FC St. Pauli nutzt Microsoft-Technologien

Einstieg in die Cloud

Der FC St. Pauli beschreitet neue Wege in der IT: Der Zweitligist verzichtet künftig auf eine eigene IT-Infrastruktur und verlagert im Zuge der notwendigen Modernisierung sämtliche IT-Prozesse in die Microsoft-Cloud.

FC St. Pauli

Der FC St. Pauli beschreitet neue Wege in der IT und zieht mit seinen Infrastrukturen in die Cloud.

„Computer schießen keine Tore“, hat Franz Beckenbauer mal gesagt. Das gilt auch für den FC St. Pauli, der mit nur sechs Punkten aus elf Spielen derzeit das Schlusslicht der Zweiten Fußballbundesliga bildet. Dennoch soll eine funktionierende IT-Infrastruktur dem Kiezclub nun dabei helfen, den sportlichen Bereich und am Ende auch das betriebswirtschaftliche Ergebnis mit modernen Cloud-Technologien zu verbessern. „Professionell geführte Vereine brauchen eine flexible IT-Infrastruktur, die die sportlichen und wirtschaftlichen Ziele unterstützt“, kommentiert Hannes Brandt, ICT-Projektleiter des Clubs vom Millerntor. Im Zuge dessen lösen Azure, Office 365 und Enterprise Mobility + Security (EMS) bei den Hamburgern verschiedene On-Premise-Lösungen zu Gunsten agiler Strukturen ab.

Bei der Realisierung ihrer Zukunftsprojekte für mehr Effizienz und Flexibilität setzen die Kiez-Kicker auf die Microsoft Cloud, was in Zukunft für schlanke Strukturen sorgen soll: Hardware-Investitionen und Software-Updates sind damit obsolet. ICT-Dienste werden im Abonnement anstatt über langfristige Verträge bereitgestellt. So wollen die Hamburger künftig auf wechselnde Anforderungen flexibel reagieren. „Zudem ermöglicht die Digitalisierung unseres Clubs agilere Formen der Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg“, berichtet Projektleiter Brandt.

IT-Partner statt IT-Abteilung

Das interne Projekt „Zero-IT“ startete bereits im Vorjahr mit der „Cloud only“-Strategie. „Langfristig wollen wir ohne eigene IT-Abteilung, aber mit starken IT-Partnern wirtschaftlich erfolgreich sein“, so Brandt. Die Chancen dafür stehen mit Partnern wie dem IT-Strategieberater Phat Consulting (Modern Workplace), dem Cloud-Experten Bright Skies (Projektumsetzung) und dem IT-Spezialisten Rosenberg IT Consult (IT-Betrieb in Cloud-Umgebung) aus dem Microsoft-Partner-Netzwerk gut.

Zum Hintergrund: Die Fußball-Bundesliga ist in der Summe ein einzigartiges Erfolgsmodell – auch für andere Branchen und die mittelständische Wirtschaft insgesamt: Die 36 Clubs der Ersten und Zweiten Liga erwirtschaften pro Jahr einen Gesamtumsatz von über drei Milliarden Euro und geben mehr als 50.000 Menschen Arbeit. Jährlich besuchen mehr als 18 Millionen Menschen die Spiele der Ligen. Vom Volumen her ist die Bundesliga also durchaus mit MDAX-Unternehmen vergleichbar, heißt es im Bundesliga-Report 2016 und liegt in der Profitabilität weit vor den meisten: Im Durchschnitt wachsen die Bundesligisten pro Jahr um rund sieben Prozent und damit fast viermal so schnell wie die Gesamtwirtschaft (zwei Prozent). Selbst die Zweite Liga in Deutschland, aktuelle Heimat des FC St. Pauli, erwirtschaftet noch mehr als die Top-Ligen in den Niederlanden, in Österreich und in Schweden.

Bildquelle: Thinkstock/DigitalVision

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