Context Driven Productivity

Der Kontext von Daten als kritischer Erfolgsfaktor

Für die erfolgreiche Digitale Transformation müssen Unternehmen einen semantischen, datengesteuerten Ansatz verfolgen.

Große Datenmengen zur Weltkugel

Für autonome Unternehmen mit digitalen Mitarbeitern sind reichhaltige, kontextbezogene Daten notwendig.

Unternehmen sitzen heute auf einer enormen Datenmenge, die für eine voranschreitende Automatisierung Gold wert sein könnte. Ein Großteil der Informationen, die für die erfolgreiche Führung einer Organisation erforderlich sind, ist bereits vorhanden. Allerdings sind die meisten nützlichen Daten unzugänglich und nicht durchsuchbar. Diese so genannten „dunklen Daten“ oder auch „Dark Data“ sind in Papierformularen, Tabellenkalkulationen, E-Mails und buchstäblich Milliarden von PDF-Dokumenten verborgen. Sie werden abgespeichert, sind aber in den meisten Fällen unbrauchbar für smarte Systeme und KI-Tools (Künstliche Intelligenz) – obwohl sie genau hier ihren Mehrwert leisten könnten, indem sie Automatisierung unterstützen und Unternehmen zukunftsfähig aufstellen. Während Organisationen versuchen, mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts Schritt zu halten, sind sie häufig noch immer an Datenpraktiken des 20. Jahrhunderts gefesselt.

Die Daten sind da, an der Nutzung hapert es

Eine Umfrage von New Vantage Partners zeigt, wie Big Data und KI die Digitale Transformation vorantreiben. Während 92 Prozent der Befragten sagten, dass sie die Investitionen in Big Data und KI erhöhen, gab es einige interessante Ergebnisse, die darauf hindeuten, dass Unternehmen nicht den erhofften Return on Investment (ROI) erzielen werden. So haben beispielsweise nur 31 Prozent der befragten Betriebe eine datengesteuerte Organisation und nur 28 Prozent eine Datenkultur. 53 Prozent der Firmen behandeln Daten nicht als Unternehmenswerte und 38 Prozent haben bislang keine messbaren Ergebnisse aus ihrer Investition erzielt. Diese Ergebnisse zeigen, wie groß die Herausforderung rund um die Nutzung von Daten noch immer ist.

Die Gründe, warum der datengestützte Ansatz noch immer nicht zum Erfolg führt, sind so zahlreich wie die Unternehmen, die es bisher versucht haben. Doch liegt das daran, dass die Idee, datengesteuert zu arbeiten, generell fehlerhaft ist? Oder hängen die Schwierigkeiten damit zusammen, dass viele Organisationen bei der Datenerfassung und -speicherung nach wie vor alte Denkweisen und Prozesse anwenden? Könnten dies die Gründe dafür sein, dass 70 Prozent der digitalen Transformationsprojekte scheitern? Ein Blick auf die wachsende Zahl von Erfahrungsberichten und Umfragen zur Digitalen Transformation zeichnen das Bild eines Friedhofs gescheiterter Projekte, mangelnden Erfolgs und hoher Fluktuationsraten. Der derzeitige Ansatz zur Digitalen Transformation scheint also nicht zu funktionieren.

Der Kontext macht den Unterschied

Doch was tun Unternehmen, die datengesteuert arbeiten wollen? Aktuell erfassen sie Informationen, wandeln diese in berechenbare Bits um und stopfen sie dann in vorhandene, starre Strukturen. Dieser veraltete Ansatz zur Erfassung und Darstellung von Informationen außerhalb des menschlichen Gehirns führt zu einer Verbreitung von Einwegdaten, die nicht mit dem Unternehmen skalieren. Jeder Verarbeitungsschritt führt dazu, dass wir immer ein Stück der Bedeutung verlieren, den die Daten ursprünglich mitbringen – wir verlieren die Beziehungen von Daten untereinander und deren Kontext. Trotz aller Fortschritte in der Technologie versuchen Unternehmen immer noch, die Informationen so zu modellieren, wie sie es schon immer getan haben. Auf diese Weise produzieren sie flache Datenstrukturen, so genannte „Flat Data“.

In autonomen Unternehmen der Zukunft mit digitalen Mitarbeitern werden reichhaltige, kontextbezogene Daten benötigt. Die wahre Macht und der Wert der Digitalen Transformation können nur durch einen semantischen, datengesteuerten Ansatz erschlossen werden. Die Zukunft der Arbeit wird auf digitalen Mitarbeitern aufbauen, die durch maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz und Wissensgrafiken angetrieben werden. Es reicht nicht aus, dass ein Unternehmen datengesteuert ist, sondern es muss auch kontextabhängig aufgestellt sein. Organisationen müssen damit beginnen, die Bedeutung von Kontext zu begreifen, um ein besseres Verständnis ihrer Daten zu erreichen. Bereits Sir Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, sagte: „Mir gefiel die Idee, dass eine Information wirklich nur dadurch definiert wird, worauf sie sich bezieht und wie sie in Beziehung steht. Es gibt wirklich kaum eine andere Bedeutung.“ Dies gilt auch für Unternehmensdaten.

Context Driven Productivity wird zum Erfolgsfaktor

Context Driven Productivity arbeitet mit der Bedeutung von Daten, mit ihren Beziehungen zueinander und im Gesamtbild; weitere Informationen hierzu liefert beispielsweise die Firma Ephesoft. Der Kontext ist der Hintergrund, in dem ein Ereignis, eine Aufgabe oder ein Prozess stattfindet. Er ist das tiefe, mehrdimensionale Verständnis von Daten und den Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Datenpunkten. KI und maschinelles Lernen machen die Kontexterfassung schnell und einfach möglich. Sie sind nicht nur nützliche, sondern unbedingt notwendige Tools. Denn eines ist sicher: Um wettbewerbsfähig zu sein, brauchen Unternehmen mehr als nur Daten. Sie brauchen den Kontext, um Produktivität und Effizienz zu steigern. Die derzeitigen Ansätze zur Erfassung und Speicherung von Daten haben es bisher versäumt, diesen wertvollen Kontext zu erfassen. Da die Datenmenge jedoch exponentiell wächst, werden Unternehmen schnell erkennen müssen, dass semantische Daten der Schlüssel zum Erfolg sind.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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