Checkliste für Mittelständler

Den richtigen SAP-Hosting-Partner finden

Die Auslagerung der SAP-Anwendungen an einen Hosting-Partner kann für Mittelständler eine Alternative zum Eigenbetrieb sein. Doch sie sollten sich genau überlegen, wem sie ihre geschäftskritischen Applikationen anvertrauen.

Eine Übersicht des IT-Dienstleisters Prego Services listet die zentralen Anforderungen an einen geeigneten SAP-Hosting-Partner auf:

› Umfassende SAP-Expertise: Selbstverständlich sollte der Partner über eine umfassende SAP-Expertise verfügen. Weist er einen entsprechenden, vom Hersteller verliehenen Partnerstatus auf, haben Unternehmen die Gewissheit, qualitative Lösungen für den Betrieb ihrer SAP-Anwendungen zu erhalten.

› Branchen-Know-how:
Sollen branchenspezifische Anwendungen ausgelagert werden, benötigt der Hoster außerdem ein tiefes Verständnis für die speziellen Anforderungen dieses Segments. Nur dann ist er in der Lage, die Applikationen professionell zu betreuen, weiterzuentwickeln und gegebenenfalls hilfreiche Add-ons zu erstellen.

› Mehrsprachiger User-Helpdesk: Ein Helpdesk, der an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreicht werden kann und auf Deutsch zur Verfügung steht, sollte gegeben sein. Da mittelständische Unternehmen aber mittlerweile meist auch über internationale Standorte verfügen, sollte der Helpdesk darüber hinaus in weiteren Sprachen verfügbar sein.

› Ausreichendes Tier-Level: Das Rechenzentrum des Hosters muss hinsichtlich seiner Betriebssicherheit „State of the Art“ sein. Eine Orientierungshilfe bietet hier die sogenannte Tier-Klassifizierung des US-amerikanischen Uptime Institute.

› Weiterführende Zertifizierungen: Der Hosting-Partner sollte darüber hinaus anhand von Zertifikaten nachweisen können, dass seine Systeme und Prozesse alle nötigen Standards erfüllen. Dazu zählen etwa eine Itil-Zertifizierung für das IT-Service-Management, ein nach ISO 27001 zertifiziertes Informationssicherheits-Management, ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagement sowie ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagement.

› Eigenes Personal: Der Hoster sollte sein Rechenzentrum mit eigenen Mitarbeitern betreiben. Bekommt er das Personal von Subunternehmern gestellt, bedeutet das zu viele Schnittstellen. Das kann zu Kommunikationsschwierigkeiten, langsamen Reaktionen und mangelhafter Verfügbarkeit von Ansprechpartnern führen.

› Schutz vor Patriot Act: Um ihre Daten vor dem Zugriff von US-Behörden zu schützen, sollten Firmen darauf achten, dass ihr SAP-Hosting-Partner nicht dem Patriot Act unterliegt. Das ist nur dann gewährleistet, wenn der Partner sein Rechenzentrum nicht in den USA stehen hat, selbst kein US-amerikanisches Unternehmen ist und auch keinem US-amerikanischen Konzern angehört.

› Hochsichere Anbindung: Selbst die höchste Verfügbarkeit der Anwendungen im Rechenzen­trum ist wertlos, wenn die Daten nicht beim User ankommen. Daher sollte der Hosting-Partner sowohl die Verarbeitung und Vorhaltung der Daten im Rechenzentrum als auch die WAN-Anbindungen anbieten. Dann können die vereinbarten Service Level Agreements auch die Verfügbarkeit der Applikationen auf den Rechnern der Nutzer garantieren. 

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