Ams Group erweitert Geschäftssoftware

ERP für Ladenbauer und Möbelhersteller

Die auf das Projektgeschäft von Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigern spezialisierte Ams Group hat ihre Branchenlösung „ams.erp interior" erweitert: Ein Variantengenerator soll Angebotswesen und Arbeitsvorbereitung beschleunigen, mitwachsende Stücklisten sollen das Änderungsmanagement flexibilisieren und die mitlaufende Kalkulation soll Budgetabweichungen frühzeitig aufdecken.

Die Ams Group hat ihre ERP-Branchenlösung für Ladenbauer, Möbelhersteller und Objekteinrichter ausgebaut: Projektfertiger aus der holzverarbeitenden Industrie und Möbelherstellung sollen eine integrierte Geschäftssoftware erhalten, mit der sie ihre Wertschöpfungskette durchgängig planen, steuern und überwachen.

Anwender wie Deutsche Werkstätten Hellerau, Ganter Interior und Dula sowie eine Reihe von mittelständischen Möbelbauern und Objektfertigern nutzen die ERP-Lösung, um die Anforderungen ihrer Aufträge termin- und budgetgetreu zu erfüllen.

Im aktuellen Release soll ein weiterentwickelter Variantengenerator, es den Fertigungsunternehmen erlauben, die komplexen Design-Vorgaben ihrer Auftraggeber mit einem Minimum an manuellem Aufwand zu erfassen und weiterzuverarbeiten. Auf diese Weise kann der Variantengenerator dem Vertrieb helfen, seine Angebote schneller und präziser zu kalkulieren. Zudem wird es den Unternehmen unmittelbar nach Auftragserhalt möglich, die erforderlichen Abläufe in den Bereichen Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Disposition, Einkauf, Produktion, Versand und Montage verlässlich anzustoßen.

Hohe Variantenvielfalt

Zu den Anwendern zählen sowohl Möbelhersteller als auch Inneneinrichter wie zum Beispiel Ladenbauer, Messebauer oder Hotelausstatter. Was diese Unternehmen eint, ist die kundenspezifische Fertigung mit der Losgröße 1. Um die Design-Ideen ihrer Kunden wunschgemäß umzusetzen, müssen die Unternehmen in der Lage sein, bis in den Millimeterbereich hinein präzise zu fertigen. Zudem verlangt der Markt ein Maximum an Wahlmöglichkeiten, was den Materialeinsatz und die Oberflächengestaltung anbetrifft. All diese Anforderungen führen dazu, dass die zu (ver-)bauenden Artikel deutlich mehr Eigenschaften mit sich führen, als es zum Beispiel bei Maschinen und Anlagen der Fall ist. Um die Projektanforderungen auftragsgemäß abzubilden, bietet die ERP-Lösung mehrstufige Auftragsstücklisten, welche die komplexe Fertigungslogik von Möbelbauern und Objekteinrichtern vollständig abbilden sollen.

Angesichts der hohen Informationsdichte ist es zeitintensiv, die Kunden­anforderungen manuell zu erfassen. Um den Vertrieb und die Arbeitsvorbereitung zu entlasten, setzt die Software auf einen integrierten Variantengenerator. Dieser führt die Anwender durch den Konfigurationsprozess und soll ausreichend Freiheitsgrade bilden, um selbst ausgefallene Design-Ideen wunschgemäß abzubilden. Da der Generator Teil der Lösung ist, gehen stets die aktuellsten Informationen zu Preisen und Fertigungszeiten in die Kalkulation ein. Nach Auftragserhalt leitet das System die erforderlichen Stücklisten und Arbeitspläne aus der Konfiguration ab und startet das operative Auftragsmanagement.

Transparentes Änderungsmanagement

Im Zuge der nun einsetzenden Auftragsabwicklung trägt die Lösung der Anforderung Rechnung, dass Möbelbauer und Objektfertiger während des gesamten Auftragsverlaufs Änderungen zu verarbeiten haben - Kunden haben immer wieder neue Ideen. Ein Prozess, der oftmals bis in die Einrichtungsphase hinein anhält. Damit alle Projektbeteiligten jederzeit über den Status eindeutig informiert sind, gibt es im System zu jeder Auftragsposition eine einzige aktuelle Auftragsstückliste, an die sich die Transaktionen des Auftragsmanagements knüpfen. Übergibt die Konstruktion eine aktualisierte Auftragsstückliste, so kann die Projektleitung zum Beispiel umgehend erkennen, welche Beschaffungsvorgänge bereits angestoßen wurden und inwiefern durch die jüngste Design-Änderung ein zusätzlicher Dispositionsbedarf entsteht.

Projektkostenkontrolle und Unternehmens-Controlling

Innenausbauer müssen komplexe Projekte mit zahlreichen Gewerken steuern. Projekte, die sich über Zeiträume von mehreren Monaten erstrecken. Um die kaufmännischen Risiken dieser Aufträge beherrschbar zu machen, gibt es eine mitlaufende Kalkulation. Ausgangsbasis ist die Budgetkalkulation, permanent mit dem Projektverlauf abgeglichen. Hierbei analysiert die Software sowohl die internen Aufwände als auch die Materialeinkäufe. Dank des fortwährenden Soll-Ist-Abgleichs erkennen die Projektverantwortlichen eventuelle Schieflagen bereits in ihrer Entstehung, so der Anbieter.

Darüber hinaus liefert die Lösung auftragsübergreifende Auswertungen, mit denen das Management die Performance des gesamten Unternehmens einschätzen kann. Geschäftsführer erhalten die Kennzahlen über ein Management-Cockpit, das sich auch ohne spezifisches Business-Intelligence-Wissen intuitiv bedienen lasse. Die Controlling-Lösung erfasst alle zentralen kaufmännischen Flussgrößen in Echtzeit. Zudem können sich die Verantwortlichen über den aktuellen Angebots-Forecast ihres Vertriebs informieren und die zukünftige Auslastung der Fertigungskapazitäten hochrechnen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

 

 

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