Eventreihe „Mittelstand die Macher“

Digitalisierung im Mittelstand

Ende April startete die Eventreihe „Mittelstand die Macher“ in Dresden. Ziel der Veranstaltungsreihe der Deutschen Telekom ist es, mittelständischen Unternehmen den Einstieg in das digitale Zeitalter zu erleichtern.

Stadt Dresden

Der Schauplatz der Auftaktveranstaltung „Mittelstand die Macher“ war Dresden.

Bereits zur Cebit 2014 rief der TK-Anbieter die selbsternannte Mittelstandsinitiative ins Leben, der sich die Eventreihe „Antrieb Mittelstand“ anschloss, die wiederum jetzt in „Mittelstand die Macher“ umgetauft wurde. In sechs deutschen Städten möchte der IT-Anbieter derzeit gemeinsam mit mehreren Partnern mittelständischen Unternehmen Themen wie Cloud Computing und Industrie 4.0 näherbringen und in Praxisbeispielen aufzeigen, wie Prozesse digitalisiert und dadurch optimiert werden können.

Die Auftaktveranstaltung mit rund 500 Teilnehmern fand in Dresden statt. Auf der Agenda standen Vorträge und verschiedene Workshops, in denen E-Commerce-Modelle oder auch „der Einsatz von Social Media im B2B-Bereich“ thematisiert wurden. Beispielsweise zeigte Thomas Kurschat von der Strato AG auf, wie Mittelständler ihren Internetauftritt hinsichtlich Design, Inhalt und Funktionen aufbauen müssen, um den Onlinebesuchern ein Kundenerlebnis zu bieten. In dem Partnervortrag „IT aus der Steckdose“ der Telekom zusammen mit Microsoft wurden Cloud-Computing-Modelle erklärt und verglichen, was wiederum die Basis für den Scopevisio-Vortrag „CRM in der Cloud“ bildete.

Ein besonderes Augenmerk legten die Veranstalter auf das Zukunftsprojekt Industrie 4.0. Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden der Telekom Deutschland, hob hervor, dass durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die Kommunikation zwischen den Maschinen eine komplette Produktionsvernetzung zwischen Zulieferern und Endfertigern entstehe. „Deshalb ist es für Mittelständler so wichtig, sich mit dem Thema Industrie 4.0 zu befassen und sich auf die neuen Standards und Technologien einzulassen, um letztlich in der Lage zu sein, auf der einen Seite weiterhin als Zulieferer für die Großindustrie tätig zu sein – auf der anderen Seite aber auch selbst bei eigenen Innovationen die moderne Form der Maschinenkommunikation zu nutzen.“

Schwerpunkt Industrie 4.0

Für Mittelständler bietet das Bonner Unternehmen ein neues Industrie-4.0-Einstiegspaket an, bestehend aus Hardware, SIM-Karte mit Datentarif sowie dem Zugang zur Plattform „Cloud der Dinge“, die Geräte- und Sensordaten erfasst und verarbeitet. Einer der ersten Anwender ist die Firma Dürkopp-Adler, die ihre Nähmaschinen im asiatischen Werk in Bangladesch vom Hauptsitz in Bielefeld aus überwacht und laut eigenen Aussagen sowohl die Ausfallzeiten der Maschinen als auch die Reisen ihrer Servicetechnikern verringern konnte.

Den Startschuss nicht verpassen

Dirk Backofen mahnt zudem, dass der Mittelstand den Schritt in Richtung Indus­trie 4.0 nicht verpassen sollte. Denn „ist die Großindustrie erst digitalisiert bzw. sind ihre Prozesse automatisiert und ein mittelständischer Zulieferer geht diesen Schritt nicht mit, wird dieses Unternehmen irgendwann einmal den Anschluss verlieren, weil es im Rahmen der digitalen Wertschöpfung nicht mehr relevant mitspielen kann“.

Generell ist Backofen überzeugt, dass „jedes mittelständische Unternehmen bereits auf irgendeine Art und Weise angefangen hat zu digitalisieren – sie wissen es teilweise bloß noch nicht“. Dies beginnt etwa bereits dann, wenn der Firmenchef ein iPhone benutzt und über die iCloud auf Firmenkontakte zugreift.

Bildquelle: © Thinkstock/iStockphoto

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