Ab in die Cloud

Der erste Schritt weg vom eigenen Rechenzentrum

Die Schlütersche Mediengruppe führte ihre SAP-ERP-Umgebung in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) und ist laut eigenen Aussagen damit der erste deutsche Mittelständler.

  • Sicherheitstechnisch stellt sich die Schlütersche mit dem Umzug in die Cloud gut auf.

    Sicherheitstechnisch stellt sich die Schlütersche mit dem Umzug in die Cloud gut auf.

  • Schlütersche Verlagsgesellschaft mbh & Co.KG

    Schlütersche Verlagsgesellschaft mbh & Co.KG mit Firmensitz in Hannover.

  • Michael Eisner, Leiter IT Service Operation des Schlütersche Medienverlags

    Michael Eisner, Leiter IT Service Operation des Schlütersche Medienverlags im Interview.

Mittelständische Unternehmen, die Abläufe rationalisieren und sich wettbewerbsstark aufstellen wollen, ziehen oftmals die Cloud in Betracht. Die Schlütersche Mediengruppe mit Hauptsitz in Hannover hat das mithilfe des Projekt- und Implementierungspartners DXC Technology getan.

OCI unterstützt Zukunftsstrategie

Innovationsstärke und der Mut, Neues zu wagen, zeichnen das Traditionsunternehmen Schlütersche aus. Hierzu gehört auch die Überführung der via SAP gesteuerten Abläufe im Finanz-wesen (FI/CO) und der Personalwirtschaft (HCM) in die Oracle- Cloud, darunter Finanzbuchhaltungsdaten wie Mahnwesen, Lohnabrechnung und Personalverwaltung. Für die Schlütersche ist die Migration in die Oracle-Cloud der erste Schritt, sich vom eigenen Rechenzentrum zu trennen. Als es um die Modernisierung des SAP-Systems ging, musste eine neue Lösung gefunden werden. Gesucht wurde deshalb ein Dienstleister, der lizenzkonform eine passende technische Umgebung zur Verfügung stellt.

DXC verfügt sowohl über SAP- als auch Oracle-Know-how, was für ein Vorhaben dieser Art essenziell war. Die Schlütersche konnte mit dem alten System notwendige Upgrades und Updates nicht länger sauber durchführen. Daher wurde ein Wechsel auf SAP Hana diskutiert, ein für das mittelständische Verlagshaus zu aufwendiges und kostspieliges Unterfangen. Da die bisherige Umgebung auf Oracle lief, kam die Sprache auf deren Cloud. „Eine Herausforderung war es, eine Lösung zu finden, die der Größe und den Anforderungen der Schlüterschen entspricht“, erläutert Michael Eisner, Leiter IT Service Operation. Gewünscht war eine wesentlich performantere sowie skalierbare Umgebung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Reibungslose Migration

Es folgten die Erprobung der OCI in einer Testumgebung, eine Projektphase und die Installation durch den Implementierungspartner. „Alles in allem verlief die Migration problemlos und partnerschaftlich“, lobt Eisner die Zusammenarbeit. Das Projekt habe deutlich weniger als ein Jahr benötigt.

Und wie gestaltet sich der heutige Arbeitsalltag mit der neuen Cloud? „Für die Anwender hat sich in den Arbeitsabläufen nichts geändert, gleichzeitig konnten wir die Zukunftsfähigkeit und Performance optimieren“, erklärt Eisner. „Die Antwortzeiten haben sich ebenfalls erheblich verbessert.“ Langfristig bietet die neue Lösung der Schlüterschen die Chance, Betriebskosten zu senken, beispielsweise in Bereichen wie Energie oder Wartung. Oftmals im Zusammenhang mit einer Cloud-Transformation geäußerte Bedenken bezüglich der Sicherheit und des Verlustes von Arbeitsplätzen kann IT-Leiter Eisner nur entkräfteten: „Der Mittelstand steht unter einem massiven Kostendruck. Sicherheitstechnisch stellen wir uns mit dem Umzug in die Cloud gut auf, denn große Anbieter und Partner können diesbezüglich viel mehr bieten, als die meisten Unternehmen dies mit ihrem Know-how und eigenen Mitteln überhaupt könnten. Die Cloud gewährt in vielen Fällen sogar ein Plus an Sicherheit.“ Er resümiert: „Außerdem kostet die Virtualisierung keine Arbeitsplätze, denn die Arbeit der Administratoren ist nicht an Hardware gebunden.“ In den nächsten fünf Jahren sollen alle Systeme, darunter ERP, BI oder CRM, bei der Schlüterschen in die Cloud geführt werden. 

KURZ UND KNAPP…

In unserem Betrieb spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) im Bereich …
Micahel Eisner: … des digitalen Marketings die wichtigste Rolle, da dieses eines unserer Kerngeschäfte ist. Nur mit der richtigen ITK-Technologie können wir unseren Kunden optimale Lösungen zur Erreichung der Zielgruppen bieten.

In unserer Branche muss IT-seitig in der Regel am meisten investiert
werden in …

Eisner: … unser ERP-System. Hier finden sich alle sensiblen Daten, die für die alltägliche Arbeit unerlässlich sind und jederzeit verfügbar sein müssen.

Die notwendigen Mittel vorausgesetzt würde ich sofort ein ITK-Projekt anstoßen …
Eisner: … das weitere IT-Systeme, darunter ERP, BI und CRM, in die Cloud überführt.

Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich, dass …
Eisner: … sie skalierbare, flexible und zukunftsorientierte Lösungen zur Verfügung stellen, die auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens abgestimmt sind, und dass sie optimalen Support bieten.

Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass …
Eisner: … der Projektpartner kompetent und gezielt auf die Anforderungen und Probleme des Kunden eingeht. Zudem sollte zeitnah auf Anfragen reagiert werden.

Bildquelle: Schlütersche Verlagsgesellschaft mbh & Co.KG

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