Unterschiede in der Ausprägung

E-Commerce: B2B komplexer als B2C

Mittelständler aus traditionellen Branchen wie dem Produktionsumfeld betreiben oftmals reinen B2B-E-Commerce-Shops, an die im Vergleich zu ihren Endverbraucher-Pendants zusätzliche Anforderungen gestellt werden.

Wiljo Krechting, PR-Manager bei Shopware

Wiljo Krechting, PR-Manager bei Shopware: „Im B2B-Geschäft dominieren klassische Bezahlwege: Rechnung, Lastschrift, Vorkasse und Kreditkarte – in dieser Reihenfolge. Laut einer aktuellen Umfrage sind es bei B2C-Shops folgende vier: Vorkasse, Paypal, Rechnung und Kreditkarte.“ ((Bildquelle: Shopware))

Prinzipiell stuft Marc Wiseler von Magento B2B-Shops hinsichtlich ihrer Komplexität höher ein als B2C-Shops, denn neben verschiedenen Preismodellen und personalisierten Katalogen benötigten B2B-Shop-Lösungen noch weitreichendere Integration mit den ERP-, PIM- und WMS-Systemen. Infolgedessen böten traditionelle B2B-Shop-Lösungen häufig komplexe und nutzerunfreundliche Interfaces. Dies störe viele Kunden, die von B2B-Shop-Lösungen dieselbe Experience erwarteten wie von B2C-Shops. „In der B2C-Welt ist eine gute Customer Experience das Allerwichtigste, und diese Prämisse gilt zunehmend auch für das B2B-Geschäft“, verdeutlicht Wiseler.

B2C nicht einfach übertragbar

Dennoch kann man B2C-Lösungen nicht einfach in das Geschäftskundensegment übertragen, denn B2C-Systeme können die speziellen Anforderungen meist nicht abdecken. Natürlich gibt es laut Wiljo Krechting von Shopware unternehmensspezifische Gegebenheiten, ein B2B-Shop-System sollte jedoch grundsätzlich folgende Möglichkeiten bieten:

  • Rechte- und Rollenmanagement
  • leistungsstarke Suchfunktion
  • Hinterlegen von getätigten Bestellungen
  • Bestelllisten und
  • Schnellbestellungen
  • Angebotserstellung
  • individuelle Preisgestaltung
  • Händlerintegration
  • Multishop-Fähigkeit
  • Leichte Integration von Drittsystemen
  • responsives Design

Im B2B-Geschäft dominieren laut Krechting zudem klassische Bezahlwege: Rechnung, Lastschrift, Vorkasse und Kreditkarte – in dieser Reihenfolge. Laut einer aktuellen Umfrage sind es bei B2C-Shops Vorkasse, PayPal, Rechnung und Kreditkarte. Im B2C-Geschäft ist das Thema Bezahlung zudem komplexer, weil es auch geprägt ist von regionalen Anbietern und Vorlieben. In Deutschland sind die wichtigsten Bezahlarten die Sofortüberweisung, Paypal, Kreditkarte sowie Lastschriften oder Bezahlung auf Rechnung – wobei die letzten beiden besonders typisch für den deutschen Markt sind. In anderen Ländern hingegen sind andere Verfahren verbreitet: in den Niederlanden iDeal, in Skandinavien Klarna. Und in Russland zahlt man häufig bar.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

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