Gehaltsvergleich

Das verdienen gefragte IT-Spezialisten

Entwickeln, verwalten, beraten: IT-Berufe haben viele Facetten. Entsprechende Spezialisten sind stark nachgefragt.

Münzstapel

Kleine, aber feine Unterschiede: Positionen im unteren Management können einen deutlichen Unterschied machen.

Im ersten Halbjahr 2018 wurden 43 Prozent mehr IT-Stellen ausgeschrieben als noch vor sechs Jahren. Das zeigt der StepStone Fachkräfteatlas, für den die Online-Jobplattform seit 2012 Stellenausschreibungen auf allen relevanten Online- und Print-Plattformen auswertet. Besonders viele offene Stellen für IT-Fachkräfte gibt es derzeit in Hamburg, auch Berlin und Bremen sowie der süddeutsche Raum verzeichnen hohen Bedarf. Passend dazu liegen die Gehälter in der IT vor allem in Bayern und Baden-Württemberg überdurchschnittlich hoch. Doch IT ist nicht gleich IT – das zeigt der Stepstone Gehaltsplaner, der auf mehr als 200.000 Datensätzen basiert. Die vorliegende Auswertung beleuchtet die Gehälter in fünf häufigen IT-Berufen.

SAP-Berater: In Hessen gibt es gut bezahlte Jobs

Ihr Beruf trägt den Namen der Software in sich, die sie in Unternehmen einführen: SAP-Berater implementieren SAP-Module für Geschäftsprozesse wie Buchhaltung oder Logistik. Damit verdienen sie durchschnittlich 65.800 Euro brutto im Jahr. Regional flexible Fachkräfte dieser Kategorie können ihr Einkommen steigern und finden zum Beispiel in Hessen besonders gut bezahlte Jobs (+7 Prozent). Mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung steigt das Gehalt von SAP-Beratern bis zu 15 Prozent. Gehälter von Frauen liegen 6 Prozent unter dem Schnitt.

IT-Consultants: Personalverantwortung macht sich bezahlt

64.200 Euro beträgt das gemittelte Jahresgehalt von IT-Consultants, die Unternehmen rund um Systeme und Projekte mit Blick auf Informationstechnologie beraten sowie Einrichtung und Wartung praktisch begleiten. Männliche Spezialisten verdienen 19 Prozent mehr als weibliche. Wer Personalverantwortung trägt, erreicht im Schnitt ein 35 Prozent höheres Brutto. Bleibt das Gehalt mit sechs bis zehn Berufsjahren noch 9 Prozent unter dem Gehaltsmittel, steigt der Durchschnittsverdienst mit elf bis 25 Berufsjahre auf 74.500 Euro.

Software-Entwickler: Hohe Gehälter im Maschinenbau

Sie analysieren, konzipieren, programmieren: Ganz oder in Teilen generieren Software-Entwickler EDV-basierte Anwendungen. Auf ihrem jährlichen Gehaltsscheck stehen durchschnittlich 57.700 Euro. Besonders attraktiv für diese Gruppe ist die Fahrzeugbau- und -zuliefererbranche. Dort verdienen Software-Entwickler 9 Prozent mehr gegenüber dem Gehaltsmittel. Ein Job im Maschinen- und Anlagenbau bringt sogar ein Plus von 12 Prozent. Fachkräfte, die in der IT-Branche arbeiten, verdienen 6 Prozent weniger als der Durchschnitt.

Systemadministratoren: Akademiker liegen vorn

Fachkräfte mit diesem Jobtitel arbeiten häufig in der Umgebung von Rechenzentren. 52.700 Euro Jahresgehalt bekommen sie im Durchschnitt unter anderem für die Wartung und Instandhaltung von Netzwerken und weiteren IT-Strukturen. Akademiker erreichen 13 Prozent mehr Gehalt gegenüber Kollegen ohne akademischen Hintergrund. Wer in einem Unternehmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern anheuert, hat Aussichten auf einen 7 Prozent höheren Lohn. Arbeitgeber mit 10.000 oder mehr Beschäftigten zahlen Systemadministratoren sogar 28 Prozent mehr (67.400 Euro).

Fachinformatiker für Systemintegration: Managementpositionen sind attraktiv

Mit 42.300 Euro im Jahr verdient der durchschnittliche Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration vergleichsweise wenig. Sein Job umfasst etwa die Anpassung und Ausarbeitung von Computersystemen. Ein Gehaltsbooster ist Managementverantwortung: Ein Posten in der unteren Management-Ebene, z.B. als Teamleitung, bringt 24 Prozent mehr.

Jeder Zweite ist zufrieden

Mehr als die Hälfte aller IT-Spezialisten empfindet ihr Gehalt als angemessen. Systemadministratoren liegen in dieser Kategorie vorn: 62 Prozent von ihnen sind zufrieden oder sehr zufrieden, knapp dahinter liegen Software-Entwickler (60 Prozent). Von den Fachinformatikern mit Schwerpunkt Systemintegration zeigen sich immerhin noch 54 Prozent „zufrieden“ mit ihrem Jahreseinkommen

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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