Traditionskellerei mit neuem ERP-System

Darauf ein Gläschen

Das Trierer Traditionsunternehmen Bernard-Massard will seinen digitalen Wandel mit einem neuen ERP-System vorantreiben. Dabei setzt es auf eine Unternehmenssoftware des Mainzer Anbieters Godesys.

Sektgläser

Bei der Traditionskellerei Bernard-Massard kann mit den hauseigenen Erzeugnissen auf einen baldigen ERP-Wechsel angestoßen werden.

Hochwertiger Sekt aus Deutschland, Weine und Spirituosen aus Europa und Übersee sowie Sirup und Liköre für Cocktails oder Kaffeegetränke – das ist das Kerngeschäft der traditionsreichen Sektkellerei Bernard-Massard, die jüngst ihr hundertstes Firmenjubiläum feierte. In Zeiten der Digitalisierung will das Unternehmen nun sicherstellen, dass es über eine leistungsfähige IT-Infrastruktur verfügt. Daher setzen die Kellerei aus Trier künftig auf die Unternehmenssoftware des Mainzer ERP-Anbieters Godesys. In einem kurzen, aber intensiven Auswahlprozess überzeugte dessen ERP die Entscheider.

Unter der Dachmarke Bernard-Massard verkauft die Vinco Import GmbH, zu der auch die Wein- und Sektkellerei Langenbach gehört, eine große Bandbreite alkoholischer und alkoholfreier Getränke. Neben Sekt, Weinen und Hochprozentigem hat sich die Unternehmensgruppe seit Mitte der 1990er einen Namen damit gemacht, dass sie exklusiv das Sortiment an Sirup und Likören des französischen Weltmarktführers Monin vertreibt. Der Fokus des Geschäftsmodells liegt auf der klassischen Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels zuzüglich der Gastronomie für Monin-Produkte und des Getränkefachhandels. Auf dem deutschen Markt arbeitet der Anbieter mit 50 freien Handelsvertretungen und beschäftigt zudem etwa 15 eigene Vertriebsmitarbeiter.

„Wir haben erkannt, dass unser ERP-System, das von unserer hauseigenen EDV-Abteilung selbst programmiert wurde, nach 20 Jahren im Einsatz nicht mehr zukunftsfähig ist“, erklärt Bernhard Mohr, Geschäftsführer von Bernard-Massard. Die Programmiersprachen und Betriebssysteme seien nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik gewesen und um die Funktionsfähigkeit der IT gewährleisten zu können, sei ein neues ERP-System benötigt worden. Im umfangreichen zweimonatigen Auswahlprozess mit Gesprächen und zwei intensiven Workshops setzten sich die Mainzer ITler gegen zwei andere Anbieter durch. „Neben dem Preis-Leistungsverhältnis überzeugt uns der hohe Grad an Flexibilität, den das System bietet. Beispielsweise lassen sich individuelle Makros aus unser IT-Abteilung relativ einfach einbinden, so dass wir bei Bedarf kleinere Anpassungen selbst durchführen können, ohne den Standard zu verändern“, so Mohr.

Anspruchsvolles Datenmanagement und mobiles ERP auf dem Vormarsch

Bernard-Massard befinde sich zurzeit noch in der Implementierungsphase und werde das neue ERP ab dem Jahreswechsel verwenden. Somit lasse sich auch schon direkt das Release 6 des Anbieters, das ab Oktober 2019 verfügbar sein wird, nutzen. Von den 75 Mitarbeitern werden rund 40 die umfassenden Funktionen des neuen ERP-Systems nutzen. Neben der bekannten Funktionalität des alten Systems verspricht sich die Geschäftsführung vor allem eine zeitgemäße Art der Datenauswertung, -selektion und des Datenmanagements. Neue Wege gehen die Anwender mit Modulen und Anwendungen, die bisher nicht zu ihrer ERP-Landschaft gehörten – darunter Key-Kunden-Betreuung mit allen anhängenden Vertrags- und Konditionsmodulen, Reklamation und Retourenmanagement sowie der Aspekt mobiler ERP-Funktionalität, der künftig verstärkt werden soll. Geplant ist, dass zunächst Mitarbeiter des Außendiensts die mobilen Funktionen nutzen und testen mit der Option, später auch die Handelsvertreter einzubinden.

Bild: AdobeStock/Lightpoet

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