Kurzfristiger Systemwechsel war gefordert

ERP in vier Wochen eingeführt

Der Software-Anbieter Sage hat seine ERP-Lösung Sage X3 innerhalb von vier Wochen bei der Helm Medical GmbH implementiert. Auslöser für den kurzfristigen Systemwechsel war die Übernahme der Helm Medical GmbH durch die Sanavita Pharmaceuticals GmbH.

Neues ERP-System für Pharmaspezialisten

Pharmaspezialist Helm Medical GmbH führt innerhalb von vier Wochen ein neues ERP-System ein

Zum Hintergrund: Als die Sanavita Pharmaceuticals GmbH im September 2017 die Firma Helm Medical GmbH übernahm, war das der Startschuss zu einer ERP-Software-Implementierung im Rekordtempo. Der Grund: Die Software des bisherigen Eigentümers, der Helm AG, stand nicht mehr zur Verfügung. Innerhalb von kurzer Zeit musste eine neue Lösung einsatzbereit sein. Dringend gesucht war demnach eine schnell einzuführende, leicht zu bedienende Software für Warenwirtschaft und Buchhaltung. Tatsächlich gelang es Experten des Herstellers, die ERP-Lösung so schnell bereitzustellen, dass die Finanzbuchhaltung und Warenwirtschaft termingerecht auf der neuen Lösung liefen.

Heute arbeiten Finanzbuchhaltung, Einkauf, Verkauf und Qualitätssicherung mit dem ERP-System. Dabei ist laut dem Anwenderunternehmen die Akzeptanz durch Mitarbeiter und Management sehr hoch. Außerdem hatte die Entscheidung für die Lösung strategische Bedeutung: Die Walter Ritter Gruppe, zu der Sanavita Pharmaceuticals und Helm Medical GmbH gehören, wollte für das neue Mitglied der Unternehmensfamilie eine Lösung, die künftig für die ganze Gruppe nutzbar ist. Dazu gehört auch die Anforderung, dass die Software gemäß den Anforderungen der Good Automated Manufacturing Practice (GAMP) validierbar sein muss.

Die Compliance im Griff

Prozesse in Produktion und Vertrieb von Medizinprodukten zu validieren ist eine Compliance-Anforderung der Gruppe. Die neue ERP-Lösung erfüllt diese Anforderung u. a. mit der Funktion Audit Trail. Damit überwachen die Anwender Geschäftsprozesse, etwa beim Entwickeln und Ändern von Rezepturen. Jede neue Rezeptur muss von den Behörden freigegeben werden, bevor sie in der Produktion verwendet werden darf. Das ERP-System bildet diesen Freigabeprozess ab.

Ralf Feldkamp, CFO und Prokurist der Walter Ritter GmbH + Co. KG, sagte anlässlich der Einführung: „Wir haben mit dem neuen System eine Software gefunden, die gut zu uns passt. Seit der Implementierung profitieren wir von der hohen Funktionalität, insbesondere in der Quality Assurance. Wichtig ist für uns auch, dass sich die Lösung flexibel und schnell an unsere Prozesse anpasst – und nicht umgekehrt. Die Umstellung auf Sage X3 in einem weiteren Tochterunternehmen läuft bereits.“

Die Walter Ritter GmbH + Co. KG wurde wurde im Jahre 1893 in Hamburg gegründet. Heute produziert man eine breite Palette von Ethicals und OTC-Produkten. Durch die Herstellungserlaubnis werden alle wesentlichen Darreichungsformen abgedeckt. Das Unternehmen exportiert weltweit in über 80 Länder. Die Repräsentanten in den Ländern besitzen enge Kontakte zur Medizin- und Pharmabranche. Der Privatmarkt und die Institute werden mit einer breiten Palette pharmazeutischer Produkte aus den wesentlichen Indikationsgruppen beliefert.

Die Produktion erfolgt nach dem strengen deutschen Arzneimittelrecht und den Richtlinien nach den Vorschriften des GMP (Good manufacturing practice). So sollen der hohe Standard und die Sicherheit der pharmazeutischen Produkte gewährleistet werden. Moderne Technik sorge zudem dafür, dass das hohe Niveau in der Produktion von einem straffen und umfassenden Qualitätskontrollsystem (GLP = Good laboratory practice) gehalten wird.

Bildquelle: Thinkstock/Ingram Publishing

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