Bitkom-Mittelstandsbericht

Der Jobmotor in der IT-Branche

Mittelständische IT-Unternehmen entfalten eine große wirtschaftliche Zugkraft. Unter anderem stellen sie jeden zweiten Arbeitsplatz der Branche.

Der Mittelstand trägt in großem Maße zur Wirtschaftskraft bei. Diese eher langweilige Aussage bestätigt sich immer wieder, auch beim aktuellen Mittelstandsbericht des IT-Branchenverbandes Bitkom.

Denn auch in der Informationstechnologie ist der Mittelstand ein sehr starker Marktteilnehmer: Obwohl ihm lediglich neun Prozent aller IT-Unternehmen angehören, ist er für mehr als jeden zweiten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz (52%) in der Branche verantwortlich.

In absoluten Zahlen: In der gesamten Branche gibt es knapp 8.740 IT-Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern, die etwa 372.000 Beschäftigte haben. Insgesamt gibt die IT-Branche etwa 953.000 Menschen Arbeit als Angestellte oder Freelancer.

Neben diesen Zahlen hat der Branchenverband auch die regionale Verteilung der Unternehmen ermittelt. Sie folgen dabei ganz klar ihren Kunden: Wo der klassische Mittelstand aktiv ist, hat sich auch der IT-Mittelstand angesiedelt.  Die meisten Unternehmen finden sich in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Die Perspektiven dieser Unternehmen sind grundsätzlich hervorragend. Dies gilt vor allem für solche Unternehmen, die sich den neuen Megatrends wie Big Data oder Cloud öffnen. Eine große Mehrheit (68%) der Unternehmen sind der Ansicht, dass das Thema Industrie 4.0 eine hohe Bedeutung für die PC-Branche hat.

Wachstum und Jobs in Aussicht

Durch die rasche Übernahme von Trendthemen ins Portfolio zeigt sich der IT-Mittelstand auch beim Umsatz leistungsfähig. Er erwirtschaftete im Jahr 2012 etwa 31 Prozent des gesamten Branchenumsatzes, also 55,2 Milliarden Euro.

Weiteres Wachstum ist in Sicht, denn vier von fünf mittelständischen IT-Unternehmen rechnen damit, dass ihre Umsätze weiter steigen.Dies sorgt dafür, dass die Beschäftigtenzahl in der Gesamtbranche auch weiterhin steigt. Gut zwei Drittel der Unternehmen planen Neueinstellungen und der überwiegende Teil der weiteren Unternehmen will die Beschäftigtenzahl konstant halten.

Wie zu erwarten, fällt in der Bitkom-Studie in diesem Zusammenhang das Stichwort vom „Fachkräftemangel“. Er wird von den Unternehmen als reale Gefahr gesehen, da der Arbeitsmarkt durch den Boom der Branche leer gefegt ist. 80 Prozent (13.000) der insgesamt 16.000 offenen Stellen in der Branche entfallen auf die in der Studie betrachteten mittelständischen Unternehmen.

Dies ist jedoch nur eine Seite des Problems. „Dem Fachkräftemangel steht mitunter wie ein Spiegelbild ein Attraktivitätsmangel der Anbieter entgegen“, meint Heinz-Paul Bonn, Vorsitzender des Vorstands der GUS Group. „Neue Formen des Recruitings oder der flexiblen Arbeitszeitgestaltung können helfen, das Problem zu mildern.“

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Links:

©2021Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok