Digital Workspaces

Doppelsieg für Unternehmen und Mitarbeiter

In Sachen Digitale Transformation besteht in Deutschland noch Nachholbedarf. Eine aktuelle Citrix-Studie zeigt, dass Arbeitnehmer mit der Ausstattung ihrer IT-Arbeitsplätze oft unzufrieden sind. „Arbeit 4.0“ ist zwar gefragt – an der praktischen Umsetzung hapert es aber offenbar noch.

Büromitarbeiter am Schreibtisch

Der Digital Workspace ist ein integriertes Technologie-Framework, das für die flexible Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen, Daten und Desktops entwickelt wurde.

Dazu wurden im Januar 2019 Mitarbeiter in Unternehmen befragt, in denen mehr als 250 Beschäftigte am Computer arbeiten. Dabei kam heraus, dass 38 Prozent der 1.000 Befragten von ihrem Arbeitgeber beispielsweise keine Cloud-Dienste zur Verfügung gestellt bekommen,  dabei würden aber 60 Prozent gerne solche Dienste nutzen. Die Konsequenz daraus ist die sogenannte „Schatten-IT“. 28 Prozent geben an, auf eigene Faust Programme, z. B. Cloud-Dienste wie Dropbox, installiert zu haben. Doch die Nutzung solcher „inoffiziellen“ Lösungen bringt Probleme mit sich: Da sie nicht in das IT-Konzept des Unternehmens eingebunden sind, entstehen Sicherheitsrisiken, Compliance-Konflikte und oft auch ineffiziente Prozesse.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Viele Menschen sind heute aus dem privaten Bereich mit cloud-basierten Diensten vertraut. Unter den Befragten sind es 34 Prozent. Nur acht Prozent nutzen Cloud-Dienste ausschließlich für berufliche Zwecke. Klar ist auf jeden Fall, dass Nutzer sich für die berufliche Anwendung den gleichen Komfort wünschen, den sie aus der privaten Anwendung der Dienste gewohnt sind. Digital Workspaces sind weder Selbstzweck noch ein vorübergehender Trend.

43 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass Cloud-Technologie zu höherer Flexibilität in zeitlicher und räumlicher Hinsicht beiträgt. Gerade jüngere IT-Spezialisten fordern von ihrem Arbeitgeber immer öfter die Möglichkeit, prinzipiell an jedem Ort und zu jeder Zeit arbeiten zu können. 50 Prozent sind davon überzeugt, unter diesen Umständen produktiver zu sein.

Mangel an zeitgemäßen IT-Arbeitsplätzen

In der Realität scheitert es hingegen oft schon an den einfachsten Dingen: 31 Prozent der Befragten würden gerne einen cloud-basierten Messenger wie Slack nutzen – der wird jedoch nur von 24 Prozent der Unternehmen bereitgestellt. Die Digitalisierung von Arbeitsplätzen vollzieht sich in Deutschland also offenbar im Schneckentempo. Über die Gründe dafür lässt sich nur spekulieren. An einem Mangel entsprechender Angebote für Unternehmen kann es jedoch nicht liegen. Den Digital Workspace gibt es als Komplettpaket – und er bietet weit mehr als nur einen cloud-basierten Messenger.

Der Digital Workspace ist ein integriertes Technologie-Framework, das für die flexible Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen, Daten und Desktops entwickelt wurde. Dabei handelt es sich nicht um eine spezifische Technologie, sondern um einen Ansatz, der mehrere Technologien bündelt, um das IT-Management zu vereinfachen. Der Digital Workspace integriert Technologien, Plattformen, Geräte und Clouds in einen digitalen Arbeitsbereich.

Einfache Vernetzung sämtlicher Geräte und Tools

Seit der flächendeckenden Verbreitung agiler Software-as-Service- (SaaS) und Cloud-Lösungen vollziehen sich technologische Fortschritte sehr schnell. Bestehende Systeme können um neue Technologien erweitert werden, wodurch stets auf dem aktuellen Stand der Technik gearbeitet werden kann.

Windows-, Linux- und browser-basierte Anwendungen oder ganze virtuelle Desktops können einfach über eine Public Cloud, Hybrid Cloud oder auch im eigenen Rechenzentrum bereitgestellt werden. Dabei können Mitarbeiter, Partner oder Kunden Dateien sicher aufrufen, synchronisieren und austauschen – überall und mit beliebigen Endgeräten, die sich über eine zentrale Enterprise-Mobility-Management-Lösung verwalten lassen.

Darüber hinaus benötigen IT-Fachkräfte einfachen Zugriff auf Web-, Cloud- oder SaaS-Anwendungen, unabhängig vom genutzten Gerät. Aus Sicherheitsgründen gestaltet sich der Anmeldeprozess oft sehr umständlich – und schränkt die Produktivität erheblich ein. Einheitliche Authentifikationsmethoden sind laut der Umfrage nur in 23 Prozent der Fälle implementiert. Um hohen Benutzerkomfort mit Sicherheit und Kontrolle in Einklang zu bringen, führt kein Weg an Single Sign-on (SSO) für alle Anwendungen vorbei – egal ob sie vor Ort, in der Cloud oder als SaaS bereitgestellt werden.

Arbeiten in der Cloud statt im Büro

Unternehmen müssen sich im Rahmen der Digitalen Transformation in die Lage versetzen, mit den rasend schnellen Entwicklungen im IT-Bereich Schritt zu halten. Durch eine vernetzte Umgebung aus Geräten, Cloud-Technologie und Daten können Unternehmen die Produktivität, Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit entscheidend verbessern. Gerade im IT-Bereich übersteigt die Nachfrage nach hoch qualifizierten Spezialisten das Angebot bei Weitem. Daher können Unternehmen es sich nicht leisten, mit veralteten IT-Lösungen zu arbeiten. Ein ausgereiftes Digital-Workspace-Konzept kann bei der Akquisition von Fachkräften das entscheidende Argument sein.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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