Umsatz im Online-Geschäft schon heute steigern können.

 

Bild: Beate Uhse AG

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