Interview mit Roland Zeller, Berzelius Metall

Datenschutz einmal anders

Roland Zeller ist IT-Leiter der mittelständischen Berzelius Metall GmbH und als solcher auch verantwortlich für den Datenschutz und die Datensicherheit des Unternehmens. Um mit möglichst wenig Aufwand und Personalaufwand die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Datenschutzrichtlinien (Compliance) zu gewährleisten, machte sich Zeller die Mindmapping-Methode zunutze.

In einer zentralen Map, die er zusammen mit einem externen Datenschutzexperten entwickelt hat, befinden sich sämtliche Gesetzestexte, Dokumente, Informationen und Security-Reports. Die Map bietet dem IT-Verantwortlichen eine schnelle und leicht nachvollziehbare Übersicht, sowohl was behördliche Kontrollen zur Einhaltung der Datenschutzrichtlinien angeht als auch hinsichtlich der Umsetzung langfristiger Ziele.

ITM: Herr Zeller, was ist der konkrete Nutzen der Software?
Roland Zeller:
Datenschutz ist ein sehr komplexes Thema – da kann man nicht alles im Kopf behalten. Und wenn man nur eine Sache vergisst, knallt‘s. Mindjet hilft mir bei der Visualisierung dieser Informationen; außerdem lassen sich im Map-Format Abhängigkeiten und Verbindungen leichter darstellen. Dank integrierter Links und Dokumente ist sichergestellt, dass die Informationen stets aktuell und valide sind. Übersicht ist das Wichtigste und die Maps haben bei Kontrollen große Aussagekraft.

ITM: Was können die Maps, was andere Datenformate oder Lösungen nicht können?
Zeller:
Mit einer Mindjet-Map habe ich alle relevanten Informationen auf einen Blick. Das schafft Transparenz, erleichtert die Planung, Durchführung und Kontrolle datenschutzrelevanter Aufgaben.

ITM: Wie muss man sich die konkrete Umsetzung und Arbeit mit Ihrer Datenschutz-Map vorstellen?
Zeller:
Die Map enthält Informationen, beispielsweise über die Briefings des Datenschutzbeauftragten. Sie dokumentiert, wer mit welcher Aufgabe gerade betraut ist, und verlinkt auf die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen und Richtlinien. Außerdem sind verschiedene Dokumente, wie etwa die Datenschutzvereinbarungen zwischen dem Unternehmen und den verschiedenen Mitarbeitern, hinterlegt, zudem Konzepte zur Gefahrenanalyse, Prozessoptimierung oder zum Aufbau eines Kontrollsystems. Somit habe ich den perfekten Fahrplan für den Datenschutz: Ich sehe auf einen Blick, was gemacht wurde, weiß, woran gerade gearbeitet wird, und verliere auch die langfristigen Ziele nicht aus dem Auge. Für die Zukunft kann ich mir sogar vorstellen, die Map um das Thema „Compliance“ zu erweitern – aber erst, wenn bei allen Anforderungen der Datenschutz-Map ein Häkchen steht.

ITM: Gibt es neben dem Datenschutz noch andere Bereiche, in denen die Mindmapping-Methode zum Einsatz kommt?
Zeller:
Mindjet kommt durchaus auch in anderen Abteilungen zum Einsatz. Beispielsweise nutzen diverse Abteilungsleiter die Software zur Steuerung ihrer Projekte. In der Regel wird mit einem Brainstorming gestartet, dann kann per Drag and Drop alles schnell strukturiert und einzelnen Kollegen zugeordnet werden. Das ist in der täglichen Umsetzung kleiner Projekte oder diverser Teamarbeiten eine sehr praktische Möglichkeit, effizienter zu werden.


Berzelius Metall GmbH

  • Standort: Braubach, Rheinland-Pfalz
  • Mitarbeiter: ca. 450
  • Branche: Berzelius Metall GmbH ist führend bei der Herstellung von Blei und Blei­legierungen. Von der Bleigewinnung über das Batterierecycling bis hin zur Sondermüllverbrennung bietet das Unternehmen ein breites Betätigungsfeld.

www.berzelius.de

Bildquelle: © Thinkstock/iStockphoto

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