Equipment as a Service

Die Wunderwaffe der Industrie 4.0

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen in die Digitalisierung ihrer Maschinen investieren. Neuartige Finanzierungsmodelle helfen dabei, hohe Anfangsinvestitionen zu vermeiden, und ebnen den Weg für das Industrial Internet of Things (IIoT).

Das neuartige Geschäftsmodell ist der nächste Evolutionsschritt im Industrial Internet of Things und geht über herkömmliche Serviceverträge hinaus.

Das neuartige Geschäftsmodell ist der nächste Evolutionsschritt im Industrial Internet of Things und geht über herkömmliche Serviceverträge hinaus.

Mit der Digitalisierung Schritt halten, ohne sich in eine finanzielle Schieflage durch hohe Investitionen zu bringen: Equipment as a Service (EaaS) macht es möglich. Das neuartige Geschäftsmodell ist der nächste Evolutionsschritt im Industrial Internet of Things und geht über herkömmliche Serviceverträge hinaus. Denn bei dieser Finanzierungslösung werden Produktionsstraßen und Maschinen nicht mehr gekauft, sondern vom Hersteller gegen eine Gebühr bereitgestellt. Der EaaS-Anbieter bleibt dabei aber im Gegensatz zu einem klassischen Mietmodell verantwortlich für die automatische Wartung, den Service, die Reparatur und die Bereitstellung von Ersatzteilen. Der Vorteil für den Kunden: Er spart sich die hohen Anfangsinvestitionen und gibt einen Teil des operativen Risikos an den Hersteller ab.

Mieten statt kaufen

Nicht zu verwechseln ist das EaaS-Modell mit dem bekannten Leasing-Modell. Bei diesem zahlen Firmen das Equipment über einen längeren Zeitraum ab, bis es in ihr Eigentum übergeht. Die beiden Modelle unterscheiden sich u.a. in der bilanziellen Abschreibung der Geräte und in der rechtlichen Festlegung der Besitzansprüche. Ein weiterer Unterschied sind die monatlichen Raten: Während beim Leasing eine vorher festgelegte Summe gezahlt wird, berechnet der Hersteller im EaaS-Modell die Kosten je nach Häufigkeit der Nutzung oder auch nach Höhe des durch die Maschine erzielten Ergebnisses. Das heißt: Wenn der Kunde mit dem bereitgestellten Gerät ein gutes Ergebnis erzielt, bedeutet das für den Hersteller mehr Einnahmen. Deshalb liegt es automatisch in seinem Interesse, einen reibungslosen Ablauf zu garantieren und hohe Verfügbarkeiten zu gewährleisten.

Das As-a-Service-Modell ermöglicht außerdem, von CapEx (Erwerbsmodelle mit hohen Investitionsausgaben) zu OpEx (mehrjährige Serviceverträge, die als Betriebsausgaben verwaltet werden) zu wechseln. So müssen Firmen bei der Aufrüstung und Umstellung ihrer Maschinen keine großen Summen in digitale Vermögenswerte investieren, die nach der Anschaffung stetig an Wert verlieren. Das schafft neue Perspektiven. So lassen sich Maschinenparks schneller erneuern oder die Connectivity-Lösung kurzfristig ausbauen. Da der EaaS-Anbieter auch Wartung und Reparatur übernimmt, bleibt der Cashflow im Unternehmen von kurzfristigen Finanzierungsengpässen durch Instandhaltungskosten verschont. Gleichzeitig garantiert die Maschinenwartung durch den Hersteller einen fast reibungslosen Betriebsablauf.

 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

 

Maschinen als dauerhafte Einnahmequelle

Von dem EaaS-Modell profitieren nicht nur die Kunden der Unternehmen, sondern auch die Hersteller selbst. Sie erschließen sich mit dieser Finanzierungslösung neue Umsatzquellen: Durch EaaS werden die Maschinen zur dauerhaften Einnahmequelle. Gerätehersteller vertreiben dann nicht mehr nur ihre Maschinen, sondern können durch Pay-per-Use-Modelle (Abrechnung auf Nutzenbasis) oder Pay-per-Outcome-Modelle (Abrechnung auf Ergebnisbasis) zusätzliche Einnahmen generieren. Diese stetigen Umsätze helfen dabei, das Geschäft der Hersteller solide aufzustellen, und stabilisieren die Finanzen bei Konjunkturschwankungen.

Auch wenn es um den Aufbau einer engen Kundenbindung geht, bietet EaaS im Vergleich zu den bisherigen Modellen Vorteile. Denn statt eines einmaligen Geschäfts entsteht eine langfristige Kundenbeziehung. Der Hersteller steht im permanenten Austausch mit den Verantwortlichen im Betrieb, kann so zielgerichtet am Bedarf orientierte Zusatzleistungen verkaufen. Das führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit. Wer ein EaaS-Modell implementieren möchte, sollte sich einen Partner suchen, der das Projekt von Anfang bis Ende begleitet. Alter Solutions Deutschland etwa unterstützt seine Kunden von der ersten Beratung bis zur ganzheitlichen Umsetzung und entsprechenden Absicherung.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok