Kostensimulator

Die Lizenzen im Blick

Eine neue Software soll Licht ins Dunkel der Lizenzen bringen und versteckte Kosten aufdecken.

Geschäftsmann mit Fernglas

Wer Optimierungspotentiale im Lizenz-Dschungel entdecken will, muss ganz genau hinschauen.

Lizenzkosten für Serversoftware verursachen die mit Abstand höchsten Kosten in modernen Rechenzentren, die einen hohen Virtualisierungsgrad aufweisen. Um Kosten zu sparen, konzentrieren sich die Verantwortlichen jedoch vorrangig darauf, den Hardware-Bestand zu optimieren, den Energieverbrauch zu reduzieren oder die Administration zu vereinfachen. Mit einer besseren Ausnutzung der Lizenzmetriken ließen sich die Softwarekosten deutlich verringern. Dies scheitert jedoch oft an der Komplexität der Lizenzmechanismen der verschiedenen Hersteller. Mit dem Lizenz-Simulator „Inside License Simulation & Analytics” möchte die Metrix Consulting GmbH für Transparenz in der individuellen Lizenzlandschaft sorgen, bislang verborgene Optimierungspotenziale aufzeigen und Anregungen für die Reduzierung der Lizenzkosten geben.

Fast alle Hersteller hätten im Vergleich zur klassischen Nutzung von Software Regeln für die Nutzung in virtualisierten Umgebungen eingeführt, die zu einem höheren Lizenzbedarf und damit höheren Kosten führten. Durch die Komplexität sei es kaum mehr möglich, die passende Betriebssituation für die geringste Anzahl an notwendigen Lizenzen zu ermitteln. Zudem sorgten Mechanismen wie die Einführung von Mindestlizenzierungen oder Änderungen in der Lizenzmetrik zu Kostensteigerungen. Die Auswirkungen solcher Maßnahmen seitens der Hersteller auf die betroffenen Unternehmen seien schwer zu erkennen und kaum zu kalkulieren.

Betriebszustände sichtbar machen

Auf der Basis vereinfachter Daten soll der Lizenzkosten-Simulator die IT-Infrastruktur aus Software-Sicht visualisieren. Die zur Simulation notwendigen Daten können aus Inventory Tools, Softwareverteilungswerkzeugen, einem Configuration Management Tool oder anderen im Unternehmen verwendeten IT-Managementwerkzeugen extrahiert und über Excel-Dateien in den Lizenz-Simulator hochgeladen werden. Nach der visuellen Aufbereitung der Daten würden die Betriebszustände sichtbar, die wegen einer aus Lizenzsicht nicht optimalen Virtualisierung zu einem erhöhten Lizenzbedarf führen. Mit der Visualisierung als Basis bietet Metrix nun Beratungsleistungen an: Die Nutzer können stundenweise die Lizenzexperten des Unternehmens direkt online buchen, die die Optimierungspotenziale prüfen und geeignete Maßnahmen empfehlen. Im nächsten Schritt ließen sich diese Empfehlungen dann simulieren. Das Ergebnis zeige, wie sich der Lizenzbedarf durch eine Neuverteilung verändert. Beispielsweise könnten virtuelle Maschinen anderen Hosts zugeordnet oder die Clusterstruktur reorganisiert werden, ohne dass sich dadurch im Betrieb etwas ändere.

Zusätzlich sei es möglich, einen Produktwechsel zu simulieren oder einzelne ausgewählte Systeme auszutauschen. Darüber hinaus soll sich auch darstellen lassen, welche finanziellen Auswirkungen ein Wechsel der Lizenzmetrik hätte – entweder seitens eines oder mehrerer Hersteller, z. B. von der Prozessor-basierten zur Core-basierten Lizenzierung, oder durch das Unternehmen selbst, sofern es die Nutzungsbedingungen zulassen.

Nach dem Aufdecken der Einsparpotenziale durch den Lizenz-Simulator biete das Unternehmen individuelle Beratungsleistungen für das Finden und Umsetzen der richtigen Strategien zur Kostenoptimierung. Dem Lizenz-Simulator lägen sämtliche Metriken der großen Hersteller zugrunde, von Microsoft, über IBM, Oracle, zu Red Hat und Suse, bis hin zu Enterprise DB, einer Postgres Subscription. Auf besonderen Kundenwunsch ließen sich jedoch auch die Metriken anderer Hersteller integrieren.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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