Internationalisierung im Mittelstand

Die Anpassung der Fachtermini

Wenn Unternehmen expandieren und sich neue Märkte im Ausland erschließen möchten, ist gute Planung gefragt. Gerade das Anpassen von Website, App und Shop birgt so manche Hürden. Wolfram Grätz, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens PhraseApp, will diese Übersetzungsprozesse mit einer Translation-Management-Plattform umgehen.

  • Eine Erdkugel in den Händen einer Frau
  • Wolfram Grätz, CEO von der Übersetzungsplattform PhraseApp

    „Inhalte können oftmals nicht eins zu eins übernommen werden. Das muss bei der Lokalisierung digitaler Produkte bedacht werden“, mahnt Wolfram Grätz, CEO von der Übersetzungsplattform PhraseApp.

ITM: Herr Grätz, welche Dienstleistung bieten Sie Mittelständlern an?
Wolfram Grätz: Wer sich als Exportweltmeister behaupten will, kommt neben der Eröffnung von Filialen auch nicht darum herum, sich digital zu positionieren. Dieser Schritt ist jedoch häufig nicht ganz trivial, weil zum Beispiel viele Menschen aus verschiedenen Ländern plötzlich zusammenarbeiten müssen und eine Website, einen Webshop oder eine App inhaltlich und textlich länderspezifisch anpassen müssen. Das kann dauern.

ITM: Wie entgeht man diesem zeitaufwendigen Prozess?
Grätz: Ein intelligentes Übersetzungsmanagement-System (Translation Management System, TMS) verfolgt das Ziel, schnelle und überschaubare Arbeitsprozesse bei Übersetzungsprojekten schaffen. So können Texte bereits maschinell vorübersetzt werden, um dann von den Lektoren oder Sprachexperten im Unternehmen nur noch Korrektur gelesen zu werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Außerdem können ITler, Marketiers, Übersetzer oder Juristen mittels Cloud Computing parallel und ortsunabhängig an Übersetzungsprojekten arbeiten. Arbeitsschritte sind für alle Beteiligten in Echtzeit sichtbar – das Projekt wird überschaubar und der Markteintritt im Zielland ist schneller realisierbar, was Wettbewerbsvorteile schaffen kann.

ITM: Gibt es Unternehmen aus dem Mittelstand, die Ihren Service bereits genutzt haben?
Grätz: Unsere Kunden kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Ein Anwender ist etwa die Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH, Marktführer für Messtechnikprodukte, ein anderer ist Viessmann, einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen.

ITM: Vor welche Problemstellungen werden auch Mittelständler beim Internationalisierungsprozess gestellt?
Grätz: Qualitätsstandards, DIN-Normen, Zertifikate, Installationsverfahren und ähnliches können sich von Land zu Land unterscheiden, was bei der Anpassung von Websites, Webshops oder Apps beachtet werden muss.

Die Anpassung der Fachtermini in die jeweilige Landessprache stellt ebenfalls eine Herausforderung dar. Inhalte können oftmals nicht eins zu eins übernommen werden. Auch dies muss bei der Lokalisierung digitaler Produkte bedacht werden. Unsere Tools und ein hoher Automatisierungsgrad sollen den Übersetzungsprozess beschleunigen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok