Business-Performance-Index „Mittelstand Dienstleistung 2012“

Dienstleister halten Prozessqualität stabil

Der von dem Marktanalysten Techconsult erhobene Business-Performance-Index „Mittelstand Dienstleistung 2012“ zeigt sich im Jahresvergleich stabil.

Laut den Ergebnissen konnten sich die Unternehmen im Bereich Business-Performance-Index kaum verbessern. In anderen erhobenen Indizes – „Grad der IT-Unterstützung“ und „Reifegrad innovativer IT“ lag die Optimierung bei rund 2,5 Prozent. Doch die Analysten bewerten das Halten des erreichten Niveaus als Erfolg. Heiko Henkes, Studienleiter und Analyst von Techconsult, kommentiert das Ergebnis so: „Zwar konnten die befragten 150 Unternehmen die Leistungsindikatoren kaum verbessern, doch trotz der sich eintrübenden Konjunkturaussichten haben sie das Niveau des Vorjahres stabilisiert. Weil selbst zur Stabilisierung in IT und Prozessperformance investiert werden muss, ist das eine positive Nachricht.“

Der BPI drückt aus, wie zufrieden die Studienteilnehmer mit der Realisierung relevanter Prozesse in ihren Unternehmen sind. Offenbar dieses Mal nicht allzu sehr: Der Index verbesserte sich um einen auf 69 von 100 möglichen Indexpunkten. Andere Branchen wie der Handel oder die Fertigungsindustrie schneiden da teilweise deutlich besser ab.

Tendenziell anders verhält es sich mit den weiteren Indizes, die erhoben werden. Der IT-Unterstützungsgrad – er gibt an, wie zufrieden die Befragten mit der IT-Unterstützung der einzelnen Prozesse sind – stieg im Jahresvergleich um 2,6 Prozent auf knapp 66 Punkte. Der Reifegrad innovativer IT-Lösungen stieg gegenüber 2011 ebenfalls um 2,6 Prozent auf 64,3 Punkte. Hiermit analysieren die Analysten, wie stark innovative IT-Lösungen in den Unternehmen eingesetzt werden und wie zufrieden die Befragten mit ihnen sind.

Immobilienfirmen hinken hinterher

Von den untersuchten Subbranchen Gastgewerbe, Transport und Logistik, Immobilien, IT-Dienstleister, Forschung und Entwicklung, Unternehmensberatung/Agenturen sowie Technische Planung und Beratung erzielten das Gastgewerbe mit 75,3 und Technische Planer mit 74,7 die besten Indexwerte. Am schlechtesten schnitten die mittelständischen Immobilien-unternehmen mit 61,8 Indexpunkten ab.

Ebenfalls abgefragt wurde in der Studie, wie die mittelgroßen Dienstleister mit dem Thema Software as a Service (SaaS) umgehen. Demnach setzen inzwischen 28,4 Prozent der Unternehmen SaaS-Lösungen ein. Peter Burghardt, Managing Director von Techconsult, führt den geringen Zuwachs auf folgende Ursache zurück: „Dienstleister gehören zu den personalintensiven Branchen. Eine hohe Flexibilität in der Verfügbarkeit von (IT-)Arbeitsplätzen ist daher besonders wichtig. Flexibilität im Geschäftsmodell verlangt aber auch Flexibilität auf der IT-Seite. Das haben die Dienstleister schon früh erkannt, was zu einem eher verhaltenen Wachstum in diesem Jahr führt.“

Tablets kaum zentral verwaltet


Unter den Dienstleistern nutzt beinahe ein Drittel der Mitarbeiter Laptops, die in der Regel zentral durch die IT verwaltet werden. Noch mehr, nämlich fast 38 Prozent der Mitarbeiter sind mit Smartphones ausgestattet, wofür der Trend „Bring your own Device“ (BYOD) mitverantwortlich sein dürfte. Ein zentrales Management dieses Endgerätetypus nutzen immerhin 60 Prozent der Unternehmen. Vor dem Hintergrund der steigenden Gefahr durch Malware entsteht eine Sicherheitslücke, die es zu schließen gilt. Noch brisanter stellt sich die Situation dagegen bei Net- und Ultrabooks und der neuartigen Klasse der Tablets und Slates dar. Zwar weisen die beiden Endgerätetypen noch geringe Einsatzzahlen auf, doch verwaltet bislang noch nicht einmal jedes zweite Unternehmen die beiden Devices zentral.
Die primäre Herausforderung der Dienstleistungsbranche ist nach wie vor die Kostensenkung. Die zweitwichtigste Herausforderung liegt in der Bewältigung des Fachkräftemangels. Den dritten Platz unter den künftigen Herausforderungen belegt die Verbesserung der IT-Unterstützung. In diesem Punkt herrscht eine differenzierte Subbranchen-Meinung. Besonders IT-Dienstleister und Unternehmensberatungen schreiben sich die bessere IT-Unterstützung auf die Fahne, während Immobilien-, Gastgewerbe- sowie Transport- und Logistikunternehmen darauf weniger erpicht sind.

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Bildquelle: © iStockphoto.com/Miguel Malo

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