ERP-Einführung bei Metallbauer

Durch Tür und Tor

Der steirische Metallbauer Holler Tore fertigt Tor- und Zaunsysteme aus Aluminium. Mit Individuallösungen erzielt das Unternehmen zweistellige Wachstumsraten. Seit 2014 hat sich das Geschäftsvolumen verdoppelt. Um die stark steigende Nachfrage sicher aufzufangen, investiert das Metallbauunternehmen in die Prozessorganisation. Zentrales Element der Strategie ist die Einführung des Auftragsmanagementsystems ams.erp, das für die Projektanforderungen der Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung ausgelegt ist.

Durch Tür und Tor

Der Metallbauer Holler Tore hat sich für ams.erp entschieden.

Um die Vorstellungen seiner Kunden zu erfüllen, setzt Holler Tore auf eine hohe Wertschöpfungstiefe: Gut 90 Prozent der Arbeitsabläufe finden im eigenen Unternehmen statt. Ab Januar 2020 soll die neue Lösung die gesamte Prozesskette unterstützen. Diese reiche von Vertrieb über Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Materialwirtschaft, Produktion, Qualitätssicherung und Versand bis zu den After Sales. Hinzu kommen kaufmännische Querschnittsaufgaben wie Controlling, Personalzeiterfassung, Betriebsdatenerfassung und Kalkulation. Einzig die Buchhaltung bleibt ausgeklammert und wird extern von einem Dienstleister erledigt.

„Dass wir uns für ams.erp entschieden haben, hatte sowohl inhaltliche als auch architektonische Gründe“, sagt Prokurist Ferdinand Rieser, der die Einführung der neuen Geschäftssoftware koordiniert. Aus inhaltlicher Sicht, so Rieser weiter, habe vor allem der spezifische Fokus überzeugt: Da sich die Lösung ausschließlich an Unternehmen wendet, die mit kleinen und kleinsten Losgrößen arbeiten, erhalte man ein schlankes System, das die Best Practices liefert, die Holler Tore als Varianten- und Kleinserienfertiger braucht. Als Beispiel nennt Ferdinand Rieser die Arbeit mit der wachsenden Stückliste. Diese erlaube es Auftragsfertigern, ihre Einkaufs- und Ferti­gungsprozesse zu organisieren, noch bevor die eigentlichen Stammstücklisten freigegeben sind. In der Folge ergeben sich wesentlich kürzere Durchlaufzeiten.

Eine weitere Prozessbeschleunigung erwartet das Unternehmen im Angebotswesen. In diesem Zusammenhang kommt Rieser auf die architektonischen Vorteile zu sprechen: „Wir haben festgestellt, dass es sich bei dieser Lösung um ein sehr offenes System handelt, mit dem sich Drittsysteme vergleichsweise einfach integrieren lassen. Gleichzeitig mit dem Go-live des ERP wollen wir diese Offenheit nutzen, um eine Händlerplattform anzubinden, die wir ebenfalls im ersten Quartal 2020 an den Start bringen werden.“ Das neue Händler-Frontend soll die Auftragserfassung weitgehend automatisieren. Ziel sei es, zumindest 60 Prozent der Aufträge ohne Nachbearbeitung über eine Schnittstelle vom Händler-Frontend in dem ERP-System zu übernehmen.

Bildquelle: Gettyimages/iStock

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