Eigenentwicklung vs. ERP-Standard

ERP-Ablösung nach Potentialanalyse

Die Dietrich Aldinger GmbH traf mithilfe externer Berater die Entscheidung, ein eigenentwickeltes PPS-System durch eine ERP-Standardsoftware zu ersetzen.

Die Dietrich Aldinger GmbH, Spezialist für Metall- und Lasertechnik, beschäftigt in den Werken Nagold und Horb circa 250 Mitarbeiter im Mehrschicht-Betrieb mit maßgeschneiderten Produkten der Metall- und Laserbearbeitung für verschiedenste Branchen und Kunden. Ausgeprägte Serienfertigung für die Automobilindustrie wechselt sich ab mit Kleinserien hoher Produktvielfalt. Es werden Kundenteile im Auftrag hergestellt, die zu einer hohen Anzahl von Angeboten und laufend neuen, kundenbezogenen Stammdaten führen.

Aufgrund steigender Anforderungen und des kontinuierlichen Wachstums stand Aldinger 2014 vor der Alternative, entweder das vorhandene System weiterzuentwickeln oder eine neue Standardsoftware auszuwählen und einzuführen.

In einem Potentialcheck der Kernprozesse wurden die einzelnen Bereiche von der MQ Result Consulting AG gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern untersucht und das Verbesserungspotenzial aus neuen Software-Funktionen, organisatorischen Maßnahmen und deren Kombination identifiziert und in einem Produktivitätsfahrplan nach Aufwand-Nutzen-Einteilung zusammengefasst.

„Dies hat uns sehr geholfen, unsere internen Abläufe zu beleuchten und daraus resultierende Funktionsanforderungen abzuleiten“, so Jörn Duwe, Projektleiter und Controller bei Aldinger.

Es wurde die Einführung von Standardsoftware empfohlen, mit der sich voraussichtlich eine Vielzahl der aufgefundenen Potentiale nutzen lassen. Mit der Weiterführung der Eigenentwicklung wären ein hoher Aufwand und Risiken für die Zukunft verbunden gewesen.

Für das Auswahlverfahren wurden die Ergebnisse der Potentialanalyse in ein Lastenheft überführt, das zur Grundlage eines systematischen Vorgehens wurde. Nach einer Vorauswahl und Kurzworkshops moderierten die Berater mehrere Intensivworkshops für die Endauswahl: „Hier wurde es mit unseren Daten und Anwendungsbeispielen aus der Praxis konkreter,“ berichtet Duwe. „Das akribische Einhalten des vorgegebenen Zeitplans und des vorbereiteten Themen-Fahrplans war für die erfolgreiche Durchführung notwendig. Entsprechend straff und zielorientiert war die Gesprächsführung durch die MQ-Berater.“

Diese sollen nun anfänglich auch die Einführung des ausgewählten ERP-Systems begleiten: „Damit wollen wir sicherstellen, dass wir nicht wieder von vorne anfangen müssen, sondern die Ergebnisse aus der Potentialanalyse, den Workshops und dem Lastenheft tatsächlich weiterverwendet werden“, sagt Geschäftsführer Achim Aldinger.

Bildquelle: Aldinger

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