Ausfallsicherheit bei Lotto Hamburg

Ein Netz wie sechs Richtige

Die Lotto Hamburg GmbH ist auf ein Datennetz angewiesen, das alle Annahmestellen sicher und zuverlässig mit der Zentrale verbindet. Dabei sorgt die Plattform eines externen Providers für maximale Ausfallsicherheit.

  • Ausfüllen eines Lotto-Tippscheins

    Seit Ende 2018 läuft der gesamte Datenverkehr zwischen den Annahmestellen und der Zentrale bei Lotto Hamburg über das hochverfügbare Netz eines ITK-Providers.

  • Zentrale von Lotto Hamburg

    Zentrale von Lotto Hamburg

  • Annahmestelle von Lotto Hamburg

    In der Hansestadt gibt es rund 450-Annahmestellen.

In Deutschland spielen jährlich 23 Millionen Menschen Lotto oder ein anderes staatliches Glücksspiel. Und das obwohl der Jackpot äußerst schwer zu knacken ist: Beim „Lotto 6 aus 49“ liegt die Gewinnchance bei 1 zu 140 Millionen. Dennoch ist der Traum vom großen Glück sehr lebendig. Und das nun schon seit über 60 Jahren. Denn am 9. Oktober 1955 fand in Hamburg die erste Ziehung der Lottozahlen statt. Im damaligen Hotel Mau zog das Waisenkind Elvira die 13 als erste Zahl von 6 aus 49. Veranstalter waren die vier Lotteriegesellschaften Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Heute bietet Lotto Hamburg seinen Kunden auch andere staatliche Glücksspiele wie Eurojackpot, Keno, Bingo, die Glückspirale, die Fußballwette Toto und Rubbellose an. Mit Erfolg: Allein 2018 lagen die Lotterie- und Wetteinnahmen in Hamburg bei rund 153 Millionen Euro, bundesweit sogar bei 7,3 Milliarden Euro.

Tippen können die Kunden inzwischen auch online über das Internet. Die meisten tun das aber nach wie vor in einer der rund 450-Annahmestellen in der Hansestadt. Und an dieser Stelle kommt mit Itenos ein externer ITK-Dienstleister ins Spiel: Seit Ende 2018 läuft der gesamte Datenverkehr zwischen den Annahmestellen und der Zentrale über das hochverfügbare und -sichere Protectservice-Netz des Providers. Wenn die Kunden ihre Tippscheine abgeben, werden die Zahlen an die Zentrale gesandt. Auch die Gewinnabfragen nach der Ziehung laufen online über die Rechenzentren der Hauptverwaltung.

Um hierbei Zuverlässigkeit zu gewährleisten, hat Itenos für ein geschlossenes Weitverkehrsnetz (WAN) aufgebaut – und zwar außerhalb des Internets. Der Datentransfer erfolgt über den All-IP-DSL-Festnetzanschluss der Annahmestellen oder – falls einmal nicht verfügbar – über LTE-Mobilfunk. Dafür stattete die Telekom-Tochter alle Filialen von Lotto Hamburg nicht nur mit neuen Datenanschlüssen, sondern auch mit Routern aus, die als Backup eine Telekom-SIM-Karte enthalten. Ein etwaiger Wechsel von Festnetz auf Mobilfunk erfolgt vollautomatisch. So steigt die durchschnittliche Netzverfügbarkeit auf 99,5 Prozent.

„Für unsere Kunden und uns geht es Woche für Woche um Millionenbeträge, da können wir uns keine Ausfälle erlauben. Darum waren wir auf der Suche nach einem Technikpartner, der für uns ein stabiles und sicheres Datennetz aufbauen und verwalten kann“, sagt Sven Schröder, Leiter der IT-Technik bei Lotto Hamburg. „Nach einer europaweiten Ausschreibung haben wir uns schließlich für Itenos entschieden, weil uns hier das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt hat. Außerdem verfügte der Dienstleister bereits über ausgezeichnete Referenzen in unserer Branche.“ Neben den Hanseaten vertrauen acht weitere Lotteriegesellschaften auf die Leistungen des Providers.

Plattform ist georedundant ausgelegt

Diese Erfahrungen zahlten sich nun aus: Der Dienstleister baute das neue Netz innerhalb weniger Monate auf – ohne größere IT-Ausfälle. Zunächst wurden parallele Datenanschlüsse installiert oder bestehende Anschlüsse portiert, neue Router angeschlossen und umfangreiche Tests durchgeführt. Erst als das neue WAN stabil lief, wurde das alte Netz abgeschaltet. Die Lottogesellschaft profitiert nun von einem hochverfügbaren, autarken Netz, das über die Plattform (geo-)redundant an seine Rechenzentren angebunden ist. Der Provider managt das Kommunikationsnetz komplett, der Kunde muss sich um nichts kümmern. Für etwaige Anliegen gibt es einen zentralen Servicedesk.

„Mit dem technischen Rollout haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet der IT-Technik-Chef von Lotto Hamburg Sven Schröder. „Mittlerweile haben wir das Netz in unsere Linienorganisation übergeben. Es läuft äußerst stabil.“ Kurzum: Die Tipper in der Hansestadt können auch in Zukunft problemlos ihr Glück versuchen. Dafür haben die meisten Spieler ihre ganz eigene Taktik: Viele tippen ihren Geburtstag oder Hochzeitstag. Andere versuchen es mit Mustern wie einem X oder U. Ganz Gewiefte setzen auf die sogenannten kalten Zahlen, die lange nicht gezogen wurden und somit vermeintlich überfällig sind. Am häufigsten wurde bislang übrigens die 6 gezogen, am wenigsten die 13. Ausgerechnet die Zahl, mit der 1955 im Hamburg alles begann.

Bildquelle: Lotto Hamburg

((BU))
Für Lotto Hamburg hat der ITK-Dienstleister ein zuverlässiges, geschlossenes Datennetz aufgebaut.
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Rund 450 Annahmestellen wurden mit der Zentrale vernetzt.
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In Deutschland versuchen jährlich 23 Millionen Menschen ihr Glück bei Lotto oder einem anderen Angebot der staatlichen Lotteriegesellschaften.
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Beim beliebten Lotto 6 aus 49 liegt die Chance, den Jackpot zu knacken, nur bei 1:140 Millionen.
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Jeder Tipper hat seine ganz eigene Strategie, um sechs Richtige zu erzielen.

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