Neue ERP-Lösung im Einsatz

Die Intralogistik aufgefrischt

Die Dyhrberg AG, eine Lachsräucherei aus der Schweiz, hat mit einer neuen ERP-Lösungen ihren Waren- und Informationsfluss durchgängig automatisiert.

Lachs auf einem Holzbrettchen

Rund 100 Aufträge aus dem Einzelhandel und der Gastronomie gehen pro Tag bei Dyhrberg ein.

Bei Dyhrberg ist der Produktionsprozess noch überwiegend Handarbeit: Lachse werden zerteilt, gesalzen und anschließend schonend im Holzofen geräuchert. Die Besonderheit: Erst beim Aufschneiden des Fisches lässt sich seine Qualität beurteilen. Bei der Lieferung der Ware steht daher nicht fest, ob der Lachs zu ganzen Lachsseiten oder beispielsweise zu Toastlachs verarbeitet werden kann. Eine Anforderung an das neue ERP-System bestand darin, dieses Produkte-Splitting einwandfrei abzubilden.

Ebenfalls noch ganz traditionell erfolgte bei Dyhrberg bis dato die Lagerung der gelieferten Fische: Sowohl die Rohware als auch die fertigen Produkte stellte das Unternehmen ohne feste Lagerplatzzuordnung in ihrem Kühlhaus ab und kennzeichnete sie mit Papierlabels. Nur einzelne Mitarbeiter wussten, wo die Ware steht. Mit der neuen Gus-OS-Suite bilde man heute die gesamte Intralogistik elektronisch ab, so Peter Hirschi, Geschäftsführer der Dyhrberg AG. „Damit gewährleisten wir vor allem die von den Behörden geforderte Rückverfolgbarkeit unserer Ware.“

Bestellung ohne Medienbrüche

Auch der Bestellprozess soll dank der neuen Lösung heute ohne Medienbrüche erfolgen: Rund 100 Aufträge aus dem Einzelhandel und der Gastronomie gehen pro Tag bei Dyhrberg ein. 60 bis 70 Prozent davon erreichen die Lachsräucherei via EDI (Electronic Date Interchange). Mit ihrem bisherigen System konnte Dyhrberg diese Daten jedoch nicht automatisch weiterverarbeiten. Mit dem EDI-Modul des neuen Systems sei dagegen heute jede Bestellung sofort im System vorhanden.

Neben den Segmenten Einkauf, Verkauf und Logistik/Intralogistik, nutzt Dyhrberg die Module CRM, Finanzbuchhaltung und CTI (Computer Telephony Integration) der Gus-OS Suite. Die Produktion sowie ein MES (Manufacturing Execution System) sind noch nicht voll umgesetzt und werden voraussichtlich Anfang 2019 in Betrieb gehen. Dasselbe gilt für den Webshop der Lösung. Auch ihn will Dyhrberg im kommenden Jahr ergänzen. Dyhrberg nutzt aktuell insgesamt 18 Volllizenzen und 15 MDE-Lizenzen (MDE = Mobile Datenerfassung).

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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