Aqua-Concept vertraut auf SAP

Eine Art Neustart

Seit Dezember 2011 setzt der Wasseraufbereitungsspezialist Aqua-Concept auf eine cloud-basierte ERP-Software, ohne die das Unternehmen die enorme Zunahme an Aufträgen nicht hätte bewältigen können. 35 Mitarbeiter arbeiten mit der Software.

Wasser ist das Element von Aqua-Concept. Schon kurz nach der Gründung im Jahr 1991 begann ein rasantes Wachstum, das bis heute anhält. In der Folge eröffnete das Unternehmen zusätzliche Verkaufsbüros in Deutschland und zog in größere Büro- und Produktionsräume in Planegg bei München. 2010 kam mit der Schicht WasserAufbereitungsTechnik GmbH eine Tochtergesellschaft hinzu, was ein wesentlicher Grund für die Einführung der ERP-Cloud-Software SAP Business ByDesign war. Aqua-Concept-Geschäftsführer Dr. Andreas Detig: „Durch den Zusammenschluss hatten wir zwei Warenwirtschafts- und zwei ERP-Systeme, die weder auf uns optimal zugeschnitten waren noch die notwendigen Intercompany-Prozesse abdecken konnten.“

Die Situation nahmen die Unternehmensverantwortlichen Mitte des Jahres 2011 zum Anlass für einen Neustart. Zum einen erachtete man es als vorteilhaft, dass sich alle Mitarbeiter einem neuen System anpassten. Zum anderen wollte man eine investitionssichere Software, die zur Unternehmensgröße passte und die Geschäftsprozesse von Mutter- und Tochtergesellschaft gleichermaßen würde abdecken können. Business ByDesign erfüllt diese Kriterien in den Augen der Entscheidungsträger. Darüber hinaus wollte man sich mit der Cloud-Technologie sowohl Anschaffungs- und Wartungsaufwand als auch den Aufbau internen Know-hows sparen. Prozesstechnisch versprach sich Aqua-Concept eine leichtere Anbindung seiner Außendienstmitarbeiter, da es mit der alten Software hierbei immer wieder zu Störungen kam.

Sicherer in der Cloud?

Entgegen der Argumentation vieler anderer mittelständischer Unternehmer sprach die Datensicherheit laut Detig eher für die Cloud-Lösung: „Wir vertrauen unsere Daten einem großen ERP-Anbieter an, der sie in hochsicheren Rechenzentren in Deutschland und damit im deutschen Rechtsraum hostet.“ Dass das Unternehmen einige Prozesse an die Standardsoftware anpassen musste, sieht Detig ebenfalls nicht als Nachteil. „Wir wussten, dass wir diesen Spielraum als relativ kleines Unternehmen haben. Außerdem waren die Anpassungen moderat.“

Seit Februar 2012 nutzt Aqua-Concept und seine Tochtergesellschaft Schicht GmbH die Software in vollem Umfang, samt allen zur Verfügung stehenden Workcentern. Bei der Umstellung galt die Maßgabe, jeden Tag lieferfähig zu sein. Einen Stillstand wollte das Unternehmen unter allen Umständen vermeiden. Daher wurde die Cloud-Lösung erst an das erste und zwei Monate später an das zweite Unternehmen angebunden, was sich als richtig erwies, denn Produktion und Vertrieb liefen währenddessen ungehindert weiter.

Auch die Stamm- und Materialdaten wurden sukzessiv aus beiden Altsystemen überführt. Sicherheitshalber legte das Unternehmen bei Neuaufträgen die Stammdaten in Business ByDesign neu an, anstatt sie aus dem alten System zu übertragen. „Das war ein Kraftakt, den wir nicht wiederholen wollten“, sagt Detig. Deshalb rät er dazu, dies möglichst dem Implementierungspartner zu überlassen – in diesem Falle Alpha Business Solutions. Diese seien auch mit Besonderheiten vertraut, die bei der Zusammenführung zweier Unternehmen auftreten können.

Mehr Varianten

In Summe zeigt sich Detig zufrieden, auch hinsichtlich der Anpassbarkeit. Ein Beispiel: Aqua-Concept plant, im neuen ERP-System für viele Artikelnummern mehrere Stücklisten zu hinterlegen. Dadurch könne das Unternehmen dem Wunsch vieler Händler nachkommen, seine Produkte mit deren eigenen Etiketten zu versehen. Dazu würde bereits im Auftrag angegeben, dass Kunde X bei der Bestellung Y gern seinen Namen auf dem Etikett stehen hätte.

Die im neuen Feature Pack angebotenen Workflows erleichtern dem Unternehmen zudem Anbindung und Zusammenarbeit mit Kunden sowie externen Partnern. Dadurch kann Aqua-Concept von diesen z.B. zeitnah Rückmeldungen über Aufträge, Bestellungen oder Lieferungen erhalten.

Die regelmäßigen Updates des Anbieters sieht Detig als positiven „Zwang“. „Dadurch sind wir immer auf dem neuesten Stand. Zugleich beschäftigen wir uns regelmäßig mit den neuen Funktionen, wodurch wir auch nachträglich noch das eine oder andere verbessert haben. In unser altes Warenwirtschaftssystem hatten wir zwölf Jahre lang keine Updates eingespielt, da der Aufwand immer sehr groß war. Dies bedeutete aber auch, dass keine neue Funktionalitäten genutzt werden konnten. Nun liegt das Thema ‚Update und seine Fehlerbehebung‘ primär bei SAP.“


Die Aqua-Concept GmbH

  • Hauptsitz: Gräfelfing
  • Gründung: 1991
  • Branche: Umwelttechnik und Spezialchemie-Anwendungen
  • Mitarbeiter: ca. 35
  • Kunden 2012: ca. 1.200 weltweit
  • Umsatz 2012: mehr als 5 Mio. Euro

www.aqua-concept-gmbh.eu

Bildquelle: © Aquatec

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok