Studie von GFI Software

Datenverlust durch fehlerhafte Sicherung

Einer aktuellen Studie von GFI Software zufolge verlieren kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sensible Geschäftsinformationen aufgrund von fehlerhaften Backups.

Viele der befragten IT-Administratoren gaben an, dass ein misslungenes Backup zum Verlust wichtiger firmeninterner Dokumente und zu Umsatzeinbrüchen führt. Zu den verlorenen Daten gehörten demnach Finanzunterlagen, E-Mails von Mitarbeitern und vertrauliche Daten wie Sozialversicherungsnummern. Dadurch wurden nicht nur Kundenbeziehungen belastet, sondern auch der Geschäftsbetrieb gestört und das Firmenimage geschädigt, heißt es in der Studie.

Backup-Management

Eine Möglichkeit Datenverluste zu verhindern, ist die tägliche Sicherung von kritischen Geschäftsinformationen. Dennoch gab über die Hälfte (53 Prozent) der befragten Firmen an, nicht jeden Tag ein Backup durchzuführen. Fast ein Drittel der IT-Administratoren (32 Prozent) begründeten das damit, ihre Zeit so nicht effizient nutzen zu können. Knapp ein Viertel (23 Prozent) meint, eine derart häufige Datensicherung sei „nicht nötig“ oder es gäbe „nicht so viele Informationen“, für die sich ein Backup lohne.

Ganz im Gegensatz dazu gaben zehn Prozent der IT-Administratoren an, viel zu viele Daten zu haben, um täglich ein Backup durchzuführen. Andere Teilnehmer verwiesen hingegen auf einen Mangel an Ressourcen und geeigneten Technologien oder auf nicht ausreichenden Speicherplatz.

Geschwindigkeit zählt

Gefragt, wie sich ihr gegenwärtiger Backup-Prozess verbessern lassen könnte, stand für IT-Administratoren der Geschwindigkeitsaspekt oben auf der Liste: Die Hälfte der Umfrageteilnehmer wünscht sich schnellere und effizientere Backup-Prozesse. Andere Faktoren betrafen den Kostenaufwand (14 Prozent), die Sicherheit (6 Prozent) und die Ausfallsicherheit (5 Prozent).

Bedenken beim Cloud Computing

Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen verzichten beim Backup ihrer Daten auf die Cloud. Stattdessen vertrauen sie weiterhin auf On-Premise-Lösungen oder eine virtuelle Sicherungslösung. Als größte Bedenken im Umgang mit cloud-basierten Lösungen nannten Studienteilnehmer die Kosten, Sicherheit und Zuverlässigkeit bei der Datenhaltung. Andere wollen weiterhin die komplette Kontrolle über das Backup behalten, wobei manche einräumten, dass sie noch immer die einzelnen Optionen für ein Backup prüfen.

Datenverluste

Um wichtige Informationen zu schützen, empfiehlt die Studie, Backup-Lösungen regelmäßig zu testen. Nur so könne gewährleisten werden, dass alles korrekt funktioniert. Knapp ein Drittel der befragten IT-Administratoren gab jedoch an, dass ihr Unternehmen derartige Tests nicht durchführt. Das Gesundheitswesen ist dabei besonders nachlässig: Zwei Drittel der Teilnehmer räumten ein, ihre Backup-Lösung nicht auf Effektivität zu testen. Vor diesem Hintergrund ist es wohl kein Zufall, dass zwei Drittel der Befragtenaus dem Healthcare-Bereich zugab, dass ihr Unternehmen bereits einen Datenverlusterlebt habe

Datenwiederherstellung

Obwohl nur sechs Prozent der Befragten täglich eine Wiederherstellung von Informationen durchführen müssen, gab einer von fünf Befragten an, sein Unternehmen müsste mindestens einmal pro Woche einen Data-Recovery-Prozess anstoßen. Fast drei Viertel (74 Prozent) der IT-Administratoren stellen Daten einmal alle sechs Monate wieder her.

Die unabhängige und anonyme Umfrage richtete sich an 200 IT-Administratoren, die in Unternehmen mit weniger als 150 Angestellten tätig sind. Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut Opinion Matters im Auftrag von GFI Software durchgeführt.

www.gfi.com
www.opinionmatters.co.uk

Bildquelle: © Flavio Takemoto/iStockphoto

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