Virtuelle Desktops

Der persönliche Computer in der Cloud

Desktopvirtualisierung ist nicht nur für Großunternehmen sinnvoll. Auch kleinere Unternehmen können Cloud-Desktops nutzen.

In Unternehmen sind virtuelle Desktops weit verbreitet. Sie werden in der Cloud bereitgestellt und über das Internet genutzt. Eine Alternative für Unternehmen ohne eigenes Rechenzentrum ist Desktop as a Service. Doch die meisten dieser Dienste sind für kleine Unternehmen und Privatleute zu teuer. Doch es gibt Alternativen, vier Services haben sich auf Eintelanwender und kleine Teams spezialisiert.

DesktopAnywhere com Free Cloud Desktop

https://www.desktopanywhere.com/free_cloud_desktop/

Dieser Dienst ist ein Open-Source-Projekt, das einen freien Linux-Desktop für die Cloud anbietet. Er basiert auf der Distribution Ubuntu und wer nicht auf Windows-Anwendungen angewiesen ist, wird zufrieden mit dem Desktop sein. Wie bei Linux üblich, gibt es eine große Menge an freier Software - unter anderem LibreOffice.

Allerdings: Der Desktop läuft auf den Amazon Web Services (AWS) und für den Betrieb ist ein eigener Account für Amazon EC2 notwendig. Dadurch ist der Cloud-Desktop nur in den ersten zwölf Monaten nach Registrierung bei AWS kostenlos - solange gibt es dort eine kostenlose Linux-Instanz. Anschließend gelten die üblichen, tief gestaffelten Preise von Amazon. So kostet eine virtuelle Maschine mittlerer Kapazität beispielsweise einen halben Cent pro Stunde.

 

 

Paperspace

https://paperspace.com/

Deutlich einfacher in der Preisgestaltung als AWS ist der Cloud-Computer von Paperspace. Ab 15 Dollar pro Monat oder alternativ fünf Dollar im Monat und sieben Cent pro Nutzungsstunde gibt es einen Windows-7-Desktop in der Cloud. Dabei handelt es sich um einen vollwertigen Computer mit allen Möglichkeiten des Betriebssystems. 

Alle vom Anwender selbst lizenzierten Windows-Anwendungen können auf installiert werden, etwa durch Einlegen einer CD und Starten des Installationsprogramms vom Cloud-Desktop aus. Auch ein Office-365-Konto kann über diese Cloud-Maschine aktiviert und eingesetzt werden. Für die Zukunft plant der Anbieter, auch die On-Demand-Lizenzierung von populären Windows-Anwendungen einzusetzen.

Frame

https://fra.me/

Auch bei Frame gibt es einen Cloud-Computer, in diesem Fall mit dem Funktionsumfang von Windows 8.1. Hier können ebenfalls beliebige Anwendungen installiert werden, sofern der Nutzer die entsprechende Lizenz hat. Die Kosten für das Angebot beginnen bei zehn Dollar pro Monat, wobei jeweils 20 Stunden kostenlose Nutzung integriert sind. Jede zusätzliche Stunde kostet 20 Cent.

Sixa

https://www.sixa.io/

Sixa ist ein weiterer Cloud-Desktop-Dienst. Die Struktur des Angebots ist ähnlich, allerdings bietet Sixa sehr leistungsfähige Konfigurationen beispielsweise für Entwickler. Dementsprechend ist das Preisniveau recht hoch, es geht bei 49 Dollar im Monat los. Ein Hinweis: Der Dienst ist noch im Betatest und kontingentiert Anmeldungen. Es kann also zu Wartezeiten kommen, Interessenten werden per E-Mail informiert.

Bildquelle: Thinkstock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok