Austausch per ERP

Die Daten im Flow

Dem wachsenden Unternehmen Lantenhammer ist es gelungen, eine integrierte Lösung zu schaffen und durch die Erweiterung von Komponenten die Warenwirtschaft, das Controlling und die Planung neuauszurichten. Mit Geschäftspartnern gibt es seitdem einen besseren Datenaustausch und intern mehr Transparenz und Instrumentarien zur vorausschauenden Unternehmenssteuerung und -entwicklung.

  • Tobias Maier (re.) geschäftsführender Gesellschafter und Matthias Pill IT-Leiter von Lantenhammer

    Tobias Maier (re.) geschäftsführender Gesellschafter und Matthias Pill, IT-Leiter von Lantenhammer im Interview mit IT-MITTELSTAND.

  • Beim Erlebnisrundgang in der Destillerie können sich die Kunden am Touchscreen über die Produkte informieren.

    Beim Erlebnisrundgang in der Destillerie können sich die Kunden zusätzlich am Touchscreen über die Produkte informieren.

  • „Durch die Einführung von Addison Connect hat der Verkauf im Innendienst direkten Zugriff auf das Rechnungswesen.“

    „Durch die Einführung von Addison Connect hat der Verkauf im Innendienst direkten Zugriff auf das Rechnungswesen.“

  • Edle Tropfen im gediegenem Ambiente bieten Tobias Maier (li.) und Mathias Pill in den Präsentationsräumen im oberbayrischem Hausham.

    Edle Tropfen im gediegenem Ambiente bieten Tobias Maier (li.) und Mathias Pill in den Präsentationsräumen im oberbayrischem Hausham.

Das oberbayrische Traditionsunternehmen für die Herstellung hochwertiger Spirituosen überlässt nichts dem Zufall – so auch beim eingeführten ERP-System. Tobias Maier, geschäftsführender Gesellschafter der Lantenhammer Destillerie GmbH, und IT-Leiter Matthias Pill erklären, wie es gelungen ist, ein integriertes System in verschiedenen Unternehmen zu realisieren und einen bidirektionalen Datenaustausch zu ermöglichen.

ITM: Herr Maier, die Lantenhammer Destillerie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Freunden edler Spirituosen Genussmomente zu verschaffen. Was bedarf es, diesem hohen Anspruch gerecht zu werden?
Tobias Maier:
Das Wichtigste für mich ist, dass wir das beste und sauberste Obst kaufen. Unser Hauptlieferant ist dabei Europa, da es in Deutschland nicht genügend Obst gibt, das unseren Qualitätsansprüchen genügt. Ziel ist es, dieses hochwertige Erzeugnis unter bestmöglichen Bedingungen zu verarbeiten, sodass wir dem Kunden ein einzigartiges und veredeltes Produkt an die Hand geben können.

ITM: Sie setzen also ganz bewusst auf das hochpreisige Segment?
Maier:
Absolut, billig kann ja jeder.

ITM: Woher beziehen Sie die besonderen Ingredienzien?
Maier:
Wir versuchen schon, auf Regionalität zu achten. Dass die nicht immer umzusetzen ist, lässt sich am Beispiel der Williamsbirne erklären. Ihre Qualität reicht uns nicht aus, wenn sie aus dem Frankenland oder vom Bodensee kommt. Bessere klimatische Bedingungen für die perfekte Williamsbirne gibt es in Südtirol. Da auch das geografisch für uns sehr günstig liegt, beziehen wir sie von dort. Andere Früchte wie Waldhimbeeren, Schlehen und Heidelbeeren wachsen in Deutschland nicht, sodass wir sie aus Osteuropa importieren.

ITM: Welche Bedeutung hat das Label „waschecht bayrisch“ in Ihrem Konzept?
Maier:
Bayern genießt weltweit ein hohes Ansehen. Insofern ist das Label eine Art Qualitätsversprechen – vergleichbar mit dem Schweizer Kreuz. Darüber hinaus sieht man in Corona-Zeiten, wie wichtig Regionalität ist. Kunden haben gezeigt, dass sie bereit sind, dafür ein wenig mehr zu zahlen.

ITM: Welche Zutaten fehlen noch zum Lantenhammer-Konzept?
Maier:
Der Kunde, der uns hier am Schliersee besucht, ist wie gesagt bereit, Geld auszugeben. Damit er an die 50 Euro für einen Obstbrand, Gin, Rum oder Whisky investiert, möchte er verstehen, was so besonders an unseren Spirituosen ist. Wir bieten daher unsere Erlebnisdestillerie an, die dem Kunden Einblicke in die Produktion gewährt. Wir zeigen genau, was wie hergestellt wird.

ITM: Warum spielen gerade das Erleben Ihres Handwerks und die Herstellung Ihrer Produkte eine so große Rolle?
Maier:
Wenn sich der Kunde bei einer Führung von der Faszination des Destillateurs für sein Handwerk begeistern lässt und ihm alles genau erklärt wird, ist er eher bereit, hinterher in unserem Shop zuzugreifen. Da können dann schnell aus einer Flasche drei oder vier werden. Diese Erfahrung haben wir gemacht und waren damit eine der ersten Brennereien in Deutschland. Mittlerweile wissen das natürlich auch andere, sodass wir immer gefordert sind, einen Schritt voraus zu sein.

ITM: Sind Ihre Kunden Wiederholungstäter?
Maier:
Das Erlebnis in der fantastischen Umgebung gepaart mit der Qualität der Produkte schafft bei unseren Kunden eine Verbundenheit zu Lantenhammer. Kunden kommen also wieder – und bringen beim nächsten Mal gleich noch Freunde mit. Wir leben eben viel von Mundpropaganda.

ITM: Wer sind Ihre Kunden?
Maier:
Im privaten Bereich sind es die Genießer, die sich mal etwas Besonderes gönnen oder verschenken möchten. Dann gibt es noch den anspruchsvollen Fachhandel und die gehobene Gastronomie. Unser Kerngeschäft liegt dabei im süddeutschen Raum, aber auch deutschlandweit haben wir Kunden.

ITM: Von welchem Auftragsvolumen reden wir denn?
Maier:
Inklusive aller Produkte und aller Größen kommen wir auf rund 400.000 Flaschen pro Jahr. Aber noch einmal: Bei uns steht eher die Qualität als die Menge im Vordergrund.

ITM: Zu einer Marktführerschaft in Deutschland gehört sicherlich mehr als Qualität, Erlebnis und Regionalität, oder?
Maier:
Kunden erwarten natürlich ebenfalls ein breites Sortiment. So wurde aus den Anfängen von 1928 mit Enzian- und Wachholderbränden eine komplette Markenwelt der Spirituosen. Die Vorteile sind, dass Kunden einen Ansprechpartner für viele Produkte haben und wir als Destillerie auf Trends beim Geschmack schnell reagieren können.

ITM: Diese Markenwelt besteht nicht ausschließlich aus Produkten, die alle von Lantenhammer produziert werden, oder?
Maier:
Zum größten Teil schon. Ein Unternehmen, das zu dieser Markenwelt gehört und gleiche Wurzeln wie Lantenhammer hat, ist die Slyrs Destillerie vom Schliersee. Unser damaliger Destillateurmeister Florian Stetter hat diese 1994 nach einer Studienreise mit seinen Meisterkollegen nach Schottland gegründet. Entstanden war alles aus einer Wette.

ITM: Das klingt spannend. Erzählen Sie bitte mehr.
Maier:
Der Besuch der weltberühmten schottischen Destillerien der Speyside-Region inspirierte ihn, einen oberbayrischen Single Malt Whisky herzustellen. So wettete er mit seinen Kollegen um einen Kasten Weißbier, dass man auch in Oberbayern erstklassigen Whisky brennen kann. Gesagt, getan: Er brannte in der elterlichen Destillerie Lantenhammer nur wenig später Whisky, womit die Idee zur Gründung der Slyrs Whisky-Destillerie geboren war.

ITM: Slyrs ist ja ein eigenständiges Unternehmen. Gibt es Synergien zwischen Lantenhammer und den Whisky-Pionieren?
Maier:
Die miteinander verbundenen Mitarbeiter beider Unternehmen sind eine schlagkräftige Truppe, die gemeinsame Systeme nutzen. Die komplette Flaschenabfüllung läuft z.B. über Lantenhammer, weil dort die entsprechenden Anlagen vorhanden sind. Gleiches gilt für den Großhandel, die Logistik, den Vertrieb und die IT.

ITM: Sie ergänzen sich also.
Maier:
Ja, weder die Produkte noch die Unternehmen stehen im Wettbewerb zueinander. Im Gegenteil: Slyrs ist einer der größten Verkäufer von Lantenhammer-Bränden.

ITM: Wie wichtig ist der Datenaustausch mit Ihren Partnern?
Maier:
Es wird schon erwartet, dass nicht mehr per Fax oder E-Mail kommuniziert wird, sondern Formulare in einem gemeinsamen System hinterlegt werden und Abläufe an verschiedenen Orten transparent sind.

ITM: Und wie verhält es sich mit dem Vertrieb?
Maier:
Der gemeinsame Vertrieb über Onlineshops hat sich gerade in Zeiten von Corona als notwendig und sinnvoll erwiesen.

Matthias Pill: Slyrs konnte über diesen Vertriebsweg trotz Krise rund 25 Prozent mehr Umsatz generieren.

ITM: Wie tragen Sie der Entwicklung des Unternehmens IT-seitig sonst noch Rechnung?
Maier:
Die Zeiten der handgeschriebenen Buchhaltung sind logischerweise längst vorbei. Papierloses Dokumentenmanagement, zeitsparende Arbeitsprozesse und die Schonung von personellen Ressourcen aufgrund des Fachkräftemangels sind für uns enorm wichtig geworden.

ITM: Gibt es besondere Anforderungen in Ihrer Branche, die eine IT-Lösung gewährleisten muss?
Maier:
Die Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelbranche ist wichtig. Wenn ein Kunde bei uns eine Flasche reklamiert, kann mittlerweile anhand der Losnummer bis zum angelieferten Obst alles zurückverfolgt werden. Früher waren dafür 20 Ordner erforderlich, die überprüft werden mussten. Da es bei Rückholaktionen schnell gehen sollte, ist die IT-gestützte Suche natürlich wesentlich weniger aufwändig und damit effizienter.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITM: Kann man sagen, dass Lantenhammer im
Zuge der Digitalisierung den Schritt vom traditionellen Handbetrieb zur IT-gestützten Produktion vollzogen hat?
Maier:
Definitiv. Auch wenn sich an dem hunderte Jahre alten Brennverfahren nichts geändert hat, steuern wir heute über Touchscreens unsere Produktionsabläufe und können jederzeit anhand der Parameter ablesen, ob die Brennerei richtig läuft. Das ist gerade für die Analyse und Optimierung ausschlaggebend.

ITM: Und auch wirtschaftlich-strategische Entscheidungen wie die Umsetzung Ihres Erlebniskonzeptes sind von der IT getrieben.
Maier:
Richtig. Die Digitalisierung bietet gerade im Bereich „Service“ große Möglichkeiten. Bei unserem Erlebnisrundgang kann der Kunde z.B. seit neuestem an einem Touchscreen Produktinformationen erhalten, wenn gerade kein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht.

ITM: Wie genau funktioniert das?
Maier:
Der Kunde stellt nur eine Flasche vor den Touchscreen, dieser scannt das Produkt und bietet direkt vielfältige Zusatzinformationen. Das reicht von Angaben zum Geschmack bis hin zum passenden Essensgericht.

ITM: Wieviel lässt sich Lantenhammer diese Innovationen kosten?
Maier:
Wir haben rund 120.000 Euro in den virtuellen Rundgang investiert. Neben den Touchscreens wurden noch holografische Boxen angeschafft. Auch wenn wir derzeit gut aufgestellt sind, wissen wir, dass diese Investition schon bald technologisch überholt sein kann – wir also am Ball bleiben müssen.

ITM: Herr Pill, gab es nur strategische oder auch technologische Gründe dafür, dass sich Lantenhammer 2010 externe Hilfe ins Boot geholt hat?
Pill:
Beides. Die Firma ist zu dem Zeitpunkt stark gewachsen. Es gab also das klassische Problem, dass die Infrastruktur diesem Wachstum nicht standhalten konnte. Also entschied sich die damalige Geschäftsführung, die Firma auf einen aktuellen Stand zu bringen und eine Unternehmensberatung zu beauftragen.

ITM: Beschreiben Sie Ihre damalige Infrastruktur.
Pill:
Es gab eine selbstgestrickte Software aus dem Landkreis. Lieferscheine und Rechnungen wurden noch auf einem Nadeldrucker ausgedruckt. Mit anderen Worten passte die EDV nicht mehr zur Qualitätsschiene des damaligen Geschäftsführers Florian Stetter.

ITM: In welchen Bereichen gab es Handlungsbedarf?
Pill:
Beim wachsenden Versand, der Buchhaltung und Lohnbuchhaltung, dem Controlling sowie der Planung und Steuerung des Unternehmens. Zum einen war es das Ziel, das im Unternehmen befindliche Navision-System zu integrieren. Zum anderen galt es, einen besseren Datenfluss, mehr Transparenz und entsprechende Instrumentarien zur vorausschauenden Unternehmenssteuerung und -Entwicklung zu erhalten.

ITM: Im Bereich der Buchhaltung fiel die Wahl auf Addison, einer Lösung von Wolters Kluwer Tax und Accounting. Wie kam die Entscheidung zustande?
Pill:
Weil die Addison-Lösung viele Möglichkeiten der Flexibilität, Skalierbarkeit, Sicherheit und Schnittstellen bot. Das hat uns überzeugt. Während viele ERP-Systeme damals überfordert waren, ist Addison immer mit uns mitgewachsen.

ITM: Wer hat 2011 die Initialzündung für Veränderungen bei der IT gegeben?
Pill:
Als Florian Stetter aus gesundheitlichen Gründen aus der Geschäftsführung ausschied und seine Frau die Position übernahm, wurden von ihr entsprechende Entscheidungen getroffen.

ITM: Welche Entscheidungen waren das?
Pill:
Die zur Einführung einer Kostenstellenrechnung und von Controlling-Modulen. Diese Implementierung sollte umfangreiche Planungsszenarien, die Unternehmenssteuerung sowie Analysen ermöglichen. Das bestehende Addison-System wurde um diese Komponenten erweitert. Grundlage der Entscheidung waren Analysen durch die Unternehmensberatung, die nach der Präsentation mehrerer Anbieter den weiteren Einsatz und Ausbau von Addison in Kombination mit einem neuen ERP-System zum Ergebnis hatten.

ITM: Das war im Jahr 2013.
Pill:
Genau. Auch hier hatte sich Addison gegenüber anderen Anbietern durchgesetzt. Mit der ERP- und Warenwirtschaftslösung Agilis vom Addison-Partner Softflex wurde eine kaufmännische Komplettlösung gefunden, mit der unsere Anforderungen abgebildet werden können und die sowohl bei Lantenhammer als auch bei Slyrs eingeführt wurde.

ITM: Worauf lag der Fokus?
Pill:
Wichtig waren uns die Lagerhaltung mit der besonderen Anforderung der Abwicklung der Branntweinsteuer und die Bereiche „Fakturierung“, „Disposition“ sowie „Kundenverwaltung“.

ITM: Und der Support...
Pill:
… war mustergültig. Man hat schnell die Schnittstellen und Problematiken ausgemacht, zügig über die Professionals Lösungen bekommen. Das war ausschlaggebend.

ITM: Hatten Sie dabei eine Präferenz für Individual- bzw. Standardlösungen?
Pill:
Tendiert haben wir zu einer Standardlösung, weil sie viel mehr Möglichkeiten bietet. Das Problem war allerdings, die Branntweinsteuer damit abzubilden. Insofern waren wir auf das Handling und die spezielle Programmierung einer Individuallösung angewiesen.

ITM: Erklären Sie das Problem bitte genauer.
Pill:
Da geht es um Buchungen mit oder ohne Alkoholsteuer. Lantenhammer macht für Slyrs die Abfüllung, sodass in die eine Richtung Branntweinsteuer erhoben wird und in die andere nicht. Der Zoll will darüber hinaus jederzeit wissen, wieviel Ware wo im Unternehmen im Umlauf ist.

ITM: Welche besondere Herausforderung stellte die Zusammenarbeit von Slyrs und Lantenhammer an eine IT-Lösung sonst noch?
Pill:
Die Anforderung, dass es sich um zwei eigenständige Unternehmen handelt, die aus datenschutz- und betriebskritischen Belangen heraus voneinander getrennt bleiben müssen. Firma A darf nicht zu 100 Prozent Einblick in Firma B haben, weil unterschiedliche Gesellschafterkreise existieren.

ITM: Es drehte sich also um den Datenaustausch zwischen zwei Unternehmen. Inwiefern haben die Themen „Sicherheit“ bzw. „Datenspeicherung“ eine Rolle gespielt?
Pill:
Wir arbeiten zwar in einer der schönsten Gegenden Deutschlands, sind aber leider nicht mit schnellen Leitungen gesegnet. Insofern schieden Cloud-Lösungen leider von vornherein aus.

ITM: Wie wichtig waren Ihnen der persönliche Austausch und der von Addison gebotene Service?
Pill:
Gerade weil das Unternehmen sich in einer Wachstumsphase befand, mussten die Mitarbeiter erst in ihre Rollen hineinwachsen. Umso wichtiger war es denn auch, dass uns immer persönliche Ansprechpartner zur Seite standen.

ITM: Wie ist der Implementierungsprozess abgelaufen?
Pill:
Zunächst wurden uns der Addison-Partner Agilis vorgestellt und Lösungen aufgezeigt. Dann haben wir klassisch ein Pflichtenheft erstellt, sodass das Projekt starten konnte. Schon nach einem halben Jahr waren wir online.

ITM: Was hat die Einführung gekostet?
Pill:
Eine Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich. Es ist alles im Budgetrahmen geblieben.

ITM: Gab es auch Kritikpunkte?
Pill:
Es wurde an einigen Ecken gespart, was für mich als IT-Experte nicht nachvollziehbar war. So wurde die Einbindung in die Produktion damals klein gehalten und erst nach und nach ins ERP integriert.

Maier: Das mag daran gelegen haben, dass wir vorher schon Erfahrungen mit der ERP-Einführung gesammelt hatten und jetzt ein wenig vorsichtiger vorgegangen sind.

ITM: Wie konnten administrative und organisatorische Abläufe verbessert werden?
Pill:
Verbessert haben sich die Schnittstellen untereinander. Durch die Einführung von Addison Connect hat der Verkauf im Innendienst direkten Zugriff auf das Rechnungswesen. Er hat somit die Möglichkeit, den Außendienst bzgl. der Zahlungsmoral zu steuern und Zahlungsbedingungen zu überwachen. Ausgangsrechnungen werden direkt in die Buchhaltung übertragen, sodass alle immer auf dem aktuellen Stand sind. Auch gibt es keine doppelte Stammdatenhaltung mehr.

ITM: Wo ist noch eine Verbesserung festzustellen?
Pill:
Bei der Kostenstellenrechnung und dem Controlling. Das betrifft die Artikelebenen und Erlösgruppen, also ob etwas im Großhandel oder im Laden verkauft wurde bzw. ins Ausland geht. Die Übergabe zwischen ERP und Addison funktioniert komplett reibungslos. Die Automatisierung ist eine enorme Arbeitserleichterung.

ITM: Gibt es womöglich ein neues IT-Projekte, das schon in der Pipeline ist?
Pill:
Dadurch, dass der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) immer stärker wird, gehen wir langsam das Thema „Dokumentenmanagement“ an.

Maier: Weil bei den Großhandelskunden und in der Gastronomie in den letzten Monaten alles zu Erliegen gekommen ist, haben wir das aber auf längere Zeit zurückgestellt. 

Lantenhammer Destillerie GmbH
Mitten im Idyll von Bergen, Seen und Tannenwäldern liegt die Gemeinde Hausham. Die oberbayrische Ortschaft am Schliersee ist heute Heimat von rund 8.000 Einwohnern und der dort ansässigen Lantenhammer Destillerie. Die seit über 90 Jahren bestehende Edeldestillerie gilt in Deutschland als Marktführer und ist auch im benachbarten Ausland bei Genießern von Edelbränden, Liqueuren, Rum-, Whisky-, Gin- und Wodka-Spezialitäten und der gehobenen Gastronomie längst kein Geheimtipp mehr – nicht zuletzt, weil prämierte Produkte zu ihrem Sortiment gehören. Die familiengeführte Manufaktur, zu der auch Partnerunternehmen wie u.a. die Whisky-Destillerie Slyrs oder die Schlossbrennerei Tegernsee gehören, setzt seit 2014 bei Führungen oder in der Gastronomie auf ein Erlebniskonzept – zu dem seit Kurzem auch interaktive Rundgänge zählen.
www.lantenhammer.de

Bildquelle: Claus Uhlendorf

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok