Tradition geht in die Cloud

Digital und international aufgestellt

Hohe Bandbreiten, IT-Sicherheit und eine flexible Hybrid-Cloud-Lösung ermöglichen es der Rowi-Gruppe, ihr internationales Geschäft auszuweiten.

Fachkraft bei Schweißarbeiten im Werk

Die Angebotspalette reicht von Heizgeräten, Kompressoren und Maschinen aus der Schweißtechnik bis hin zu Rauchmeldern.

Digitalisierung und Online-Handel bestimmen immer stärker Märkte und Einkaufsverhalten – so auch bei Elektrogeräten. Die Rowi-Gruppe stellt Elektrogeräte und Maschinen her und bedient Handel, Unternehmen sowie Privatkunden in Europa und den USA. Dabei suchen und kaufen Kunden zunehmend über das Internet, wie die KPMG-Studie „Trends im Handel 2025“ zeigt. Diese Entwicklung geht auch an einem Familienunternehmen wie Rowi nicht vorbei: „Der Trend geht weg von unseren traditionellen Abnehmern im stationären Einzelhandel hin zum Online-Geschäft. Hier herrscht absolute Preistransparenz. Da müssen wir mit unseren Angeboten mithalten“, bestätigt Frank Bechert, Leiter Prozesse und Systeme bei Rowi.

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Das im baden-württembergischen Ubstadt-Weiher ansässige Unternehmen stellt Geräte, Werkzeuge und Maschinen für Betriebe in Landwirtschaft und Industrie ebenso wie für Privatkunden her. Die Angebotspalette reicht von Heizgeräten, Kompressoren und Maschinen aus der Schweißtechnik bis hin zu Rauchmeldern, Alarmsystemen und anderen Produkten aus der Elektrotechnik. Zum Kundenkreis gehören vor allem der stationäre und digitale Einzelhandel wie Baumärkte und Discounter. Der Mittelständler liefert europaweit – und mittlerweile hat man auch die USA als Absatzmarkt erschlossen.

Auf Marktentwicklungen reagieren

In seinem umkämpften Markt hat sich der Mittelständler seit der Gründung 1964 auch deshalb behaupten können, weil die Geschäftsführung Markttrends rechtzeitig erkannt und in der Unternehmensstrategie berücksichtigt hat. So lagerte Rowi schon Ende der 1970er- Jahre aufgrund steigenden Preisdrucks seine Produktion aus. Heute fertigen Partner in China und Italien die Geräte und Maschinen – die Optimierung und Qualitätssicherung der Produkte obliegt jedoch weiterhin der Firmenzentrale in Ubstadt-Weiher. Diese arbeitet eng mit den Produktionsstandorten zusammen und steuert das gesamte globale Geschäft. Rund 40 Mitarbeiter kümmern sich neben der Qualitätssicherung um alle logistischen Fragen und beraten weltweit Kunden telefonisch oder via Internet.

Um das Geschäft im asiatischen Raum auszuweiten, baut der Mittelständler eine neue Einheit in Hongkong auf. Dort arbeitet ein Ingenieurteam gemeinsam mit Zulieferbetrieben an der Produktentwicklung. Der neue Standort und die zunehmende internationale Ausrichtung erhöhen die Anforderungen an die Verfügbarkeit der IT und die Leistungsfähigkeit der Internetanbindung. Unter anderem erwies sich die bisherige 10-MBit-Leitung als zu langsam für das Tagesgeschäft. Zudem war der Zugriff auf Daten und Unternehmensanwendungen nicht jederzeit und überall möglich – was für den neuen Standort aber unverzichtbar ist. „Wir müssen große Datenmengen schnell und sicher austauschen. Unsere Informationen und Systeme müssen Mitarbeitern und Partnern weltweit 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen“, sagt Frank Bechert. So blieben der IT-Abteilung zuletzt auch kaum Zeitfenster für Updates und Wartungsarbeiten an den eigenen Systemen und Servern.

Auf der Wunschliste standen daher eine schnellere Internet-anbindung und die schrittweise Auslagerung der gesamten IT in eine flexibel skalierbare Cloud-Lösung. Sowohl die neue, server-basierte IP-Telefonanlage für das Callcenter als auch Exchange Server sowie Finanz- und ERP-Systeme von Rowi sollten in die „Wolke“ wandern. Darüber hinaus galt es eine neue Sicherheitslösung zu finden. Denn bei der Verarbeitung von Bestell- und Kundendaten muss der Mittelständler auch hohe Standards im Datenschutz erfüllen.

Der Schritt in die Cloud

Zum Anforderungsprofil von Rowi passte die Telekom-Lösung „Managed Hybrid Azure“: „Uns überzeugten der Preis und die Leistungen“, sagt Frank Bechert. Die Cloud-Lösung umfasst Buchung, Anbindung und Integration der IT-Ressourcen aus der Microsoft Azure Cloud in die bestehende Infrastruktur als Managed Service. Heißt: Der Mittelständler muss nicht verschiedene Einzelkomponenten buchen, sondern bezieht alle Cloud- und Connectivity-Dienste über die Telekom aus einer Hand – mit Datenspeicherung in Deutschland und Datenschutz nach deutschem Recht.

Eine 100-Mbit-Private-Cloud-Connect-Leitung verbindet nun den Firmensitz in Ubstadt-Weiher mit dem Private-Telekom-Cloud-Rechenzentrum. Hier betreibt der Dienstleister die neue Firewall-Lösung von Rowi als Managed Service aus der Cloud und entlastet so die IT. Hinzu kommt eine dedizierte, vom öffentlichen Internet getrennte Hybrid-Cloud-Connect-Verbindung vom Telekom- zum Microsoft-Rechenzentrum in Frankfurt am Main.  Die derzeitige Bandbreite von 50 Mbit/s kann der Mittelständler jederzeit aufstocken. Aus der Unternehmens-IT sind bereits das Finanzsystem und die neue IP-Telefonanlage auf Server in der Azure-Cloud migriert.

Den Applikationsbetrieb für alle Anwendungen steuert der Mittelständler selbst. Rechenkapazitäten aus der Managed Hybrid Azure Cloud lassen sich an den aktuellen Geschäftsbedarf anpassen. Abgerechnet werden nur tatsächlich genutzte Leistungen. Die hat man über das MITS-Service-Center jederzeit im Blick, ebenso wie die Auslastung der Internetverbindungen. Desweiteren stellt der Anwender auslaufende Office-Lizenzen stetig auf Office 365 um, was man ebenfalls über die Telekom bezieht. Damit soll besonders Skype for Business künftig verstärkt zum Einsatz kommen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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