Additive Fertigung

E-Bikes aus dem 3D-Drucker

Vergangene Woche kündigte Arevo, ein Anbieter für software-gesteuerte additive Fertigungstechnologie, die Markteinführung eines neuen E-Bikes und damit des – eigenen Angaben zufolge – weltweit ersten batterieunterstützten Fahrrads mit 3D-Kohlefaserrahmen an.

E-Bikes mit Kohlefaserrahmen aus dem 3D-Drucker

Additive Fertigung macht es möglich: E-Bikes mit Kohlefaserrahmen aus dem 3D-Drucker

Nach der Markteinführung des ersten geländegängigen Citybikes aus dem 3D-Drucker im Mai beweist das neue E-Bike einmal mehr die 3D-Fähigkeiten des Anbieters. Dabei kombiniert das 3D-Druckverfahren verschiedene Software, Robotik, maschinelles Lernen und thermoplastische Materialien, um Konstrukteuren und Herstellern eine Freiheit bei der Entwicklung von Produkten zu bieten. So kann das E-Bike individuell auf die Fahrer angepasst und bei Bedarf in den richtigen Mengen gedruckt und weltweit wettbewerbsfähig hergestellt werden.

„Wir ermöglichen es Unternehmen, Produkte lokal zu erstellen und zu beziehen, indem sie dynamische Software und Automatisierung nutzen", sagte Jim Miller, CEO von Arevo. „Die Entwicklung des E-Bikes hat gezeigt, dass wir ein neues Produkt bei Bedarf zu geringen Kosten in 3D drucken und den Produktionsprozess lokalisieren können – was den Prozess und die Zeit, die in der Vergangenheit zur Herstellung von Fahrradrahmen benötigt wurde, erheblich verkürzt.“

Für das Projekt hat man sich mit Oechsler, einem Fertiger von Automobil- und Medizintechnikteilen, zusammengeschlossen, um das Dreigang-Automatikgetriebe Drivematic des Unternehmens mit dem 3D-gedruckten Kohlefaserrahmen von Arevo für ein elektrisches Fahrrad aus dem 3D-Drucker zu nutzen. Das Fahrrad soll damit über eine Ausstattung für moderne Fahrradpendler verfügen, einschließlich Bluetooth-Verbindung und Smartphone-Konnektivität, um Fahrraddaten wie Batterielebensdauer, aktuelle Geschwindigkeit und Entfernung zu verfolgen.

„Dank der Fähigkeit von Arveo, schnell maßgeschneiderte Fahrradrahmen zu produzieren, werden wir in der Lage sein, die steigende Nachfrage nach E-Bikes in einem Bruchteil der Zeit, zu geringeren Kosten und Umweltauswirkungen im Vergleich zum herkömmlichen Fahrradproduktionsprozesses abdecken können“, betont Michael Oppermann, Director Business Development bei Oechsler.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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