Hirmer Eckerle Service setzt auf Lucanet

E-Bilanz für Männermode

Das erste Geschäftsjahr, in dem die elektronische Bilanz an die Finanzverwaltung verpflichtend zu senden ist, hat am 1. Januar 2013 begonnen. Die Frist für die erste tatsächliche Übermittlung ist zwar erst 2014, jedoch sollte sich jeder Steuerpflichtige Gedanken machen, in welcher Art und Weise die E-Bilanz erstellt werden soll.

 Die Probleme, vor denen die Unternehmen stehen, beziehen sich im Wesentlichen auf zwei Punkte: Zum einen ist die inhaltliche Ausgestaltung betroffen – welche Informationen werden in der steuerlichen Taxonomie gefordert und welcher Anteil dieser Informationen wird bereits jetzt in der Buchhaltung abgebildet? Zum anderen geht es um die technische Umsetzung, denn die Finanzverwaltung stellt keine Software zur Erstellung und Übermittlung zur Verfügung. Hier steht jedes Unternehmen vor der Entscheidung, die E-Bilanz aus dem Buchführungsprogramm oder einer nachgelagerten Softwarelösung zu erstellen. Dabei gilt es zu überprüfen, welche Möglichkeiten vom Finanzbuchhaltungssystem zur Verfügung gestellt werden, da sich die Vorgehensweise der Hersteller bezüglich der Funktionalitäten stark unterscheiden.

Die E-Bilanz

Für die Hirmer Eckerle Service KG aus München stellte sich die Frage nach der technischen Umsetzung nur kurz. Der Anbieter von Männermode mit einem deutschlandweiten Filialnetz setzt auch im Bereich Rechnungswesen und Controlling auf Qualität. Im Zuge der gesetzlichen Einführung der E-Bilanz wurde die vorhandene Software, eine OEM-Version der Planungssoftware der Lucanet AG, durch das Modul Lucanet.E-Bilanz erweitert, das sowohl die bestehende Software um die E-Bilanz-Funktionalitäten ergänzt, aber auch als Stand-alone-Lösung einsetzbar ist.
Besonders hilfreich für die Erstellung der E-Bilanz bei Hirmer Eckerle: Die handelsbilanziellen Daten waren für die Mehrzahl der Gesellschaften bereits in der Software vorhanden. Die wenigen noch nicht vorhandenen Gesellschaften konnten über die automatische Schnittstelle schnell eingespielt werden.

Taxonomie wird einfacher

Die importierten Zahlen können mithilfe von Anpassungsbuchungen für E-Bilanz-Zwecke verändert werden. Speziell im Eigenkapital ist diese Möglichkeit für das Modeunternehmen von Bedeutung. Denn die Informationen, die in diesem Bereich von der Taxonomie gefordert werden, sind gerade bei Personengesellschaften sehr ausführlich. In Summe aufgeteilt nach Komplementären und Kommanditisten erwartet die Finanzverwaltung Angaben zur Entwicklung der Kapitalanteile, beispielsweise die Summe der Entnahmen bzw. Einlagen im Geschäftsjahr. Diese Informationen waren auf Kontenebene im Hauptbuch nicht vorhanden, sodass eine Anpassung für E-Bilanz-Zwecke erfolgen musste. „Die flexible Möglichkeit, Daten unabhängig von unserem Vorsystem anzupassen, schätze ich sehr. Durch das zugrundeliegende Buchungsjournal kann ich die Anpassungsbuchungen jederzeit nachvollziehen. Das erhöht die Transparenz bei Erstellung der E-Bilanz“, ergänzt Wolfgang Grimm, stellvertretender Leiter Rechnungswesen bei Hirmer Eckerle.

Die zeitintensivste Herausforderung bei der E-Bilanz besteht in dem Mapping der Konten auf die Taxonomie. Hier zeigte sich beim Einführungsprojekt, dass zwar in Ansätzen ein einheitlicher Konzernkontenrahmen vorhanden war, dieser jedoch nicht bei allen Gesellschaften bis ins kleinste Detail umgesetzt worden ist. Die Folge: Mehraufwand bei der Kontenzuordnung bei der Taxonomie. Denn eigentlich hätte das Konten-Mapping nur einmal durchgeführt werden müssen und die Zuordnungstabelle dann für weitere Gesellschaften übernommen werden können. Durch kleine Unterschiede in der Kontenbezeichnung war dies allerdings nicht bei allen Konten möglich. Nichtsdestotrotz konnten die Konten schneller als erwartet auf die Taxonomie gemappt werden. „Durch die intuitive Bedienung der Software ging das Konten-Mapping sehr schnell. Nach knapp zwei Tagen hatten wir bei zehn Gesellschaften trotz der unterschiedlichen Kontenpläne die Finanzdaten der E-Bilanz gefüllt. Dann mussten nur noch die Stammdaten ausgefüllt werden, und schon waren valide sowie qualitativ hochwertige E-Bilanzen in der Software vorhanden. Die gesamte Einführung ging viel schneller und problemloser, als ich es erwartet hatte“, so Grimm abschließend.


Hirmer Eckerle Service KG

  • Branche: Mode und Textil
  • Gründungsjahr: 1981
  • Hauptsitz: München
  • Mitarbeiter: 170 (Stand: April 2013)

Bildquelle: Thinkstock/iStockphoto

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