Scan-Technologie

Digitalisierte Kunstwerke

Die Walentowski Galerien digitalisieren Gemälde mit einem neuen Kunstscanner, der die Werke nicht nur naturgetreu erfassen, sondern auch über ein Dokumentmanagement-System verfügbar machen soll.

Widetek 36art

Der Widetek 36art in den Walentowski Galerien.

Seit Ende des letzten Jahres steht der Kunstscanner Widetek 36art im Stammhaus der Walentowski Galerien. Bereits auf der Cebit 2017, wo der Scanner seine Premiere feierte, kam der erste Kontakt zustande. Niklas Walentowski, Enkel von Firmengründer Heinrich Walentowski und in den Galerien vor allem für die Bereiche Marketing und PR verantwortlich, erinnert sich: „Auf der Cebit sah ich den Kunstscanner und dachte sofort, dass wir diesen unglaublich gut für Galerien gebrauchen könnten. Nach einer Vorführung war ich dann so überzeugt, dass ich meinen Vater und Großvater ins Boot holte und beide von der nicht ganz günstigen aber sehr zukunftsweisenden Investition überzeugen konnte”.

Der komplette Bestand umfasst einige tausend Bilder, viele davon im Stammhaus, aber auch in den weiteren Galerien. Das Taschenbergpalais in Dresden, das Hotel Adlon in Berlin oder auch der Promi-Ort Sylt sind nur einige der bundesweiten Standorte. Meeresluft können die vielfältigen Kunstwerke seit einiger Zeit zudem in einer „schwimmenden Galerie” auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 2” von Tui Cruises schnuppern.

Es gilt viele Gemälde mit dem Widetek 36art zu scannen und sich so ein umfassendes digitales Archiv aufzubauen. Eine neue Datenbank gekoppelt mit einem digitalen Dokumentmanagement-System sorgt dafür, dass jede Galerie jedes Bild sehen kann und weiß, wo was ausgestellt ist. Dazu wird jedes Bild mit einer Artikelnummer versehen. Die Vorschaudatei des Scans kann in die Datenbank gespeichert und von dort weiterberarbeitet werden. Der 3D-Scanmodus lässt Oberflächenstrukturen hervorheben, so dass ein plastischer Eindruck des Objekts erzielt wird und Pinselstriche noch besser zur Geltung kommen. Neben dem digitalen Archiv profitiert davon auch die Firmen-Website, denn dort sind viele Werke der verschiedenen Künstler abgebildet. Und auch die Social-Media-Profile auf Facebook und Instagram laden zum Reinschauen ein.

Nicht zuletzt wird der Kunstscanner außerdem zur Reproduktion von Kleinauflagen im Siebdruck-Verfahren eingesetzt. Hier spielt die Farbgenauigkeit eine besondere Rolle und manch Künstler verfolgt den Druck, um abschließend eine Freigabe für den Verkauf zu erteilen.

Bildquelle: Image Access

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